Projekt Heimat. Heute: Borkum, my love!

ACHTUNG! ACHTUNG! Dieser Artikel kann akutes Nordsee-Fieber auslösen. Für etwaige entstehende Reisekosten ist die Verfasserin nicht verantwortlich!

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Moin, meine Lieben!

Was habe ich mir alles anhören müssen, bevor es vergangene Woche (ist es wirklich schon soooo lange her?) nach Borkum ging!

“Wo fährst du hin? Borkum? Da isses nich’ schön!”

“Wat willste denn in Borkum? Da isses hässlich!”

….und so ähnlich schlugen mir die Unkenrufe bereits Tage vorher entgegen. Durch die Bank weg habe ich gehört, wie industriell alles ist, wie unfreundlich die Menschen sind und wie viele Rentner mir denn wohl begegnen werden.

Und jetzt sitze ich hier und denke, dass ich dagegen halten kann. Borkum mag vieles sein, aber die Insel ist mit Sicherheit nicht hässlich. Ich habe euch bereits mitgenommen auf die Suche nach dem Strand und nach dem Leuchtturm und möchte euch Heute ein bisschen von der Insel zeigen.

Aber eines vorweg: Ja, es stimmt. Borkum ist industriell und es gibt einige Ecken, die wirklich nicht charmant sind. Borkum ist eine große Insel und es fahren Autos, das macht sie schon etwas weniger schnuckelig, als manch andere ostfriesische Insel. Mir sind aber keine unfreundlichen Menschen begegnet, ganz im Gegenteil: Wir wurden durchweg mit einem Lächeln begrüßt und haben so manches nette Gespräch geführt. Unter anderem auch mit Rentnern, die tatsächlich auf der Insel zu finden sind. Allerdings ist mir nicht ganz klar, warum Rentner, die zum Beispiel uns gegenüber sehr freundlich und hilfreich waren, als Negativbeispiel benutzt werden.

Soll heißen: Borkum hat mir gefallen. Sogar mehr als das, – ich habe mein Herz an die endlosen Strände verloren, an die Milchbuden und ganz besonders an die Jugendherberge und den tollsten Wattführer der Welt! Aber dazu erzähle ich euch demnächst mehr.

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Borkum ist also eine große Insel, umgeben vom breitesten Sandstrand, den ich je gesehen habe. Und ihr wisst, ich habe schon viele Nordseestrände gesehen!

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Leider können Bilder ja nicht die tatsächliche Weite einfangen, aber ich habe mein Bestes versucht, euch einen Einblick in den schönen Strand zu geben.

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Der für mich schönste Strand ist tatsächlich der Oststrand und alles drum herum. In der Nähe des Flugplatzes gelegen, wartet auf den Besucher nicht nur das Dünenbudje, sondern auch ein herrlich unberührtes Fleckchen Erde, das muss ich schon sagen! Mit dem weichesten Sand, den ich kenne und einem unfassbar großen Strand!

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Und mit Reitern, die dem Sonnenuntergang entgegen reiten. Wie im Film, ihr Lieben! Wie im Film!
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Und – ganz neu! – auch mit Bloggern, die ihre Füße ins Meer stecken und den Sonnenuntergang genießen.

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Was ich übrigens auch noch äußerst charmant fand, waren die Krebschen, die hier und da herumliefen oder -lagen. 

Ganz anders sieht es am Südstrand aus, der zwar einen ähnlich breiten Sandstrand bietet, aber insgesamt etwas belebter ist.

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Hier findet sich übrigens auch der Leuchtturm, den ich (ja, ICH!) gefunden habe.

Der wohl bekannteste Strandabschnitt Borkums ist der Nordstrand. Ihr habt vielleicht auf Borkum-Bildern bereits den Pavillon gesehen – ein rundes Kuppelgebäude, in dem Konzerte u.ä. stattfinden, um (nicht nur) im Sommer die Gäste zu unterhalten.

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Hier steppt der Bär, um es einfach mal ganz plump auszudrücken. Direkt am Ortskern schließt sich die Promenade an und logischer Weise zieht es hier so ziemlich Jeden hin.

