Sei kreativ: Wie es dir gefällt.

Hallo, ihr Lieben!

Heeeey, nur sechs Tage Verspätung, – wie toll ist das denn? Wieder einmal etwas später, als ursprünglich geplant, zeige ich euch, was ich im Rahmen der letzten “Sei kreativ” Challenge so gezaubert habe. Es ist ein kleines DIY geworden, das für den ein oder anderen dort Draußen vielleicht nützlich ist…

sei kreativ karte 1
Wir basteln eine Karte zusammen! YAY!

Was ihr braucht:

*Sei kreativ Karte Vorlage (einfach draufklicken und als PDF herunterladen, ausdrucken und übertragen)
*Cardstock (oder anderes Papier, das ihr benutzen wollt)
*Cuttermesser
*Kordel oder anderes Band
*Schere und Tape
*Locher
*ggf. Blümchen

sei kreativ karte 2
Nachdem ihr die Vorlage ausgedruckt habt, übertragt ihr sie auf euren Cardstock, dann schneidet, knickt und locht ihr, wie vorgegeben. Die Kordel bzw. das Band schneidet ihr so zu, dass ihr es einmal um die Karte wickeln und eine Schleife machen könnt. Dann fädelt ihr es durch die vorgesehenen Schlitze.

sei kreativ karte 3

Nun müsst ihr euch noch überlegen, was ihr in die Karte schreiben wollt. Ich habe keinen direkten Anlass, um diese Karte zu benutzen, also habe ich einfach einen schönen Spruch ausgedruckt. Ihr könnt aber alles Mögliche hineinschreiben. Dazu schneidet ihr euch einfach ein weißes Blatt zurecht, locht es wie die Karte selbst und schreibt drauf, was ihr drauf schreiben wollt.

sei kreativ karte 4
Mit Hilfe von einem kleinen Stückchen Kordel bindet ihr euer Blatt Papier fest. Vielleicht habt ihr eine kleine Kornblume herumliegen, – dann klebt sie doch einfach auf die Innenseite der Karte! Dort finden aber (je nach Anlass) auch andere Informationen Platz.

sei kreativ karte 5
Vielleicht wollt ihr eine kleine Einladung verschicken? Dann bastelt eine Tasche, die ihr an der linken Seite anbringt. Wie? Ganz einfach:

sei kreativ karte 7
Schneidet einfach einen kleinen Streifen Cardstock passend zurecht und klebt ihn mit Tape fest. Easy peasy, versprochen!

sei kreativ karte 6
Vorn wollte ich gern noch ein kleines Herz anbringen, das habe ich einfach auf weiße Pappe aufgemalt, ein kleines YAY hineingestempelt, ausgeschnibbelt, gelocht und fertig. Ein richtig süßer Hingucker, oder?!

sei kreativ karte 8
Und auch von innen kann sich die Karte sehen lassen, findet ihr nicht? Ich bin jedenfalls sehr zufrieden und frage mich, wem ich sie wohl schicken werde….

sei kreativ karte 9
Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbasteln und schaut doch mal, was Dani, Caro und Ronja gezaubert haben!

Für die nächste Runde “Sei kreativ!” gebe ich übrigens das Material

BUNTSTIFT(E)

vor und bin gespannt, was ihr daraus herstellt! Wer mitmachen will, ist herzlich eingeladen, tagt eure Fotos bei Instagram und Co. doch einfach mit #seikreativ oder mailt mir oder Dani eure Ergebnisse zu, wir freuen uns immer sehr über so viel kreative Beiträge. Da ich am 25.09. auf Föhr bei “Bloggen mit Herz” sein werde, verschiebt sich der Veröffentlichungstermin übrigens auf den 01.10.2015 – nur, damit ihr schon einmal gewarnt seid.

Alles Liebe und bleibt kreativ!

Katja

#bloggerfuerfluechtlinge

bloggerfuerfluechtlinge
Hallo, meine Lieben!

