Mittwochsrezept: es gibt Zimt Hörnchen!

Hallo, ihr Lieben!

Könnt ihr euch noch an das ultimative Hefeteiganfängerrezept von letzter Woche erinnern?! Habt ihr schon fleissig dem Teig beim Wachsen zugesehen und euch gefragt, was ihr damit so zaubern könnt? Ist es euch gelungen oder hapert es noch hier und da? Ich kann nur sagen: Übung macht den Meister! Seid geduldig mit euch und mit dem Teig, dann klappt es ganz bald ganz bestimmt.

Damit ihr noch mehr üben könnt, habe ich euch heute ein leckeres Rezept mitgebracht:

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Zimt Hörnchen für alle!

Für ca. 12 Hörnchen benötigt ihr:

- Hefeteig nach Grundrezept
– 100 g Margarine
– 3-4 EL Zucker
– 2 TL Zimt (oder mehr, nach Geschmack!)

Wenn der vorbereiteten Hefeteig lange genug geruht und das Volumen sich verdoppelt hat, müsst ihr ihn zu einem Rechteck ausrollen, etwa 60 – 80 cm lang und 1 bis 2 cm dick.

Die Margarine mischt ihr mit dem Zucker und dem Zimt und streicht die Masse dann auf das Teigrechteck.

Nun schneidet ihr von der einen langen Seite schräg zu der anderen langen Seite, sodass ein Dreieck entsteht. Das wiederholt ihr, bis ihr am Ende es Teigrechtecks angekommen seid. Dann rollt ihr die einzelnen Dreiecke von der breiten Seite zur Spitze hin auf und legt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. “Biegt” sie etwas in Form, sodass die typische Hörnchenoptik entsteht. Zwischen den einzelnen Hörnchen sollte genügend Platz gelassen werden, sie gehen beim Backen noch weiter auf. Pro Backblech finden ungefähr 6 Hörnchen Platz.

Im Backofen bei 175°C (Umluft) ca. 20 Minuten backen. Die Backzeit kann je nach Backofen variieren, deswegen solltet ihr ein Auge auf eure Hörnchen werfen! Sie sollten leicht gebräunt sein und innen nicht zu weich.

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Wer mag, bestäubt die Hörnchen im heißen Zustand mit Puderzucker. Lecker, sag ich euch! Sehr, sehr lecker! (Und natürlich: Hüftgold-Alarm!)

Viel Spaß beim Nachbacken und beim Genießen!

Alles Liebe,

Katja

Mittwochsrezept: Hefeteig für Anfänger Grundrezept (Schritt für Schritt erklärt)

Hallo, meine Lieben!

Ihr wisst es alle: ich liebe Hefeteig! An meinen zahlreichen Heferezepten könnt ihr es erkennen, aber auch daran, dass immer – wirklich IMMER – ein Würfel Hefe im Kühlschrank darauf wartet, verarbeitet zu werden. Backen an sich ist ja schon immer eine feine Angelegenheit, aber das Backen mit Hefe hat noch einmal etwas ganz Besonderes, finde ich.

Nun gibt es aber Viele da Draußen, die sich regelrecht vor Hefe fürchten. Nicht, weil Hefe irgendwie komisch ist – es sind ja schließlich Bakterien am Werk – sondern, weil Hefeteig doch etwas königliches an sich hat und die Angst groß ist, dass er nicht gelingt. Mir ist das bisher so gut wie noch nie passiert, deswegen möchte ich euch heute zeigen, wie ich so einen Hefeteig herstelle.

Das ultimative Hefeteig für Anfänger Grundrezept - nur für euch!

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(reicht für ungefähr 4 Personen oder einen Blechkuchen oder oder oder)

Ihr benötigt:

500 g Mehl (ich mag helles Dinkelmehl sehr gern, ihr könnt aber auch normales Weizenmehl verwenden)
1 Würfel Hefe
2 Eier
1 Eigelb
220 ml Milch
65 g Margarine
3 EL Zucker
1 ‘große’ Prise Salz (also einfach etwas mehr, als eine Prise)

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Das Mehl müsst ihr in eine Schüssel geben, Zucker und Salz hinzufügen. Dann drückt ihr mit einem Esslöffel eine Mulde in den Mehlberg und bröselt die Hefe hinein.

