Projekt Heimat: Ostfriesland erwacht.

Hallo, ihr Lieben!

Nun sind doch tatsächlich schon drei Monate ins Land gezogen, seit ich den letzten Heimat-Artikel veröffentlicht habe. Schlimm, das. Und noch viel schlimmer, dass mir das jetzt erst auffällt. Ich war noch gar nicht wieder unterwegs, mich treibt es momentan eher in die Ferne, was Workshop-Planungen und Freundeswochenenden zu verdanken ist. Jetzt werden aber die Tage wieder länger, die Sonne strahlt häufiger und ich spüre schon das Kribbeln, das mir sagt: “Raus mit dir! Entdecke die Heimat!” – ihr könnt also sicher sein, dass demnächst neue Heimaterkundungsberichte hier erscheinen werden.

Für’s Erste habe ich euch aber ein paar Eindrücke der letzten Wochen mitgebracht. Weil doch die Welt jetzt wieder aus dem Winterschlaf erwacht und das ist besonders an der Küste ein tolles Erlebnis!

Ich liebe das erste strahlende Blau des Jahres, die karge Landschaft, die noch immer halb im Winterschlaf ist und die trockenen Zweige, die vom Wind hin und her gepustet werden. Ich liebe auch die stürmische See, den noch nassen Sand und die ersten Vögel, die langsam wieder nach Hause finden. Ich mag es, dass alles noch ein wenig nach Winter riecht, aber man den Frühling in den warmen Sonnenstrahlen schon rufen hört. Ich mag neugierige Ziegen, plätschernde Wellen und den ersten Marienkäfer des Jahres auf den Fingerspitzen aus dem Auto tragen.

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Und außerdem mag ich noch, dass die ersten Tulpen in der Vase blühen, dass Spaziergänge wieder Spaß machen und dass es sich fast so anfühlt, als kämen bald wieder die Sommersprossen auf der Nase zurück. Der Frühling verspricht so vieles, auf das ich mich freue! Ich werde schon beim Gedanken daran, bald wieder ohne Jacke rausgehen zu können, ganz hibbelig!

Was mögt ihr am Frühlingsbeginn?

Alles Liebe,

Katja

Projekt Heimat. Heute: ostfriesischer Sonnenaufgang.

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Hallo, meine Lieben!

Stellt euch vor, es ist Samstag und der Wecker klingelt um 6:30 Uhr. Nicht, weil ihr müsst, sondern weil ihr wollt. Um den Sonnenaufgang zu beobachten nämlich. Und stellt euch vor, der Freund kommt einfach mit.

So war das nämlich am vergangenen Samstag hier bei uns. Auf dem Weg zur Arbeit habe ich so oft den Sonnenaufgang bewundert und nie die Zeit gehabt, anzuhalten, um ihn einzufangen.

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Wie schön, dass es Samstage gibt!

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Und obwohl die Sonne nicht ganz so strahlend vom Himmel schien, wie in den Tagen zuvor, sind doch schöne Bilder entstanden, die ich euch unbedingt zeigen möchte.

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An so einem Samstagmorgen lässt es sich übrigens wirklich besonders schön so früh aufstehen, denn man muss ja nicht zur Arbeit oder einkaufen oder irgendetwas in der Art, sondern einfach nur zum Knipsen rausfahren. Und danach, das habe ich dann auch festgestellt, ist der Tage noch eeeeeewig lang! Wahnsinn! Aber zurück zum Sonnenaufgang. Ihr glaubt ja nicht, wie schön sich der Himmel verfärbt und wie schnell es geht, bis die Sonne dann hoch am Himmel steht.

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Dass wir diesen Punkt unserer “Muss man mal gemacht haben”-Liste endlich einmal abgearbeitet haben, freut sowohl mich, als auch den Freund. Wenn es auch wirklich sehr, sehr früh war, an diesem Samstag.

Und wir stellen kollektiv fest: ostfriesische Sonnenaufgänge sind doch noch immer die schönsten!

