Memorybook 2015: Dreizehn.

memorybook april 32
Hallo, ihr Lieben!

Seit Teenager-Zeiten ist mir eigentlich klar: im Internet kann man viele tolle Menschen kennenlernen. Ich habe schon viele Menschen getroffen, einige davon sind seit Langem schon richtige Freunde und ich weiß, dass ich Gleichgesinnte viel schneller ausmachen kann, als im Leben 1.0! Schön ist, wenn man solche Freundschaften ins Leben 1.0 integrieren kann und so habe ich mich umso mehr gefreut, als klar war, dass meine Liebe Astrid, seinerzeit einer meiner liebsten Instagram-Kontakten und Buchtipp-Verteilerin hier auf’m Blog nach Ostfriesland kommt. Das tut sie zwar öfter, dieses Mal haben wir es aber eeeeendlich geschafft, uns zu sehen.

memorybook april 31
Und so ist es eigentlich logisch, dass diese schöne Begegnung am Meer ins Memorybook wandern musste, oder?

memorybook april 30
Mit meiner super-duper Schneidemaschine habe ich wieder einmal ein Foto verschönert, indem ich “INSTA (für Instagram) love” auf einem passenden Stück Scrapbooking Papier ausgeschnibbelt habe und dieses dann über ein Fotos vom Meer geklebt habe. Das ergibt einen schönen Effekt, finde ich.

Ein Geschenkanhänger wurde von mir mit Stempelfarbe eingefärbt und beschrieben – Fertig ist das kleine, aber feine Layout.

Ich finde es sehr schön, mir(fast) jedes Wochenende die Zeit zu nehmen, die Woche Revue passieren zu lassen und in Erinnerungen zu schwelgen. Macht ihr sowas eigentlich auch?

Einen wunderbaren Start in eine neue Woche wünsche ich euch und

Alles Liebe,

Katja

PS: Die Memorybooks könnt ihr übrigens in Binas Dawanda Shop bestellen und dann auch schon bald mit dem Basteln starten!

DIY: Strandgut Kette

strandurlaub kette diy
Hallo, ihr Lieben!

Bald geht sie wieder los: die Strandurlaubszeit. Im Sommer gibt es doch wirklich nichts schöneres, als am Strand entlang zu spazieren und das Leben zu genießen. Zum “Leben genießen” gehört für mich immer auch das Sammeln von Strandgut. Das können hübsche Muscheln sein, Meerglas oder auch Treibholz. Ich finde dieses vom Meerwasser geschliffene, verformte Holz sehr schön und freue mich immer wieder, wenn ich ein derartiges Stück finde.

Neulich habe ich ein kleines Stückchen Treibholz gefunden und als es hier Zuhause herumlag, habe ich mich gefragt, was ich wohl daraus zaubern könnte. Und es war eigentlich recht schnell klar, was es werden wird: eine sommerliche Kette! Und für euch habe ich das passende DIY mitgebracht.

muschel schuhe diy 2
Ihr braucht also:

* ein kleines Stück Treibholz
* Acrylfabre (hier: weiß und rot)
* Pinsel
* eine Gliederkette
* Draht

muschel kette diy 3
Die Gestaltung der Kette erklärt sich fast von selbst: ihr malt das Treibholzstückchen an, wie es euch in den Sinn kommt. Ich habe im Wechsel rot und weiße Tupfen und Balken aufgemalt. Dann lasst ihr das Muster trocknen.

treibgut kette diy 4
Wer mag, lackiert das Stück Holz noch mit einem Klarlack, um dafür zu sorgen, dass die Farbe sich im Wasser nicht ablöst.

treibholz kette diy 5
So. Und wie kommt nun die Kette dran an das Holz? Ich habe ein wenig geschummelt und den Draht um das obere Holzende gewickelt, diesen dann mit Heißkleber festgeklebt und daran eine Öse befestigt, an der ich die Kette ebenfalls befestigt habe. Ganz einfach!

Nun, so schnell wird also aus einem Strandgutfund eine hübsche Urlaubserinnerungskette. Wenn ihr also euren Sommerurlaub am Meer verbringt oder vielleicht sowieso in der Nähe vom Meer lebt, schaut doch mal nach unten und nehmt ein Stück Strandgut mit – zum Angucken, Dran-Erinnern oder wie ich zum Schmuckbasteln.

Viel Spaß beim Sammeln, Basteln und Kreativ werden!

Alles Liebe,

Katja

Buchtipps mit Herz: Ava Dellaira – Love Letters To The Dead

buchtipps mit herz
Kurt Cobain, Janis Joplin, Amy Whinehouse – jeder von ihnen erhält Briefe von Laurel*. Diese soll sie auf Wunsch ihrer Lehrerin an berühmte, verstorbene Persönlichkeiten richten. Was noch zu Beginn als Hausaufgabe anfängt, wird mit der Zeit immer mehr zur eigenen Therapie. Denn mit ihnen kann sie etwas teilen, was sie mit ihren realen Bekanntschaften nicht kann: ihre Gefühle.

“Die Wahrheit ist deshalb schön, weil sie wahr ist. Selbst wenn sie schlimm ist oder Angst macht, ändert das nichts. Was wahr ist, ist schön. Es ist hell und rein und macht dich zu dem, was du in Wirklichkeit bist. Ich wünsche mir, ich selbst zu sein.”