Alle Welt spricht davon, wir hören es fast täglich in den Nachrichten: Menschen fliehen vor Tod, vor Hunger und vor politischer Verfolgung und suchen Asyl in unserem reichen Land. Ein Land, in dem es “normal” ist als Ehepaar zwei teure Autos zu fahren und in dem wir für Markenklamotten viel zu viel Geld ausgeben. Oder für Kram, den kein Mensch braucht. Wo wir für eine Lampe 300 € bezahlen, weil sie “trendy” ist. Wo wir uns kaum Gedanken darüber machen, unter welchen Bedingungen unsere ach-so-coole Mode produziert worden ist.

Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Unter dem Hashtag #bloggerfuerfluechtlinge machen Blogger gerade darauf aufmerksam, dass es die Möglichkeit gibt, Menschen in Not zu helfen. Traurig, dass man überhaupt darauf aufmerksam machen muss. Vor Kurzem haben der Freund und ich ein paar (!) Fahrräder, die wir noch herumstehen hatten, hier bei uns an Menschen weitergegeben, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge organisieren. Außerdem habe ich einen Riesensack Kleidung aussortiert, wirklich gute Kleidung, die mir aber entweder nicht mehr passte oder nicht mehr gefiel, und sie ebenfalls weitergegeben. Es hat nicht viel Zeit gekostet, es war kein großer Aufwand, das Ganze wurde sogar abgeholt und wir mussten uns im Prinzip um nichts kümmern. Und trotzdem kann unsere kleine “Spende” helfen. Auf der Homepage von Blogger für Flüchtlinge könnt ihr euch informieren, was ihr wie wo bei euch vor Ort tun könnt. Außerdem könnt ihr Geld spenden, und das hilft ja bekanntlich am meisten.

Ein paar ernste Worte habe ich aber noch:

Ich habe beruflich schon länger auch mit Kindern bzw. Jugendlichen zu tun, die ihr Land verlassen mussten und hier unbegleitet aufgegriffen werden (sogenannte Unbegleitete minderjährige Asylsuchende, früher auch: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge) und die Geschichten, die man dann hört, von ihrer anstrengenden “Reise”, die oft Monate, wenn nicht sogar Jahre dauert, sind geprägt von äußerst widrigen Umständen, von der Angst um das eigene Leben,- davon, dass Mütter ihre Söhne losschicken, zum Onkel in Schweden oder oder oder, nur, um nicht sterben zu müssen. Diese Kinder und Jugendlichen haben gesehen, wie ihre Väter ermordet, ihre Mütter missbraucht worden sind.

Und wir maßen uns an, genervt zu sein, davon, dass sie in “unser Land”, wie es so schön heißt, kommen.

Ich bin ein Kind der DDR, – das kann man natürlich auf keinen Fall vergleichen -, aber auch hier gab es Republikflüchtlinge, die in “euer” Land, das jetzt “unser” Land ist, gekommen sind und sozusagen Asyl gesucht haben. Und damals wäre Niemand auf die Idee gekommen, zu sagen, dass wir keinen Platz haben, dass kein Geld da ist oder dass sie hier nichts zu suchen haben.

Wir sind Menschen. Und wir sollten uns bei der nächsten Designerlampe vielleicht wirklich einmal fragen, ob das die “große Erfüllung” ist oder ob wir nicht stattdessen einfach mal den Schrank ausmisten oder eine Spende anschieben sollten.

Wenn Jeder nur ein bisschen tut, können wir viel bewirken.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit und bin gespannt, was ihr zur Diskussion um Flüchtlinge, den “mangelnden Platz”, die “mangelnden finanziellen Mittel” und die Menschlichkeit zu sagen habt.

Alles Liebe,

Katja

Buchtipps mit Herz: Solomonica de Winter – Die Geschichte von Blue

buchtipps mit herz
Meine Lieben,

ich bin nicht verschwunden, sondern hatte nur Urlaub – dort aber genug Zeit um genug Bücher für mich und natürlich auch für euch zu lesen. Da war alles dabei von Thrillern, bis zu Romanzen und Jugendbüchern – aber eins hat mich wirklich überrascht: Die Geschichte von Blue*.

Solomonica de Winter ist die Tochter eines niederländischen Autorenpaars und war gerade mal fünfzehn, als sie diesen Roman schrieb. Doch dieser wirkt so gar nicht wie ein Roman aus der Feder eines Teeangers. Düster, dramatisch und irgendwie märchenhaft gestaltet sie ihre Geschichte um Blue, ein traumatisiertes Mädchen, dass seit dem Tod ihres Vaters kein Wort mehr redet.

