Gedankenkarussell: Kinder im Internet.

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Die UN Kinderrechtskonvention sieht unter anderem vor, dass jedes Kind das Recht auf Privatsphäre hat. Das ist natürlich sehr vereinfacht ausgedrückt, tut aber meinem Anliegen hier und jetzt keinen Abbruch.

Viel zu oft stoße ich in den Tiefen des WWW auf Bilder von Kindern im Kleinkindalter. Guck mal, wie süß mein Kind schaukelt, wie niedlich es Kuchen isst, Blaubeeren zählt oder welche hübschen Hosen wir gekauft haben! Und guck mal, wie schön mein Kind badet. Auf’s Töpfchen geht. In Windeln über den Boden krabbelt.

Für mich hört irgendwann der Spaß auf, und das sehr genau immer dann, wenn augenscheinlich die Privatsphäre der Kinder missachtet wird. Ich weiß, dass sich die Eltern nichts dabei denken, es ist ja niedlich und das Internet spielt für uns mittlerweile eine derart große Rolle, dass wir gar nicht mehr merken, wie es unseren Alltag bestimmt. Aber das Internet ist eben öffentlich und wenn ich darüber nachdenke, wie ich mich gefühlt hätte, hätten meine Eltern meine Kinderfotos früher jedem Fremden gezeigt, wird mir schlecht. Ich jedenfalls hätte nicht gewollt, dass die ganze Welt mir dabei zusieht, wie ich aufwachse.

Es gibt Blogs, die ich früher gern gelesen habe, weil sie sich mit dem Mutter-sein beschäftigt haben und viele hilfreiche Tipps hatten. Als aber die Fotos von Kindern in ihren alltäglichen – oft auch einfach nicht so schönen – Situationen mehr wurden, wurde mein Interesse an diesen Blogs weniger. Das Ganze gipfelte darin, dass es quasi einen “Live-Ticker” aus dem Krankenhaus gab, als das Kind gestürzt war und in der Notaufnahme behandelt werden musste.

Alles in mir schrie diese Eltern an, sie sollten, statt Instagram mit Bildern aus dem Krankenhaus voll zu müllen, sich um ihr Kind kümmern und einfach mal privat sein! Was bitte suggeriert es einem Kleinkind, wenn Mama und Papa ständig Bilder von der kleinen Hand, in der eine Kanüle für den Tropf steckt, oder vom weinenden Kind auf dem Arm der Mutter machen, um sie online zu stellen? Wie fühlt man sich dann?

Jedes Kind hat das Recht auf Privatsphäre und ich frage mich, warum so viele Eltern dieses Recht mit Füßen treten und ihren Kindern nicht gönnen, in Ruhe aufzuwachsen. Warum muss jede Kleinigkeit über die Kinder verraten werden, warum muss jeder Schritt mit der ganzen Welt geteilt werden?

Aus beruflichen Gründen bin ich mir vielleicht viel bewusster, dass es da Draußen nicht nur liebe Menschen gibt, die sich gemeinsam über das Planschabenteuer in der Badewanne mit den Eltern freuen. Es gibt auch Menschen, die aus ganz anderen Interessen gezielt nach solchen Bildern suchen. Und wisst ihr was? Denen wird es einfacher gemacht, denn je.

Ich möchte einfach nur zum Nachdenken anregen und darauf aufmerksam machen, dass eure Kinder sich nicht dafür entscheiden können, Bilder bei Instagram, Facebook oder auf euren Blogs zu veröffentlichen. Sie werden in vielerlei Hinsicht vor vollendete Tatsachen gestellt. Und an sich finde ich toll, dass so viele Eltern so stolz auf ihre Kinder sind! Es wird nicht mein Weg werden, – wenn wir mal Kinder haben, wird es keine derartigen Bilder im WWW geben. Das allerdings ist unsere ganz private Entscheidung und Jeder hat das Recht, diese Entscheidung für sich selbst zu fällen.

Ich möchte aber darum bitten, vor dem nächsten Schnappschuss, den ihr bei Instagram oder auf euren Blogs verbreitet, einmal darüber nachzudenken, wie ihr euch fühlen würdet, wenn ihr dann in 12 Jahren begreift, was für Bilder von euch im Netz kursieren. Und – BITTE – hört auf damit, eure Kinder unbekleidet zu fotografieren!

Diskussionen sind übrigens ausdrücklich erwünscht:

Wie handhabt ihr es mit euren Kindern? Sind sie Teil eurer Online-Identität oder nicht? Zeigt ihr sie oft? Sind sie vielleicht schon größer und wissen, wo ihre Bilder landen? Ich bin gespannt auf viele unterschiedliche Sichtweisen.

