Sei Kreativ Challenge #12: Spargel und Bärlauch.

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Ihr Lieben!

Es hat so seine Vorteile, auf dem Land zu leben: es ist ruhig, die Nachbarn sind nett und irgendwo ist immer irgendwas zu gucken. Blümchen, die so langsam Blüten kriegen, kleine Vogelbabies und ab und an ein Reh, das durch den Garten streift. Doch, das Landleben ist schön und ich mag’s auch wirklich sehr.

Das Landleben hat aber auch so seine Nachteile. Man kriegt zum Beispiel nicht immer Bärlauch zu kaufen.  Nun gut, das ist vielleicht etwas übertrieben, aber am vergangenen Wochenende habe ich keinen Bärlauch mehr bekommen. Eine Schande, wo doch Dani beim letzten “Sei Kreativ” Post genau dieses leckere Pflänzchen auserwählt hat. ABER gestern wurde ich endlich fündig und habe frischen Bärlauch bekommen, der sofort mit leckerem Spargel in meinem Einkaufswagen landete. Seit Dani Bärlauch und Spargel als Materialien vorgab, spukte mir doch genau diese Kombination im Kopf herum:

bärlauch brot spargelcremesuppe sei kreativ
Und so gab es gestern Abend eine selbst gemachte Spargelcremesuppe und ein selbst gebackenes, total leckeres Bärlauchbrot. Selbst der Freund, der kein großer Spragelfan ist, war begeistert!

Für das Bärlauchbrot benötigt ihr:

600 g helles Dinkelmehl
einen Würfel Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
2 EL Olivenöl
2 TL Salz
Eine Handvoll Bärlauch (oder mehr), gehackt

Das Mehl gebt ihr in eine Rührschüssel. Die Hefe löst ihr in dem lauwarmen Wasser auf und gebt sie gemeinsam mit dem Olivenöl, dem Salz und dem gehackten Bärlauch zum Mehl. Jetzt knetet ihr das Ganze auf der bemehlten Arbeitsfläche schön durch, bis ein fluffiger, weicher Teig entstanden ist. Wenn der Teig zu feucht ist, gebt ihr einfach immer mal wieder ein bisschen Mehl dazu.

Die Schüssel reibt ihr mit etwas Öl aus, damit der Teig nicht zu sehr am Rand festklebt. Jetzt formt ihr aus dem Teig eine Kugel und gebt diese zurück in die Schüssel. Das Ganze nun zugedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat. Die Hefe arbeitet fleissig für euch.

Dass auf der bemehlten Arbeitsfläche wieder kneten, einen länglichen Brotlaib formen und diesen dann ineinander verschlingen, so entsteht ein schönes Muster. Dazu einfach ein Ende des Laibes festhalten und das andere Ende mit der Hand eindrehen.

Auf ein mit Backpapier aufgelegtes Backblech legen und zugedeckt noch einmal 30 Minuten gehen lassen.

Jetzt kann das Brot gebacken werden! Dazu den Backofen auf 200°C (Umluft) vorheizen und das Brot auf der mittleren Schiene ca. 20 – 25 Minuten backen. Zwischendurch immer mal wieder mit Wasser besprühen (oder einfach mit Wasser bepinseln) – schon  bald wird eure Küche herrlich duften! Nach Ende der Garzeit das Brot aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. Mmmmmmhhhhh! Lecker!

Und die Spargelcremesuppe ist auch gar nicht soooo schwer!

Ihr benötigt:

500g weißen Spargel
1 TL Zucker
etwas Zitronensaft
1 Liter Gemüsebrühe
3 kleine Schalotten, gewürfelt
3 EL Mehl
etwas Weißwein
50 g Butter
50 ml Sahne
etwas Salz und Pfeffer

etwas Schnittlauch zum Bestreuen

Zunächst wird der Spargel gründlich gewaschen und dann geschält. Die Schalen gebt ihr zusammen mit der Gemüsebrühe, Zucker und Zitronensaft in einen Topf und kocht alles kurz auf. Danach etwa 15 Minuten bei geringer Temperaturzufuhr ziehen lassen. Nun gießt ihr das Ganze durch ein Sieb und TADAAAAA – erhaltet erstklassigen Spargelfond, der die Basis für eure Suppe wird.