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Die Milch wird in der Mikrowelle kurz erwärmt (30 Sekunden reichen, mit dem Finger testen, ob wirklich die gesamte Milch lauwarm ist – wer keine Mikrowelle hat, erhitzt die Milch kurz auf dem Herd, nicht kochen!) und zu den trockenen Zutaten geschüttet. Dann die Eier, das Eigelb und die Margarine hinzugeben.

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Jetzt kommt das Spannendste: der Teig muss geknetet werden. Das könnt ihr entweder mit dem Knethaken am Handmixer tun (niedrige Stufe) oder per Hand. Ich selbst habe seit Kurzem eine tolle Küchenmaschine, die das Kneten für mich übernimmt. Allerdings habe ich vorher auch einfach selbst den Teig mit der Hand geknetet. Ihr müsst etwas geduldig sein, das Kneten sollte nach ca. 10 Minuten erfolgreich abgeschlossen werden können. Der Teig sollte geschmeidig sein und nicht kleben. Wenn er zu nass ist, knetet einfach etwas Mehl unter. Ist er zu trocken, schüttet ihr noch etwas Milch hinzu.

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Was jetzt folgt, ist das Entspannende am Hefeteigzaubern. Denn so ein Hefeteig ist wie ein lieber Hausbewohner: eigentlich muss man sich gar nicht groß um ihn kümmern und kann ihn einfach in Ruhe lassen, dann ist er glücklich! Also müsst ihr ihn jetzt einfach mit einem Tuch bedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis er ungefähr das Doppelte an Volumen erreicht hat. Das dauert zwischen 30 Minuten und 1 Stunde, ich lasse ihn immer ca. 45 Minuten gehen und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden!

Ihr könnt den Teig übrigens ganz klassisch auf die Heizung stellen, oder auf das Fensterbrett über der Heizung. Oder ihr heizt den Backofen für 5 Minuten auf 50°C vor, stellt dann die Beheizung wieder ab und schiebt den Hefeteig nach weiteren 5 Minuten in das warme Ofenrohr. Ich finde das immer schwierig, weil ich nicht weiß, ob der Teig dann schon backen will.

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Guckt euch das an, sieht er nicht schön aus, der Teig?! Vor dem Verarbeiten wird unser Freund, der Hefeteig, noch einmal sorgfältig und mit viel Liebe durchgeknetet. Nicht zu fest, damit er nicht völlig in sich zusammenschmirgelt.

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Und jetzt könnt ihr daraus zaubern, was euch gerade in den Sinn kommt! Leckere Hörnchen, einen Blechkuchen, Hefezöpfe, Osterhäschen,… eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Was ich aus dem tollen Hefeteig gezaubert habe und wie, erkläre ich euch nächste Woche.
Ich bin gespannt auf eure leckeren Hefezaubereien und hoffe, das ein oder andere Ergebnis sehen zu können!

Alles Liebe,

Katja

Mittwochsrezept: es gibt Franzbrötchen!

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Hallo, ihr Lieben!

Neulich bin ich aufgewacht und hatte nur einen Gedanken: “Ich will Franzbrötchen!”
Nun ist es nicht so, dass mir das ständig passiert, denn ich bin bisher vielleicht drei oder viermal in den Genuss von Franzbrötchen gekommen. Und es war zwar natürlich Liebe auf den ersten Blick, schließlich enthalten Franzbrötchen eine ganze Menge Zimt, bisher kam ich aber auch ohne Franzbrötchen durch den Tag und habe nichts vermisst.

Und dann sowas.