Alles Liebe,

Katja

Sponsored: Eis, Eis, Baby! Veganes Eis am Stiel für alle!

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Hallo, ihr Lieben!

Ich habe nicht mit Absicht veganes Eis gemacht, wirklich nicht. Ich lebe nicht vegan und bin tatsächlich weit davon entfernt, das jemals zu tun. ABER ich liebe Sojajoghurt und als mir nach Eis war, hatte ich nur diesen im Haus. Und warum nicht auch mal andere Wege einschlagen und aus Sojajoghurt Eis zaubern?

Außerdem ist veganes Eis am Stiel auch noch laktosefrei und das gefällt mir natürlich sehr gut. Ich habe gleich 4mal gezaubert und herausgekommen ist leckeres rucki-zucki Eis am Stiel, das nun wirklich Jeder nachzaubern kann!

Für 8 Eispops benötigt ihr:

500 g Sojajoghurt (natur)
200 ml Kokosmilch (cremig)
1 EL Agavensirup

Soviel zum Grundrezept. Nach Belieben fügt ihr noch ein bisschen gemahlene Vanille dazu und verrührt alles kräftig miteinander. Probieren ist auch erlaubt, vielleicht ist es euch noch nicht süß genüg, dann gebt ihr einfach noch ein bisschen Sirup dazu.

Ich habe vier Variationen gezaubert:

Variation 1:
Himbeer Eis am Stiel

1/4 Eismasse
1 TL Himbeerpulver*, nach Belieben auch mehr

Variation 2:
Mango Eis am Stiel

1/4 Eismasse
2 TL Mangopulver*

Variation 3:
Schoko Eis am Stiel

1/4 Eismasse
1 TL Kakao
1 TL Kakaosplitter*

Variation 4:
Avocado Matcha Eis am Stiel

1/4 Eismasse, 1 EL davon beiseite stellen
1/2 Avocado, das Fruchtfleisch püriert
1 TL Matcha Pulver

Die Zubereitung der Eis am Stiel Variationen ist wie so oft sehr einfach: die Grundmasse wird durch die jeweiligen Zutaten ergänzt, alles wird schön verrührt und in die Eis am Stiel Förmchen gefüllt. Das geht schnell und bringt Freude!

Beim Avocado Matcha Eis füllt ihr die Förmchen bitte nicht ganz voll und gebt am Schluss die beiseite gestellte Eismasse oben drauf, das gibt einen netten Effekt.

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Ich finde, Eis, das so schön aussieht und dann auch noch relativ “gesund” ist, muss nachgemacht und aufgefuttert werden, oder?!

Habt ihr in diesem Jahr schonmal Eis selbst gemacht?

Alles Liebe,

Katja

*Das Fruchtpulver, die Kakaosplitter und der Matcha-Tee sind mir von nu3, den Nährstoffexperten, zur Verfügung gestellt worden. Vielen Dank dafür!

PS: Noch mehr Eis zum Selbermachen findet ihr in meinem Buch “Eisparty”. (Affiliate-Link)

DIY: Memoryboard.

Hallo, meine Lieben!

Ihr wisst es schon lange: ich liebe es, Erinnerungen zu sammeln, auf Fotos festzuhalten und letztendlich auch, damit zu basteln. Heute habe ich euch ein kleines feines Memoryboard mitgebracht, das ich ruck-zuck gezaubert habe, um meine Fotos aufhängen zu können. Ist doch schade, wenn sie in der Fotokiste verstaut sind und man sich gar nicht daran erfreuen kann, oder?!

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Für so ein kleines Memoryboard braucht ihr:

Memoryboard
*eine Holzplatte (ich habe den Deckel einer Holzkiste verwendet)

*Clips (meine habe ich bei Hema gekauft)

*Heißkleber oder anderen Kleber

*Pinsel und Farbe

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Die Anleitung an sich ist so einfach und dabei doch genial!

Zunächst müsst ihr die Holzplatte fleissig in der gewünschten Farbe anpinseln und geduldig warten, bis die Farbe getrocknet ist.

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Dann werden die Clips aufgeklebt. Wieder einmal ist Geduld gefragt: der Kleber muss fleissig vor sich hin trocknen, dann könnt ihr das Board mit Tape und Buchstabenaufklebern nach Lust und Laune dekorieren.

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Nun ist euer Memoryboard fertig und ihr könnt eure liebsten Erinnerungen aufhängen.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachbasteln!

Alles Liebe,

Katja