In einer Pfanne erhitzt ihr die Butter und bratet darin die Schalotten kurz an. Dann gebt ihr 3 EL Mehl dazu und verrührt das Ganze. Achtet darauf, dass euch nichts anbrennt. Dann gebt ihr einen Schuss Weißwein dazu und rührt fleissig. Das Ganze wandert dann in einen Topf, damit ihr die Suppe besser kochen könnt. Nun gießt ihr den Spargelfond hinzu und lasst alles einmal aufkochen. Dann schneidet ihr den Spargel klein (in etwa 2 cm große Stücke) und gebt ihn zur Suppe. Nun reduziert ihr die Hitze, sodass die Suppe nur noch ein bisschen vor sich hin blubbelt. Das Ganze lasst ihr dann ungefähr 45 Minuten lang köcheln, bis der Spargel gar ist. Nun nehmt ihr den Topf vom Herd und gebt die Sahne zur Suppe. Dann püriert ihr das Ganze mit dem Pürierstab und schmeckt im Anschluss alles mit Salz und Pfeffer ab.

Bestreut die Suppe vor dem Servieren mit etwas Schnittlauch, das schmeckt sehr, sehr gut! Dazu reicht ihr einfach das leckere Bärlauchbrot und schon habt ihr eine tolle Mahlzeit gezaubert.

Wie gesagt, der Freund war begeistert und wir zehren heute noch von dem leckeren (riiiiesigen!) Brot – wer etwas weniger Brot möchte, nimmt bitte nur die Hälfte der Zutaten!

Viel Spaß beim Nachzaubern und Danke, Dani, dass du mich an Bärlauch herangeführt hast.

Für die nächste Runde “Sei kreativ” gebe ich die Materialien Wasserfarbe und Papier vor.

Und ihr seid wie immer herzlich eingeladen, mitzubasteln! Ein fröhliches Kreativ-Sein euch allen und einen schönen, gemütlichen Rest-Sonntag.

Alles Liebe,

Katja

DIY: Muschelliebe Slipper

Hallöchen!

Alle Welt hat’s momentan mit Ananas und Famingos, ich steh auf Muscheln. Das hat sicher etwas damit zu tun, dass ich viele, viele Muscheln auf Juist gesammelt habe – letztendlich war das zumindest der Anstoß für dieses kleine DIY:

muschel slipper diy
Nun gut, zur Materialliste muss ich ja vielleicht gar nicht mehr so viel sagen, das erklärt sich ja schon fast von selbst…

muschel slipper diy material
*weiße Slipper oder Stoffschuhe

*schwarze Stoffmalfarbe

*Pinsel

Und dann pinselt ihr einfach fleissig Muscheln auf die Schuhe, lasst die Farbe geduldig trocknen und bügelt dann über die Farbe, um sie zu fixieren. Seid dabei bitte vorsichtig, nicht, dass ihr die Gummisohle schmelzt.

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Und so entsteht ganz schnell ein besonderer Schuh, den so sicher Niemand sonst hat. Ha!

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen und würde mich freuen, wenn ihr mir einfach Bescheid gebt, solltet ihr eines meiner DIYs einmal nachgemacht haben…!

Alles Liebe,

Katja

Projekt Heimat. Heute: Pack die Badehose ein, wir schippern nach Juist!

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Es gibt Menschen, die begegnen einem in völlig banalen Kontexten (hier: Arbeit) und schleichen sich einfach so in dein Herz, da kannste gar nichts gegen machen. Und wenn diese Menschen dann aus dem Alltag entschwinden, weil sich etwas in ihrem Leben verändert, dann hat man als “Zurückbleiberin” ganz schön daran zu knabbern. So ging und geht es mir zumindest momentan. Aber dieser liebe Mensch kam auf die geniale Idee, einen Tag gemeinsam am Meer zu verbringen!

Und so landete ich Morgens um 11 Uhr auf Juist und war der glücklichste Mensch der Welt: tolle Gesellschaft, Meersalz auf der Haut und Sand in den Schuhen. Und eine Sturmgeeignete Frisur – was will man auch mehr?!