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Selbst, wenn der Strand insgesamt überlaufener ist, als die anderen, abgelegeneren Strände, hat er mir doch sehr gefallen. Die bunten Strandkörbe und -zelte runden das ostfriesisch-frische Bild ab, die tosende Nordsee gibt die richtige Portion Freiheit dazu. Und die perfekte Mischung aus Dünen und Badestrand sorgt dafür, dass einem nicht langweilig wird!

An unserem letzten Borkum-Tag durften Sandra und ich die Insel übrigens einmal von der stürmischen Seite kennenlernen!

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Es sieht einfach irre aus, wenn der feine Sand über den feuchten Sand hinweg fegt!

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Und wenn Möwen einfach ruhig sitzen bleiben, obwohl ich knipsend vor ihnen stehe.

Noch viel irrer ist, wenn man am Ende des Tages nach Hause kommt und so viel Borkum-Sand in den Schuhen findet, dass man doch glatt eine kleine Sandkiste befüllen könnte (es geht auch der Wohnzimmerfußboden….) – vielleicht auch zwei!

Kinners, ich sage euch, ich werde wiederkommen, denn Borkum hat ein kleines Herzensstück von mir da behalten und ich habe das Gefühl, meine Borkum-Geschichte ist noch nicht zu Ende geschrieben. Es gibt noch sooooo viel zu entdecken!

Zum Beispiel habe ich nachgelesen: Es gibt sogar einen Jugendstrand für die Kids und Teenager, die die Insel zum Beispiel im Rahmen einer Klassenfahrt mit Übernachtung in der Jugendherberge Borkum (die haben sogar einen eigenen Blog!) besuchen! Hier können sie die Musik voll aufdrehen, rumblödeln oder einfach ein bisschen feiern und Niemand stört sich daran, weil es zum Beispiel zu laut ist. Ist das nicht toll?

Wart ihr schonmal auf Borkum? Habt ihr die Strände genossen, eine Krabbensuppe gegessen oder Sanddornschorle getrunken?

Lasst es mich wissen, ich muss eigentlich schon für meinen nächsten Borkum-Besuch planen!

Alles Liebe,

Katja

Projekt Heimat. Heute: Unser Bergabenteuer #4.

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Hallo, meine Lieben!

Die Nordsee lässt noch immer auf sich warten, aber nicht mehr lange, versprochen… Heute nehme ich euch noch mit auf einen Trip zum Hexentanzplatz im Harz.

Der Hexentanzplatz, so hatte ich gelesen, ist einer DER Plätze im Harz, die man sich ansehen sollte. Und was habe ich mir darunter nicht alles vorgestellt! Kleine mittelalterliche Häuschen, Holzhütten wie die von der Hexe Babajaga… All das, was dort nun wirklich nicht zu finden ist, hatte ich mir ausgemalt.

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Der Hexentanzplatz ist ein ziemlich unspektakuläres Plätzchen mit Hexenfiguren, die auf Steinen stehen, in ziemlich spektakulärer Höhe.

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In Anbetracht dieser schwindelerregenden Höhe habe ich mich zumindest nicht nur einmal sehr gefürchtet.

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Die witzigen Hexentanzplatzfiguren hingegen waren weniger furchteinflößend. Ganz im Gegenteil:

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Sie waren eher sehr… nun ja, obszön!

Spaß beiseite, der Anblick der Figuren hat mich nicht zum Erröten gebracht und auch nicht dafür gesorgt, dass ich schreiend weggelaufen bin.

Um den Hexentanzplatz herum gibt es übrigens eine Sommerrodelbahn, deren Benutzung sicher nicht nur Kinderherzen höher schlagen lässt. Ansonsten findet man ein paar Cafés und Restaurants und ganz viele Büdchen. Ihr kennt Büdchen vom Jahrmarkt, und genau die meine ich. So kleine Holzhütten mit Gedöns. Allen voran natürlich Hexenpüppchen, Hexenschlüsselanhänger und Hexenkugelschreiber. Auf der Suche nach dem perfekten Souvenir bin ich jedoch nicht fündig geworden und so wurde es am Ende wieder eine der Prägemünzen, von denen ich euch schon erzählt habe. Aber hey, ich habe sie am höchsten Prägemünzenautomat des Hexentanzplatzes gekauft!