Wie ist das bei euch? Habt ihr schon einmal den Sonnenaufgang gejagt und gefunden? Findet ihr es verrückt, Samstags um 6:30 Uhr aufzustehen? Freiwillig? Oder seid ihr gar genauso bekloppt? Wenn dem so ist, dann kommt doch mal nach Ostfriesland, denn solche Sonnenaufgänge findet man nicht überall!

Alles Liebe,

Katja

Projekt Heimat: Klosterstätte Ihlow.

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Moin, meine Lieben!

Wisst ihr, man erkundet die Gegend vor der Haustür eigentlich viel zu selten. Ich weiß, ihr kennt das. Neulich haben der Freund und ich das mal wieder geändert und sind zum Kloster in Ihlow gefahren. Sollte man mal gemacht haben, sagte man uns.

Recht hatten sie, denn das sollte man wirklich mal gemacht haben!

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Auf dem Weg zu der Klosterstätte kommt man nämlich durch den Ihlower Wald, ein feiner kleiner Wald, wie es ihn oft hier in Ostfriesland gibt.

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Ein Wald, in dem man zwischen dem verfärbten Laub hindurch die letzten Pilze des Jahres entdecken und ich auf die Knie werfen kann, um sie zu knipsen.

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Ein herbstlicher Zauberwald, wenn ihr so wollt, – gerade jetzt.

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Wer den Blick gen Himmel richtet, dem fällt eine bunte Installation ins Auge und im ersten Moment fragt man sich vielleicht, wer denn hier Wäsche aufgehängt hat. Die bunten Bänder sind aber alles andere, als aufgehängte Wäsche, denn Monika Kühling als Künsterlin und Schöpferin dieser Installation (“Geschichte und Küren”) will mit Hilfe von Bannern, Fahnen und Spruchbändern in den Farben der ostfriesischen Flagge das Grundgesetz der Friesischen Freiheit darstellen.

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Die “Siebzehn Gemeinfriesischen Küren” kann man also nachlesen und ich darüber wundern, wie sie nun auf diese wirklich tolle Idee gekommen ist. Aber das ist das Gute an der Kunst: Man kann sich einfach treiben lassen und der Vorstellung sind keine Grenzen gesetzt.

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Wer sich nun aber vorgestellt hat, das Zisterzienserkloster von Ihlow sei ein beeindruckender Backsteinbau, den muss ich nun enttäuschen. Unter dem Titel “Imagination” ist das Kloster, das 1228 gegründet wurde und um 1529 komplett aufgelöst worden ist, nachempfunden. Ein beeindruckender Bau aus Stahl und Holz, umrahmt von Efeu-Gängen und Säulen aus Stein zeigt jedoch, wie das Kloster einmal ausgesehen haben könnte.

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Wer mag, kann übrigens auch den sehr hohen (wirklich, SEHR HOHEN!) Treppenturm erklimmen und von ganz oben auf die Gegend schauen. Als wir da waren, war es eher bewölkt, aber beim nächsten Mal sind wir mutig, ganz bestimmt!

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Zum Kloster gehört auch der Klostergarten, in dem zzt. aufgrund des fortgeschrittenen herbstlichen Klimas eher Reste zu finden sind. Aber im Frühjahr und Sommer kann man hier Artischocken, Eisenhut und andere heimische (Heil-)Pflanzen bestaunen. Ich mag sowas ja!

Unter dem Kloster findet ihr übrigens ein kleines Museum mit Andachtsraum. Hier könnt ihr euch auf Spurensuche begeben und nebenbei sehr viel wissenswertes über die Kloster- und Mönchskultur in Ostfriesland erfahren. Ich kann mir ja solche Dinge immer nicht merken, aber es war trotzdem sehr, sehr interessant. Mir gefällt insbesondere, dass kein Eintritt in das “Museum” gezahlt werden muss. Und das Energiekonzept (Energie sparen durch LEDs und Dynamos an den Exponaten) gefällt mir ebenfalls sehr gut!

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Wir haben es leider nicht mehr geschafft, eine Tasse Tee im Klostercafé zu trinken, das holen wir aber nach! Für den Klosterladen hat die Zeit aber noch gereicht und ich habe selbstgemachte Dekoobjekte und hübsche Kärtchen bestaunt. Ein süßer Laden, wirklich!