Bloggen mit Herz: von der Leere im Kopf. Inklusive Lösungsansatz.

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Hallo, meine Lieben!

Dieser “Bloggen mit Herz” Post hat nur bedingt etwas mit dem Bloggen an sich zu tun, – er ist vielmehr ein kleiner Anti-Leere-im-Kopf-Leitfaden mit ein paar Anregungen gegen das Kreativitätsloch, das uns alle manchmal überrascht.

Ihr kennt das vielleicht: ihr habt etwas tolles (für den Blog, für die Arbeit…) im Sinn, schafft es aber nicht, euer Vorhaben in die Tat umzusetzen oder wisst überhaupt noch nicht, wo die sprichwörtliche Reise hingehen soll.

Mir geht es auch von Zeit zu Zeit so und dann tue ich manchmal das hier:

1. Dreht die Musik auf!

Ganz ehrlich: Gegen jegliche Gedankenblockade hilft immer Musik. Zumindest geht es mir so. Ich habe eine “Hilft immer!” – Playlist erstellt mit vielen Liedern, die mir etwas bedeuten, die mich glücklich machen und die ich im Schlaf mitsingen kann. Das sorgt dafür, dass ich a) gute Laune kriege und b) meine Gedanken woanders hin schweifen, aber c) nicht zu stark damit beschäftigt sind, den Liedtext mitzubekommen. Versteht ihr, wie ich das meine? Wenn ich nämlich mit halbem Ohr auf den Text hören müsste, wäre das Schreiberlein in mir viel zu sehr abgelenkt. Deswegen ist es wichtig, dass ihr herausfindet, welche Art von Musik ihr im Falle eines Falles bereithalten müsst, damit es euch hilft. Vielleicht probiert ihr für den Anfang etwas instrumentales aus?


2. Raus mit euch!

Der beste Ratschlag der Welt! Zieht euch an und bewegt euch nach Draußen. Genießt die Sonne, pflanzt die Balkonblumen um, lauft eine Runde um den Block. Tut einfach etwas, das nichts mit eurem eigentlichen “Problem” zu tun hat. Und manchmal findet ihr von ganz allein zu eurer inneren Stimme zurück und könnt


3. Stöbert doch mal!

Manchmal kommt die Inspiration schon um die Ecke geschlendert, wenn man stöbert. In Zeitschriften, auf anderen Blogs, in Katalogen… Stöbern lohnt sich immer, finde ich.


4. Schaut in eure Statistiken!

Wenn die totale Ahnungslosigkeit angerollt kommt, hilft es mir manchmal, einen Blick in meine Blogstatistik zu werfen. Dort kann ich sehen, wer warum auf meinem Blog gelandet ist. Wonach ist gesucht worden? Lässt sich das vielleicht irgendwie verwerten?


5. Alte Fotos auf der Platte? Haut raus!

Auf meiner Festplatte schlummern unendlich viele Bilder, die ich noch nie verbloggt habt und die in der Regel irgendwann gelöscht werden. Bestenfalls landen sie im Fotoalbum. Manchmal aber hilft es mir, in diesen Bildern herumzustöbern, mich zu erinnern und das eine oder andere Bild als Inspirationsquelle zu nutzen. Vielleicht hilft euch das ja auch?!

6. Wenn nichts mehr geht, geht immer noch Meer.

Oder Berge. Oder der Park. Oder das Lieblingscafé. Soll heißen: Wenn die Blockade übergroß wird, verziehe ich mich gern an meinen Lieblingsort. Nun ist mein Lieblingsort dort, wo Meer und Wind zu finden sind und das ist natürlich sehr praktisch, weil es direkt umme Ecke liegt, – ich habe also die Möglichkeit, “mal eben” dort hin zu gelangen.

7. Ein Ideenbuch muss her!

Es ist euch ja nicht so ganz unbekannt: ich liebe Notizbücher. Ich befülle sie viel zu selten, aber ich habe auf jeden Fall ein Blog-Ideenbuch, das immer mit kreativen Einfällen vollgekritzelt wird. Wer noch kein Ideenbuch hat, sollte unbedingt JETZT in den Schreibwarenladen stürmen, sich das schönste Notizbuch aussuchen und es zum Ideenbuch erklären! Es ist außerdem total schön, ein Buch mit sich herum zu tragen, finde ich.

Dies sind nur ein paar kleine Tipps von mir für euch und vielleicht hat ja der Ein oder Andere noch weitere Ratschläge auf Lager! Also: was tut ihr, um eure Kreativität in die richtige Richtung zu schubsen?

Alles Liebe,

Katja

Bloggen mit Herz: Blog-Detox – eine Zwischenbilanz.

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Hallo, ihr Lieben!

Eigentlich bin ich mir sicher: die meisten von euch haben es gar nicht gemerkt. Für mich selbst ist es jedoch immer noch eine große Herausforderung, eine kleine große Erkenntnis und irgendwie ein neues Lebensgefühl:

Seit einigen Monaten mache ich ein kleines Blog/Internet/Social Media-Detox.