Jetzt denkt ihr vielleicht: JUIST? Ist das nicht eine der ostfriesischen Inseln? Recht habt ihr! Es ist sogar die (Trommelwirbel!) längste osfriesische Insel. Zwischen Borkum und Norderney gelegen, ist das Eiland zwar laaaaaang, dafür aber im Querschnitt ziemlich schmal. 500 Meter ist Juist breit und man ist quasi in 10 Minuten einmal quer über die Insel geschlendert.

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Ab Norddeich Mole fährt ein Schiff hinüber nach Juist, allerdings sind die Fährzeiten abhängig von der Tide, deswegen ist es ratsam, schon vorher zu schauen, wann ein Schiff fährt. Es ist auch ratsam, solltet ihr einen Tagesausflug planen, rechtzeitig am Anleger zu sein und vor allem das Schild “PARKEN FÜR TAGESGÄSTE” nicht zu überlesen. Das ist uns nämlich passiert, weil ein groooooßes Auto direkt vor dem Schild stand. Und so mussten wir 10 Minuten von der Fähre entfernt auf dem Großparkplatz parken und sind tatsächlich noch reichlich außer Puste geraten, als wir dem Schiff entgegen gehechtet sind. Mit den Worten “Nu aber schnell!” wurden wir auf den Kutter gewunken. Aber: hat geklappt!

Wer’s noch nicht weiß, darf jetzt bitte einmal genau hinlesen: Juist ist eine autofreie Insel. Soll heißen: die Insel kann man am besten mit dem Rad erkundigen, das man sich überall ausleihen kann. Oder mit der Pferdekutsche. Oder wie wir – zu Fuß!

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Und Juist bietet natürlich all das, was eine schnuckelige Insel so bieten sollte: einen kleinen Ortskern mit den üblichen Geschäften für Souvenirs und Wind- und Wetterkleidung, einer kleinen Inseltöpferei, in der ich mich nicht getraut habe, zu fotografieren und einem coolen Käseladen!

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Mittagessen gab’s übrigens in der coolen Küchenwerkstatt, einem für eine ostfriesische Insel ungewohnt coolem Laden im hippen Ambiente. Wir haben lecker Burger bzw. Steinpilzravioli gemampft, beides sehr zu empfehlen.

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Und sonst so?

Naja, sonst haben wir einfach das tolle Wetter genossen, Muscheln gesammelt, am Strand herumgelungert und die Nasen der Sonne entgegen gestreckt, während wir im Strandkorb saßen.

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Was mich am meisten beeindruckt hat, ist der eeeeeeeeeeeeewig lange Sandstrand, der nicht nur zum Verweilen, sondern auch zum Schlendern einlädt.

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Ich hätte ewig hier sitzen können!

Da sich meine super-duper Reisebegleitung vorher schlau gemacht hat, haben wir Badesachen mitgenommen. Nicht etwa, um in der eiiiiskalten Nordsee zu schwimmen – wir sind zwar bekloppt, aber nicht lebensmüde! ABER Juist hat ein Meerwasserschwimmbad und gegen Vorlage des Fährtickets kann man 90 Minuten lang schwimmen. Gratis. Und 90 Minuten reichen vollkommen, finde ich! Zumindest an sonnigen Tagen… Vom Schwimmbad aus hat man einen direkten Blick auf den Strand, auch das hat mir sehr gut gefallen! Und wer mag, geht auch noch in die Sauna, die neu entstanden ist und mit Kräuteraufgüssen und Blick auf’s Meer lockt.

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Wie gesagt, ich habe hauptsächlich den Strand genossen, in der Nebensaison ist hier einfach noch nicht so viel los und wer Einsamkeit sucht, ist auf Juist bestens aufgehoben.

Und so fühlte ich mich nach 8 Stunden auf Juist schon so, als hätte ich ein verlängertes Wochenende die Ruhe genießen dürfen… Um 19:30 Uhr brachte uns die Fähre wieder zurück in den Alltag und Juist verabschiedete sich mit einem Sonnenuntergang, den ich zwar nicht ganz einfangen konnte.

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Ich habe jedenfalls beschlossen: Juist, ich komme wieder! Und dann für ein paar Nächte mit hoffentlich gutem Wetter, einem Fahrrad und meiner Polaroid Kamera im Gepäck!

Wart ihr schonmal auf Juist? Oder auf einer anderen Insel?

Alles Liebe,

Katja