Im Übrigen gibt es ein paar Meter weiter noch den Waldtierpark, in dem auch Wölfe ein großes Gehege habe. Wenn ich in Tierparks bin (was nicht sehr oft vorkommt), habe ich immer ein komisches Gefühl, denn mir tun die Tiere leid. Andersrum kriegen die Tiere nichts zu Fressen, wenn keine Besucher kommen. Aber ich weiß, ich war seit Langem das erste Mal wieder in einem Tierpark und mit Sicherheit auch für ganz lange Zeit das allerletzte Mal.

Wart ihr schonmal auf dem Hexentanzplatz?

Alles Liebe,

Katja

Projekt Heimat. Heute: Unser Bergabenteuer #3

Hallo, meine Lieben!

Vermisst ihr das Meer schon? Ich weiß, ich weiß. Eigentlich kommt ihr hauptsächlich für Bilder und Geschichten aus meiner ostfriesischen (Wahl-)Heimat, aber auch Heute möchte ich mit euch noch einmal ein paar Eindrücke aus unserem Harz-Urlaub teilen.

Nachdem ich euch bereits mit auf den Brocken und zum Oderteich mitgenommen habe, entführe ich euch jetzt zur Teufelsmauer.

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Ganz schön imposant, dieses Naturschauspiel, wenn ihr mich fragt. In unserem Reiseführer hieß es, die Teufelsmauer sollte man unbedingt besuchen. Gelesen, getan.

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Guckste, wie groß die Steine sind? Wahnsinn!

Jedenfalls sind wir an der Teufelsmauer entlang gekrackselt und der Freund hat das ein oder andere Mal einen Herzinfarkt bekommen, als ich auf den Steinen herumturnte.

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Die Teufelsmauer erstreckt sich übrigens auf ca. 20 km zwischen Quedlinburg und Blankenburg und wir sind in Thale “dazu gestoßen”. Den offiziellen Teil” der Teufelsmauer kann man gut erklettern, dort führt ein Weg für Fußgänger direkt an den Felsen vorbei, alles quasi zum Greifen nahe.

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Wie meistens im Leben, wird es auch hier erst abseits der bekannten Wege so richtig spannend. Gegenüber nämlich, auf der anderen Seite, finden sich noch weitere, vielleicht weniger beeindruckende, aber mindestens genauso abenteuerliche Felsen, die erklommen werden wollen.

Aber Vorsicht: Was wie ein kurzer Aufstiegsweg scheint, ist in Wirklichkeit eine miese Falle! Der Freund und ich stiefelten mutig den ach-so-kurz wirkenden Weg entlang, im festen Glauben, dass er uns zu den anderen Felsen führen würde. Und wir liefen und liefen, sahen einen echten Fuchs, der uns freundlich ansah, und kamen einfach nicht an. Wir stapfen ja nicht ohne Weiteres durch hohes, unberührtes Gras, und so haben wir tapfer weiter nach dem Weg gesucht. Es gab aber keinen. Und doch stand oben auf dem Hügel eine Picknickbank, was widerum in mir den leisen Verdacht weckte, es müsse einen Weg geben. Einen offiziellen. Wo eine Bank ist, ist doch auch ein Weg, oder?

Lange Rede, kurzer Sinn: es gab keinen Weg. So schlichen wir dann doch durch das “nicht betreten”-Gras. Hach.

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Solltet ihr mal im Harz unterwegs sein, hüpft doch eben bei der Teufelsmauer vorbei, – ob nun in Thale oder woanders: Es lohnt sich!

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Ich wünsche euch einen ereignisreichen Donnerstag und hoffe, ihr genießt die tolle Zeit!

Alles Liebe,

Katja