Laurel ist nachdenklich, traurig und unsicher, dazu noch neu auf der Schule und gefangen in den Erinnerungen an ihre Schwester May. Diese ist der Grund für den Schulwechsel, denn nach deren Tod möchte Laurel den gaffenden Blicken und den mitfühlenden Bekundungen ausweichen und bei null anfangen. Da ist jedoch einfacher gesagt als getan, denn es ist gerade Laurel selbst, die May in all ihre Gedanken miteinbezieht: Was hätte May getragen? Was hatte May getan? Wie hätte May reagiert?

Das Ganze klingt zunächst wieder nach dem typischen Setting eines „Coming of Age“-Romans, jedoch macht Ava Dellaira etwas Eigenes daraus. Laurels Geschichte wird komplett durch die Briefe an die toten Idole erzählt. Es gibt keine weiterführenden Passagen und keine überleitenden Kapitel. Brief für Brief erzählt Laurel wie es zu dem Tod von May kam, wie es ihrer Familie ergeht und wie sie langsam Freunde gewinnt. Dadurch ist die Sicht natürlich sehr einseitig, teilweise jedoch auch sehr spannend, da Laurel das Tempo bestimmt in denen die Informationen fließen. In manchen Briefen erklären sich ganze Zusammenhänge, während manch anderer den Schulalltag beschreibt, andere wiederum nur Laurels Gedankenwelt.

“Liebe Janis Joplin […] Ich wollte mich dafür bedanken, dass du das mit den normal verrückten Menschen gesagt hast. Ich habe nämlich viel darüber nachgedacht und glaube, ich bin auch einer. Jeder von uns ist auf seine ganz eigene Art verrückt, aber sobald ein paar Verrückte zusammen sind, ist es wieder normal, verrückt zu sein.”

Processed with VSCOcam with f2 preset
Besonders sympathisch ist es, dass Ava Dellaira Laurel nicht zu perfekt oder zu tragisch kreiert hat. Laurel ist sicherlich eine der tragischen Hauptfiguren, die nicht mit dem Strom der Gleichaltrigen schwimmen können, weil sie zu viel in Gedanken sind. Ein bisschen erinnert sie an Charlie, aus Vielleicht lieber morgen. Immer zu sehr in Gedanken und Zweifeln versunken, als das Schöne und Gute um sich herum zu erkennen. Vielleicht merkt man da auch, dass Dellaira längere Zeit für Stephen Chbosk arbeitete und er der war, der sie zu Love Letters To The Dead* ermutigte.

Ähnlich steht es um die – natürlich – vorhandene Liebesgeschichte. Sie ist wenig reißerisch und wenig übertrieben, sondern dezent platziert. Natürlich ist sie auch wichtig für Laurels Seelenleben, trotzdem Hat Dellaira dafür gesorgt, dass die Geschichte zwischen Sky und Laurel nicht das Hauptanliegen des Lesers wird.

„Manchmal ist da nur Stille, nachdem man etwas gesagt hat. Oder bloß ein Echo. Wie Schreie aus unserem Inneren. Und dann fühlt man sich wirklich einsam. Aber das passiert nur, wenn man nicht richtig hinhört. Es bedeutet, dass man noch nicht bereit ist, zu hören. Denn jedes Mal, wenn wir etwas sagen, ist da eine Stimme. Eine ganze Welt, die uns antwortet.“

1-1
Damit Ava Dellairas Erstlingswerk sich noch etwas von den reichlich vorhandenen Konkurrenzbüchern abhebt, hat sie auf ihrer Homepage eine Playlist verlinkt. Diese verweist auf eine Spotify-Playlist, in der all die Songs derer zu finden sind, an die Laurel ihre Briefe schreibt. So kann man während des Lesens Amy Whinehouse oder The Doors hören und fühlt sich gleichzeitig ein wenig mit Laurel verbunden.

Am meisten imponiert hat mir jedoch die große Recherchearbeit, die Dellaira geleistet hat. Kurt Cobains oder Jim Morrisons Leben sind so passend für die Geschichte ausgewählt und detailliert beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie hätten eigens für diese Geschichte gelebt. Die Autorin hat auf eine großartige Weise die geschehenen Ereignisse mit den Charakteren ihres Buches verknüpft, so dass Laurel aus jedem tragischen Leben eine eigene Weisheit oder Ratschlag ziehen kann.

Processed with VSCOcam with f2 preset
Damit war das Debüt von Ava Dellaira eine richtig große Überraschung für mich. Ich hatte keine großen Erwartungen an Love Letters To The Deadund bin daher umso überraschter so einen Schatz gefunden zu haben. Also werft die Ramones mit ‚Baby, i love you‘ an und lest das Buch!

– Astrid

Meine liebe Astrid!

Mal wieder ein Buch, das ich schon hundert Mal in der Hand hatte und immer wieder zurück ins Regal gestellt habe. Weil ich aber ja weiß, dass deine Buchtipps immer Gold wert sind, wandert auch dieses Buch auf meine “Muss ich lesen”-Liste. Ich danke dir!

Habt ihr’s schon gelesen?! Wenn ja, was sind eure Gedanken dazu? Und wenn nicht, seid ihr jetzt auch neugierig geworden?

Und übrigens: Kennt ihr Astrids Instagram Feed?! Lohnt sich, finde ich!

Alles Liebe,

Katja

*Affiliate-Link