Jedenfalls lautet meine Devise ja grundsätzlich: “Wenn du etwas nicht haben kannst, mach’s selbst!”, was wiederum dazu führte, dass ich das Internet nach guten Rezepten für selbstgemachte Franzbrötchen durchstöberte. Wie ich es immer so tue, habe ich auch diesmal aus vielen unterschiedlichen Rezeptvorschlägen mein eigenes Franzbrötchenrezept kreiert und bin hin und weg! (Heute habe ich das letzte Franzbrötchen verspeist und könnte schon wieder loslegen…)

Die Zutaten hatte ich übrigens alle im Haus, – solche Kreationen liebe ich ja ohnehin am meisten!

Für etwa 12 Franzbrötchen benötigt ihr:

500 g Mehl (ich habe 250 g Weizen- und 250 g Dinkelmehl verwendet, schmeckt etwas “herzhafter”)
1 Würfel Hefe
60 g Zucker
250 ml lauwarme Milch
1 Prise Salz
70 g weiche Butter oder Margarine
1 Msp. gemahlene Vanille

100 g gekühlte Butter oder Margarine und
100 g Zucker, vermischt mit 2 TL Zimt
für die Füllung

Die Zubereitung ist etwas zeitaufwendig, aber nicht extrem:

Zunächst einmal müsst ihr das Mehl in eine Schüssel sieben. In die Mitte drückt ihr eine Mulde und bröckelt die Hefe hinein. Dann streut ihr ein bisschen Zucker darüber, damit die Hefe gleich besser arbeiten kann. Die lauwarme Milch schüttet ihr zur der Hefe in die Mulde. Nun rührt ihr mit einem Löffel Hefe und Milch zusammen, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Butter oder Margarine, restlichen Zucker, Salz und Vanille auf dem Mehlrand verteilen und alles nach innen hin mit einander verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Zugedeckt an einem warmen Ort ungefähr 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat.

Dann müsst ihr den Teig noch einmal kräftig durchkneten, um ihn im Anschluss auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 30 x 25 cm Größe auszurollen. Die gekühlte Butter oder Margarine wird in dünnen Scheiben auf der Hälfte des Teiges verteilt, die andere Hälfte wird darüber geschlagen. Wieder zu einem Rechteck, dieses Mal 30 x 50 cm ausrollen.

1/3 der Teigplatte zur Mitte hin einschlagen und das letzte Drittel darüber klappen, sodass die drei Teigschichten übereinander liegen. Für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Nun den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 80 x 40 cm groß ausrollen. Mit etwas Wasser bepinseln und das Zucker und Zimt Gemisch darüber streuen. Den Teig von der langen Seite her gleichmäßig aufrollen.

Ca. 4 cm breite Stücke abschneiden, daraus sollen die hübschen Brötchen entstehen. Und jetzt kommt der Schritt, den ich ganz lange nicht verstanden habe – erst der Freund hat mir begreiflich gemacht, wie das mit der Franzbrötchentypischen Form funktioniert:

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Ihr müsst also mit dem Stiel eines Kochlöffels parallel zu den Schnittflächen der einzelnen Röllchen in die Mitte hinein drücken. Dann klappen sich quasi automatisch die einzelnen Schichten nach oben und ein Franzbrötchenmuster entsteht.

Die Teigstücke mit etwa 5 cm Abstand zueinander auf ein gefettetes Backblech legen und für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Der Teig reicht, um zwei Backbleche mit Franzbrötchen zu beladen – die Teigstücke, die an zweiter Stelle gebacken werden, stellt ihr bitte nicht warm, sondern lagert sie kühl. Ich habe mein zweites Backblech einfach nicht auf die Heizung gestellt, sondern ganz normal in der Küche stehen lassen, das hat gut geklappt. Es soll einfach verhindert werden, dass die Brötchen zu riesig werden.

Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen und die Brötchen auf der mittleren Einschubleiste 20 – 25 Minuten lang fertig backen. Am besten lauwarm genießen, dann schmecken sie am allerallerallerbesten!

Ich habe die restlichen Franzbrötchen im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Verzehr kurz in der Mikrowelle erwärmt. LeckerLeckerLecker!

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Alles Liebe und viel Spaß beim Nachbacken,

Katja