Bloggen mit Herz: Fotos ahoi!

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Hallo, meine Lieben!

Ich muss schon sagen, – vor dem heutigen Post bin ich doch ziemlich nervös. Heute sprechen wir nämlich über Fotografie und ich fühle mich eigentlich ganz und gar nicht dazu in der Lage, darüber zu sprechen. Warum? Weil ich einfach nur knipse und dabei oft ganz schöne Fotos herumkommen. Aber ich habe wenig Ahnung von der Technik dahinter oder von ISO Einstellungen oder Objektiven und fotografiere fast immer mit “AUTO FOCUS”, denn ich habe Angst vor dem manuellen Focus. Wirklich Angst.

Und trotzdem finde ich, dass das Thema “Fotografieren mit Herz” unbedingt unbedingt in meine kleine Freitagsreihe gehört!

Beginnen wir also mit dem Wichtigsten: meinem Equipment.

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Ich besitze eine Canon EOS 450D* Spiegelreflexkamera mit dem obligatorischen Kit-Objektiv. Eigentlich ist das die Kamera des Freundes, aber ich bin eine tolle Freundin und darf deswegen das Prachtstück beinahe täglich benutzen.

Dann habe ich ein 50mm* Objektiv gekauft und ein 40mm*, das “Pancake”-Objektiv. Ich weiß nicht soooo genau, was es mit den Kennzeichnungen auf sich hat, beide Objektive sind keine Zoom-Objektive, man muss also, um etwas dichter an die Linse zu holen, näher ran gehen. Das Pancake Objektiv kann unwahrscheinlich viel Licht aus den Bildern rausholen, Wahnsinn! Es ist mein Lieblingsobjektiv, unter anderem auch deshalb, weil das Preis-Leistungsverhältnis meiner Meinung nach stimmt.

Das war’s auch schon, mehr Kameratechnik besitze ich nicht.

Wenn ich nun also unterwegs bin, dann verwende ich das 50mm und 40mm Objektiv immer dann, wenn ich Einzelheiten einfangen will, wie hier:

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Ich liebe es, beide Objektive auch Draußen zu verwenden.

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Schön, oder? Beide Objektive sind wirklich erschwinglich und für mich unverzichtbar!

Was für mich beim Fotografieren auch wichtig ist, ist das Verändern der Perspektive. Einfach mal in die Knie gehen, auf den Boden legen, hochspringen… Ausprobieren macht so viel Spaß!

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Hier habe ich zum Beispiel einfach die Kamera knapp über den Boden gehalten. Hach, ich mag solche Effekte! Drauf war das ganz normale Kit-Objektiv, also kein Zauberobjektiv.

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Ähnlich hier. Allerdings habe ich die Kamera nicht in den Sand gestellt (OH GOTT!!!! Die arme Kamera!), sondern auf meiner Jacke platziert. Das ist ohnehin immer ein guter Rat: Statt Stativ einfach Jacken, Handtaschen oder Steine benutzen.

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Hier bin ich in die Knie gegangen und habe geknipst. Der Weg ist  mit Absicht nicht in der Mitte, damit das Bild etwas spannender wirkt.

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Außerdem ist es immer interessant, Momente einzufangen. Wie in diesem DIY: die Kerze war gerade erloschen und ich habe mit dem Pancake Objektiv im SPORTMODUS (viele Aufnahmen hintereinander, so lange der Auslöser gedrückt gehalten wird) Bilder gemacht:

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… und schwupps, war der Rauch eingefangen!

Und nebenbei bemerkt: Für Bilder, die in Bewegung aufgenommen werden, immer den Sportmodus verwenden. Am Ende habt ihr vielleicht 40 Bilder, aber ich verspreche euch, mindestens ein gutes wird dabei sein!

