Projekt Heimat: Klosterstätte Ihlow.

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Moin, meine Lieben!

Wisst ihr, man erkundet die Gegend vor der Haustür eigentlich viel zu selten. Ich weiß, ihr kennt das. Neulich haben der Freund und ich das mal wieder geändert und sind zum Kloster in Ihlow gefahren. Sollte man mal gemacht haben, sagte man uns.

Recht hatten sie, denn das sollte man wirklich mal gemacht haben!

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Auf dem Weg zu der Klosterstätte kommt man nämlich durch den Ihlower Wald, ein feiner kleiner Wald, wie es ihn oft hier in Ostfriesland gibt.

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Ein Wald, in dem man zwischen dem verfärbten Laub hindurch die letzten Pilze des Jahres entdecken und ich auf die Knie werfen kann, um sie zu knipsen.

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Ein herbstlicher Zauberwald, wenn ihr so wollt, – gerade jetzt.

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Wer den Blick gen Himmel richtet, dem fällt eine bunte Installation ins Auge und im ersten Moment fragt man sich vielleicht, wer denn hier Wäsche aufgehängt hat. Die bunten Bänder sind aber alles andere, als aufgehängte Wäsche, denn Monika Kühling als Künsterlin und Schöpferin dieser Installation (“Geschichte und Küren”) will mit Hilfe von Bannern, Fahnen und Spruchbändern in den Farben der ostfriesischen Flagge das Grundgesetz der Friesischen Freiheit darstellen.

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Die “Siebzehn Gemeinfriesischen Küren” kann man also nachlesen und ich darüber wundern, wie sie nun auf diese wirklich tolle Idee gekommen ist. Aber das ist das Gute an der Kunst: Man kann sich einfach treiben lassen und der Vorstellung sind keine Grenzen gesetzt.

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Wer sich nun aber vorgestellt hat, das Zisterzienserkloster von Ihlow sei ein beeindruckender Backsteinbau, den muss ich nun enttäuschen. Unter dem Titel “Imagination” ist das Kloster, das 1228 gegründet wurde und um 1529 komplett aufgelöst worden ist, nachempfunden. Ein beeindruckender Bau aus Stahl und Holz, umrahmt von Efeu-Gängen und Säulen aus Stein zeigt jedoch, wie das Kloster einmal ausgesehen haben könnte.

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Wer mag, kann übrigens auch den sehr hohen (wirklich, SEHR HOHEN!) Treppenturm erklimmen und von ganz oben auf die Gegend schauen. Als wir da waren, war es eher bewölkt, aber beim nächsten Mal sind wir mutig, ganz bestimmt!

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Zum Kloster gehört auch der Klostergarten, in dem zzt. aufgrund des fortgeschrittenen herbstlichen Klimas eher Reste zu finden sind. Aber im Frühjahr und Sommer kann man hier Artischocken, Eisenhut und andere heimische (Heil-)Pflanzen bestaunen. Ich mag sowas ja!

Unter dem Kloster findet ihr übrigens ein kleines Museum mit Andachtsraum. Hier könnt ihr euch auf Spurensuche begeben und nebenbei sehr viel wissenswertes über die Kloster- und Mönchskultur in Ostfriesland erfahren. Ich kann mir ja solche Dinge immer nicht merken, aber es war trotzdem sehr, sehr interessant. Mir gefällt insbesondere, dass kein Eintritt in das “Museum” gezahlt werden muss. Und das Energiekonzept (Energie sparen durch LEDs und Dynamos an den Exponaten) gefällt mir ebenfalls sehr gut!

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Wir haben es leider nicht mehr geschafft, eine Tasse Tee im Klostercafé zu trinken, das holen wir aber nach! Für den Klosterladen hat die Zeit aber noch gereicht und ich habe selbstgemachte Dekoobjekte und hübsche Kärtchen bestaunt. Ein süßer Laden, wirklich!

Mittwochsrezept: Vegetarisches Chili. Mit Süßkartoffeln.

Hallo, ihr Lieben!

Da ist sie wieder: die Süßkartoffel. Seit geraumer Zeit ist sie nicht mehr aus meiner Speisekammer wegzudenken, sehr zum Leidwesen des Freundes, der zwar die positiven Seiten der Süßkartoffel nicht abstreitet, sie jedoch nicht immer essen möchte. Ich hingegen könnte tagein tagaus mit der dollen Knolle rumexperimentieren. Was macht Frau von Welt also?

Sie kocht ein Süßkartoffelversöhnungschili. So einfach ist das!