Im Dezember des vergangenen Jahres habe ich nämlich festgestellt: ich komme gar nicht mehr hinterher. Neben dem Bloggen muss ich ja auch noch arbeiten und ein Privatleben hat man ja irgendwie auch. Ich will gar nicht sagen, dass ein “Blogger-Burnout” drohte, aber mit einem Jobwechsel im Herbst 2014 kamen neue Aufgaben auf mich zu, und ich musste erst wieder von vorn lernen, mich in einem neuen Bereich zurecht zu finden. Ich bereue diese Entscheidung nicht, die Arbeit macht mir Spaß, fordert mich aber auch heraus. Ich musste viel Zeit investieren, die mir in anderen Bereichen dann fehlte.

Freunde kamen zu kurz und ich ertappte mich doch oft bis spät am Abend vor dem Laptop.

Die Entscheidung, mich ein wenig zurück zu nehmen und meinen eigenen (oft) hohen Ansprüchen nicht mehr gerecht zu werden, fiel mir überhaupt nicht leicht. Wie oft habe ich in den ersten Tagen gedacht “Oh Mist, was sollen deine Leser denn bloß denken?!” – heute habe ich diese Sorgen nicht mehr. Ich schreibe meine Blogposts so, wie sie passen – vorallem, wie sie in mein Leben passen. Einen Ratschlag, den ich hier schon das ein oder andere Mal kundgetan, an den ich mich am Ende aber selbst nicht mehr gehalten habe. Ich schaffe es immer noch, mehrmals pro Woche einen Artikel zu veröffentlichen und habe eigentlich auch meine Kategorien weiterhin im Blick. Und wenn einmal eine Woche nichts zu einer bestimmten Kategorie kommt, – na, dann halt in der nächsten!

Und was soll ich sagen?

Das tut mir gut. Durchatmen, abends den Laptop auslassen, einfach mit dem Freund und unseren liebsten Freunden Zeit verbringen. Kein schlechtes Gewissen haben.

Zurück zu mir, sozusagen.

Ich habe nicht nur im Bereich “Bloggen” etwas verändert, – ich habe die Twitter App von meinem iPhone gelöscht, weil ich feststellen musste, dass Twitter mir unwahrscheinlich viel Zeit raubt. Ich habe alle Benachrichtigungen ausgeschaltet. Ich nutze weiterhin regelmäßig Instagram, aber ich versuche, meine eigene “ich schau mir die Fotos von anderen an”-Zeit auf ein paar Minuten am Tag zu begrenzen. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

Mein Feedreader ist neulich  mal total ausgefallen und danach waren alle meine abonnierten Blogs weg. Das war erzwungenermaßen allerdings die beste Detox-Grundlage! Jetzt habe ich eine überschaubare Zahl an wirklich lesenswerten Blogs abonniert und lese ca. einmal pro Woche alle tollen Artikel durch.

Insgesamt kann man sich in dem Wust aus tollen Blogs, anspruchsvollen Blogs, liebevollen und strebsamen Blogs wirklich selbst verlieren und ich hatte vor 3 Monaten das Gefühl, auf dem Weg dort hin zu sein. Mittlerweile finde ich mehr zu mir selbst zurück und entdecke im Privatleben tolle neue Zeitfenster, die dafür sorgen, dass ich mehr lache, mehr großartige Gespräche fühle, mehr unternehmen kann und einfach… lebe.

Schön, so ein Blog-Detox!

Wie ist das bei euch? Ist euch aufgefallen, dass hier weniger los ist?! Seid ihr selbst vielleicht gerade dabei, einen Gang herunter zu schalten und einfach nur das Leben 1.0 zu genießen? Habt ihr vielleicht einen Tipp, wie das Bloggen und das Privatleben im Einklang nebeneinander funktionieren?!

Ich bin gespannt und sende euch

Alles Liebe,

Katja

Bloggen mit Herz: ein paar Gedanken zum Social Media Overflow und darüber, wann man mal einen Gang zurückschalten sollte.

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Hey, schön, dass du da bist. Setz dich doch erstmal, es ist ja so stressig da Draußen! Willst du einen Tee? Aus der Designertasse? Drapieren wir doch einfach den Designerlöffel daneben, vielleicht noch ein kleines Stück der teuren Schokolade, die ich neulich geschickt bekommen habe. Ach, es geht dir nicht so gut momentan? Warte kurz, das Licht stimmt hier irgendwie nicht… lass uns mal da hinten an den Tisch gehen.

Achso, mit der Arbeit läuft’s nicht und dein Freund geht eventuell fremd?

Du, ich steig mal kurz auf den Stuhl hier, ich will eben noch schnell ein Foto von dem Tee in der Designertasse, dem Designerlöffel und der Schokolade posten. Kannst du die Schokolade mal anbeißen? Für’s Foto, weisste? Es soll doch sichtbar sein, dass wir hier ein Mädelsdate haben und uns entspannen.

Und überhaupt, erzähl doch mal!