Fassen wir also zusammen:

Für mich kommt es nicht ausschließlich auf das Objektiv an, denn ich besitze auch keine supidupi teuren Zoom-Objektive. Vielmehr kommt es auf das Gefühl an, das ihr ins Foto packt. Nah an Objekte heran gehen, sorgt immer für Spannung im Bild. Aber auch eine “weite” Szene kann total spannend sein:

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Hier habe ich nach dem Fotografieren am Computer etwas nachgeholfen. Ich habe ein Schwarz-Weiß Bild daraus gemacht und dann den Kontrast so verändert, dass mehr weiß als schwarz entsteht. Dann habe ich im linken Bereich des Fotos einen kleinen blurry Effekt eingebaut.

Und fertig ist eine schöne, einsame Strandszene.

Was würde euch sonst noch interessieren, meine Liebe?! Habt ihr Geheimtipps? Ich wünsche euch einen grandiosen Rest-Freitag und ein tolles Wochenende!

Alles Liebe,

Katja

*Affiliate – Link.

Projekt Heimat: Klosterstätte Ihlow.

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Moin, meine Lieben!

Wisst ihr, man erkundet die Gegend vor der Haustür eigentlich viel zu selten. Ich weiß, ihr kennt das. Neulich haben der Freund und ich das mal wieder geändert und sind zum Kloster in Ihlow gefahren. Sollte man mal gemacht haben, sagte man uns.

Recht hatten sie, denn das sollte man wirklich mal gemacht haben!

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Auf dem Weg zu der Klosterstätte kommt man nämlich durch den Ihlower Wald, ein feiner kleiner Wald, wie es ihn oft hier in Ostfriesland gibt.

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Ein Wald, in dem man zwischen dem verfärbten Laub hindurch die letzten Pilze des Jahres entdecken und ich auf die Knie werfen kann, um sie zu knipsen.

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Ein herbstlicher Zauberwald, wenn ihr so wollt, – gerade jetzt.

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Wer den Blick gen Himmel richtet, dem fällt eine bunte Installation ins Auge und im ersten Moment fragt man sich vielleicht, wer denn hier Wäsche aufgehängt hat. Die bunten Bänder sind aber alles andere, als aufgehängte Wäsche, denn Monika Kühling als Künsterlin und Schöpferin dieser Installation (“Geschichte und Küren”) will mit Hilfe von Bannern, Fahnen und Spruchbändern in den Farben der ostfriesischen Flagge das Grundgesetz der Friesischen Freiheit darstellen.

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Die “Siebzehn Gemeinfriesischen Küren” kann man also nachlesen und ich darüber wundern, wie sie nun auf diese wirklich tolle Idee gekommen ist. Aber das ist das Gute an der Kunst: Man kann sich einfach treiben lassen und der Vorstellung sind keine Grenzen gesetzt.

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Wer sich nun aber vorgestellt hat, das Zisterzienserkloster von Ihlow sei ein beeindruckender Backsteinbau, den muss ich nun enttäuschen. Unter dem Titel “Imagination” ist das Kloster, das 1228 gegründet wurde und um 1529 komplett aufgelöst worden ist, nachempfunden. Ein beeindruckender Bau aus Stahl und Holz, umrahmt von Efeu-Gängen und Säulen aus Stein zeigt jedoch, wie das Kloster einmal ausgesehen haben könnte.

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Wer mag, kann übrigens auch den sehr hohen (wirklich, SEHR HOHEN!) Treppenturm erklimmen und von ganz oben auf die Gegend schauen. Als wir da waren, war es eher bewölkt, aber beim nächsten Mal sind wir mutig, ganz bestimmt!

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Zum Kloster gehört auch der Klostergarten, in dem zzt. aufgrund des fortgeschrittenen herbstlichen Klimas eher Reste zu finden sind. Aber im Frühjahr und Sommer kann man hier Artischocken, Eisenhut und andere heimische (Heil-)Pflanzen bestaunen. Ich mag sowas ja!