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So ein Chili ist eine feine Sache, denn ich werfe im Prinzip nur leckere Zutaten in den Topf und freue mich, wenn etwas Leckeres am Ende auf dem Teller ist. Dieses Chili schmeckt jedes Mal anders und das ist auch gut so.

Zutaten (für 4 Portionen):

1 Süßkartoffel
4 Kartoffeln
1 Dose Kidney-Bohnen
1 Dose Mais (ob klein oder groß, das entscheidet ihr)
1 Dose gestückelte Tomaten
1 Zwiebel
1 Handvoll Champignons (je nach Geschmack)
2 EL Balsamico
200 ml Wasser
1 TL Gemüsebrühe (Pulver)
1 TL Honig
1 TL Petersilie
2 Knoblauchzehen

Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Chiliflakes
etwas Öl
geriebener Käse (zum Beispiel Gouda)

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Diese Zutaten haben wir eigentlich immer im Haus, deshalb ist diese Art Chili die für mich einfachste Art, ein leckeres Abendessen zu kochen.

Zuerst müsst ihr Schnibbeln: Süßkartoffel, normale Kartoffeln, Champignons und Zwiebeln schälen bzw. putzen und in Würfel schneiden. Etwas Öl in einen großen Topf geben und Kartoffeln darin anrösten. Zwiebeln und Champignons dazu geben und unter rühren weiterhin rösten. Kidneybohnen und Mais abtropfen lassen und auch in den Topf werfen. Mit Dosentomaten und Wasser auffüllen und bei mittlerer Hitze kurz köcheln lassen. Balsamico zugeben. Mit etwas Honig und Brühepulver abschmecken. Knoblauch und Petersilie zufügen und rühren.

Chiliflakes, Salz und Pfeffer nach Bedarf unterrühren, bis ihr den Geschmack erreicht habt, der euch gefällt. Auf niedriger Flamme ca. 30 Minuten vor sich hin köcheln lassen.

Fertig ist das einfachste (und leckerste) Chili der Welt!

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Wer mag, streut vor dem Verzehr Käse über das Chili und serviert dazu leckeres Steinofenbaguette. Ein Gaumenschmaus, besonders jetzt zur kalten Jahreszeit!

Ihr könnt auch noch Zucchini, Karotten und anderes Gemüse in den Topf schmeißen, dieses Rezept lädt zum Experimentieren ein.

Viel Spaß beim Nachkochen und

Alles Liebe,

Katja

Memorybook Projekt: Neununddreißig. Oder: JUHU, Herbst!

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Hallo, meine Lieben!

Dass ich den Herbst mag, ist für euch nun wirklich nichts Neues. Ich mag auch den Sommer, den Frühling. Naja, den Winter irgendwie auch. Aber am liebsten mag ich noch immer den Herbst mit seinen leuchtenden Farben und welkenden Blättern. Das und die Tatsache, dass es offiziell nicht mehr merkwürdig ist, bei Kerzenschein und einer guten Tasse Tee auf dem Sofa zu sitzen, sorgt dafür, dass der Herbst einen besonderen Platz in meinem Herzen hält.

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Die logische Konsequenz eines schönen Herbstwochenendes?! Ab damit ins Memorybook! Die Blätter und die Schrift habe ich mit der Silhouette Portrait Schneidemaschine geschnibbelt (oder besser gesagt, schnibbeln lassen) und das Foto habe ich mit dem Selphy ausgedruckt, nach dieser Methode. Viel mehr braucht es ja irgendwie nicht, um eine hübsche herbstlich – stimmungsvolle Seite zu zaubern, findet ihr nicht auch?

Und das Bild selbst… naja, das zeigt eigentlich nichts Besonderes, nur zwei Granatapfelhälften. Da ich aber gerade damit ein herbstliches Rezept vorbereitet habe, passte das irgendwie. Für die momentane “Sei kreativ!”-Challenge war ich übrigens am Wochenende auch noch im Wald, mehr dazu folgt aber noch, denn momentan ist es so früh dunkel, dass ich keine schönen Bilder zustande kriege, und so muss das Gebastelte bis zum Wochenende warten. Ist aber nicht schlimm, oder? Dani war wieder schneller und hat gleich zwei DIYs für euch!

So, meine Lieben. Was habt ihr in der vergangenen Woche getrieben? Was waren erinnerungswerte Momente für euch?

Ich wünsche euch einen großartigen Montag!

Alles Liebe,

Katja

PS: Wer sich (wie ich) in die Memorybooks von Bina verliebt hat, kann einfach mal in ihrem Shop nach einem schönen Exemplar Ausschau halten, ihr werdet bestimmt fündig!