Ah, irgendwie passt das mit dem Foto noch nicht, ich mach das nochmal. Kannst du den Löffel mal weiter nach links schieben? Gut, so müsste das passen. Super! Aaaaah, welchen Filter nehme ich jetzt nur?! “Rise” passt gut, findest du nicht auch?!

Nun trink doch deinen Tee, der wird doch kalt!

So. Noch schnell den Hashtag #entspannung unter das Foto und ab geht die Post. Obwohl, nee… lass doch auch noch #ricedk oder #housedoctor darunter schreiben, wegen der Tasse und wegen des Löffels. Nicht zu vergessen #teekanne wegen des Tees.

Wie, du trennst dich vielleicht von deinem Freund?

#krass – schon 5 Likes! In den ersten 20 Sekunden, bäääääääm! Weisst du, 2000 Follower bei Instagram, die wollen ja auch unterhalten werden und ab und zu mal was Neues, Cooles sehen. Da gibt man sich schonmal mehr Mühe. Außerdem habe ich neulich noch gelesen, wie man seinen Instagram Account optimiert, um mehr Follower zu bekommen. Das ist ja auch schon mehr, als nur Privatvergnügen.

Und wie machst du das dann, mit Wohnung und so? Ach, sorry, das habe ich wohl nicht mitbekommen.

21 Likes in 4 Minuten! Super, oder?!

Ach, wo wir gerade dabei sind, – lass uns doch nachher mal rumfahren, dann kann ich ein paar Fotos für den Blog machen und vielleicht für Instagram und Facebook. Du weisst ja, man will die Leser bei Laune halten.

Achso… Du hast keine Zeit? Wegen der Arbeit und weil du vielleicht deinen Freund verlässt? Ja, macht ja nichts, ich kann ja auch allein rumfahren und Fotos machen. Ich dachte nur, zu Zweit ist es schöner. Auch wegen #mädelsnachmittag und #treffenmitfreunden und so. Aber das passt schon. Oh, guck mal – da drüben scheint die Sonne so schön durch die Wolken, ich knips das mal eben….

****

… etwas überzogen vielleicht, aber manchmal komme selbst ich mir so vor. Mit dem Handy in der Hand bin ich ganz, ganz oft viel zu sehr mit der digitalen Welt beschäftigt, als mit dem, was hier gerade im Leben 1.0 passiert. Die digitale Welt gibt mir manchmal nämlich mehr, zumindest empfinde ich das so. Da finde ich Gleichgesinnte, die sich an einer schönen Tasse genauso erfreuen können, wie ich. Da sehe ich die Wohnzimmer von anderen und denke “Wow, wie schön!” – da bekomme ich viel mehr von den neuesten Trends mit, als es sonst der Fall wäre.

Die Frage ist nur: ist das denn überhaupt wichtig? Oder auch: was ist mir wichtiger? Ist es mir wirklich wichtiger, auf dem Laufenden zu bleiben und die “Marke” maedchenmitherz zu verbreiten? Ist mir das wichtiger, als echte Freundschaften und liebe Menschen?

Gerade in den letzten Tagen habe ich ganz klar die Antwort gesehen. Denn nein, das ist mir nicht wichtiger! Und statt Designertassen zu fotografieren und den Tee dabei kalt werden zu lassen, sollte ich – sollten wir – vielleicht mal einen Gang runterschalten. Wir sollten wieder mehr lernen, was wichtig ist und was uns letztendlich glücklich macht. Denn mich machen die Herzchen bei Instagram und Co. zwar immer wieder für einen kurzen Moment glücklich, aber noch glücklicher macht mich ein schöner Abend mit Freunden, eine Umarmung vom Herzmenschen und das Gefühl, echte Freundschaften pflegen zu können.

Versteht mich nicht falsch, ich bin durchaus davon überzeugt, dass digitaler und “realer” Spaß nebeneinander funktionieren können. Aber ich beobachte, wie immer mehr Menschen sich darüber Gedanken machen, wie sie sich über Instagram und Co. noch besser vermarkten können, wie sie ihre Followerzahlen hoch pushen, um für Firmen interessant zu werden. Und der Hashtag-Overflow unter manchen Bildern macht mich wahnsinnig.

#vonallemzuviel

#wobleibtdiepersönlichkeit

Aber, wie gesagt, ich mag Instagram und Co. und natürlich ist es für mich ein Kanal, um Besucher auf den Blog zu lenken. Auch. Aber vor allem ist Instagram für mich die perfekte Möglichkeit, kleine Erinnerungsschnipsel zu sammeln. Und neue Menschen kennen zu lernen, die ähnliche Dinge mögen.

Nur will ich meinen Instagram Account nicht optimieren. Ganz bestimmt nicht.

Wie ist das mit euch? Steht ihr der “Optimier dich selbst”-Welle skeptisch gegenüber oder findet ihr sie gut, weil man so noch besser wird und sein Potential ausschöpfen kann? Nutzt ihr Instagram und Co. privat oder für den Blog? Ist es für euch ein Marketinginstrument?!

Ich bin gespannt auf eure Meinung!

Alles Liebe,

Katja