Unter dem Kloster findet ihr übrigens ein kleines Museum mit Andachtsraum. Hier könnt ihr euch auf Spurensuche begeben und nebenbei sehr viel wissenswertes über die Kloster- und Mönchskultur in Ostfriesland erfahren. Ich kann mir ja solche Dinge immer nicht merken, aber es war trotzdem sehr, sehr interessant. Mir gefällt insbesondere, dass kein Eintritt in das “Museum” gezahlt werden muss. Und das Energiekonzept (Energie sparen durch LEDs und Dynamos an den Exponaten) gefällt mir ebenfalls sehr gut!

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Wir haben es leider nicht mehr geschafft, eine Tasse Tee im Klostercafé zu trinken, das holen wir aber nach! Für den Klosterladen hat die Zeit aber noch gereicht und ich habe selbstgemachte Dekoobjekte und hübsche Kärtchen bestaunt. Ein süßer Laden, wirklich!

Mittwochsrezept: Vegetarisches Chili. Mit Süßkartoffeln.

Hallo, ihr Lieben!

Da ist sie wieder: die Süßkartoffel. Seit geraumer Zeit ist sie nicht mehr aus meiner Speisekammer wegzudenken, sehr zum Leidwesen des Freundes, der zwar die positiven Seiten der Süßkartoffel nicht abstreitet, sie jedoch nicht immer essen möchte. Ich hingegen könnte tagein tagaus mit der dollen Knolle rumexperimentieren. Was macht Frau von Welt also?

Sie kocht ein Süßkartoffelversöhnungschili. So einfach ist das!

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So ein Chili ist eine feine Sache, denn ich werfe im Prinzip nur leckere Zutaten in den Topf und freue mich, wenn etwas Leckeres am Ende auf dem Teller ist. Dieses Chili schmeckt jedes Mal anders und das ist auch gut so.

Zutaten (für 4 Portionen):

1 Süßkartoffel
4 Kartoffeln
1 Dose Kidney-Bohnen
1 Dose Mais (ob klein oder groß, das entscheidet ihr)
1 Dose gestückelte Tomaten
1 Zwiebel
1 Handvoll Champignons (je nach Geschmack)
2 EL Balsamico
200 ml Wasser
1 TL Gemüsebrühe (Pulver)
1 TL Honig
1 TL Petersilie
2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Chiliflakes
etwas Öl
geriebener Käse (zum Beispiel Gouda)

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Diese Zutaten haben wir eigentlich immer im Haus, deshalb ist diese Art Chili die für mich einfachste Art, ein leckeres Abendessen zu kochen.

Zuerst müsst ihr Schnibbeln: Süßkartoffel, normale Kartoffeln, Champignons und Zwiebeln schälen bzw. putzen und in Würfel schneiden. Etwas Öl in einen großen Topf geben und Kartoffeln darin anrösten. Zwiebeln und Champignons dazu geben und unter rühren weiterhin rösten. Kidneybohnen und Mais abtropfen lassen und auch in den Topf werfen. Mit Dosentomaten und Wasser auffüllen und bei mittlerer Hitze kurz köcheln lassen. Balsamico zugeben. Mit etwas Honig und Brühepulver abschmecken. Knoblauch und Petersilie zufügen und rühren.

Chiliflakes, Salz und Pfeffer nach Bedarf unterrühren, bis ihr den Geschmack erreicht habt, der euch gefällt. Auf niedriger Flamme ca. 30 Minuten vor sich hin köcheln lassen.

Fertig ist das einfachste (und leckerste) Chili der Welt!

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Wer mag, streut vor dem Verzehr Käse über das Chili und serviert dazu leckeres Steinofenbaguette. Ein Gaumenschmaus, besonders jetzt zur kalten Jahreszeit!

Ihr könnt auch noch Zucchini, Karotten und anderes Gemüse in den Topf schmeißen, dieses Rezept lädt zum Experimentieren ein.

Viel Spaß beim Nachkochen und

Alles Liebe,

Katja