„Ich bin der Ärger. Ich bin obenhin voll davon. Ich esse Ärger zum Frühstück. Ich werde nie wieder rein sein … Mein Gott, wie ich Kinder hasse. Alle zusammen. Ich hasse es, ihre kleinen Herzen voller Glück und Unschuld und Freude schlagen zu hören. Ich weiß, dass ich nicht so bin wie sie.“

Blue sitzt zum Zeitpunkt der Erzählung in einer geschlossenen Anstalt, da sie zwei Menschen auf dem Gewissen hat. Ihre Geschichte schreibt sie für ihren Psychiater auf, der mit ihr die Erlebnisse aufarbeiten will und so landen wir in der wirschen und dunklen Welt der Blue, die sich selbst als einsam und verlassen beschreibt. Nachdem ihr Vater bei einem Raubüberfall starb, lebt sie mit ihrer kokainsüchtigen Mutter zusammen, die sich mehr um den nächsten Kick, als um Blue kümmert. Reden möchte sie mit niemandem, also flüchtet sie sich in die Welt der Literatur. Ihr Vater schenkte ihr nämlich kurz vor dem Tod Der Zauberer von Oz, das sie nun wie einen Schatz hütet. Immer mehr verwischt sich diese Welt mit der Welt von Blue. Dorothy hilft ihr durch den grauenhaften Alltag in der Schule und den Demütigungen ihrer Mutter.

Doch als sie eines Tages dem Mörder ihres Vaters über den Weg läuft, findet sie ein neues Ziel: Sie muss ihn töten, denn nur damit kann sie Gerechtigkeit für ihren Vater und inneren Frieden für sich finden. So macht sich die kleine Blue auf in die Tiefen von kriminellen Machenschaften, Drogen und der Welt von Oz.

„Blue, also blau wie salzige Tränen, blau wie eine winzige Blaumeise“.

Mit dem Zuklappen des Buches saß ich erstmal schweigend auf dem Bett und rekapitulierte das Gelesene. Meine erste Frage war: Das soll eine Fünfzehnjährige geschrieben haben? Während andere Mädchen lieber shoppen, hat Solomonica de Winter einen wahnsinnigen Roman erschaffen. Sie besitzt eine wahre Begabung Gefühle und Stimmungen einzufangen und eine Welt zu schaffen, die so grausam und so düster wirkt, so dass man wahrlich nicht glauben will, dass das aus so einem jungen Mädchen kommen kann. Das Buch ist meines Erachtens stilistisch auf einem so hohen Niveau, dass ich einfach nur erstaunt und begeistert bin.

diegeschichtevonblue
Wir haben hier eine gute Mischung aus Kriminalliteratur und Fantasyroman. De Winter schafft hier einen perfekten Querschnitt aus zwei so unterschiedlichen Genres. Zum einen haben wir da die Planung eines Mordes, sowie der Verfolgung des Mörders ihres Vaters. Blue wird fast wahnhaft in der Beschattung seiner täglichen Riten, dass sie sich kaum noch zur Schule zwingen kann. Anderseits haben wir eine fantastische und märchenhafte Atmosphäre durch den Zauberer von Oz, der immer wieder in den tragenden und entscheidenden Momenten eine Rolle spielt.

Das Buch ist auf jeden Fall anders als man es erwartet. Die unglaublich coole, abgeklärte Sprache und die abgedrehte Geschichte eines so verwirrten Mädchens macht dieses Buch einfach nur zu einem Muss auf der To-Read-Liste. Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen. Es ist spannend, verdammt gut geschrieben und ja, ich wiederhole mich – es hat eine Fünfzehnjährige geschrieben. Alleine das letzte Argument zählt und sollte überzeugen.

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Liebe Astrid, was für ein Juwel du da wieder rausgesucht hast! Wunderbar, denn ich brauche gerade neuen Lesestoff. Blues Geschichte klingt nicht nur interessant, sondern hört sich genau passend an! Danke dir!

Habt ihr das Buch schon gelesen? Wenn ja, wie hat es euch gefallen?!

Alles Liebe,
Katja

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