What I wore: Heute mal FAIR.

Hallo, meine Lieben!

Heute habe ich mal kein Outfit für euch. Warum? Nun, zum Einen, weil ich es partout nicht geschafft habe, eines zu knipsen, zum Anderen, weil ich mir gerade Gedanken um meine Garderobe mache.

Ich habe zwei (!) Schränke voller Kleidung. Unzählige Shirts, Blusen, Hosen, Kleider, Pullover, Strumpfhosen in allen möglichen Farben und Mustern, selbst an Schlafanzügen mangelt es nicht. Ich gehöre zu den Frauen, die gern neue Kleidungsstücke besitzen und anziehen. Vielleicht nur ein einziges Mal, aber immerhin. Ich gehöre auch zu den Frauen, die gern nach Schnäppchen stöbern. Und sich beschweren, wenn eine Strickjacke 80 € kosten soll.

Früher war das auch bei Schuhen so, das hat sich aber geändert. Ich gebe gern Geld für gute Schuhe aus, denn meine Füße sind empfindlich und ein schlecht sitzender – drückender – Schuh kann mir den ganzen Tag vermiesen. Warum kann ich das bei Kleidungsstücken so ausblenden? Nun, weil fair hergestellte Kleidung oft nicht meinem Geschmack entspricht. Zumindest hatte ich bisher das Gefühl, dass es so ist.

Neulich habe ich in der Brigitte (ja, ich lese Zeitschriften!) einen Artikel über nachhaltige Mode gelesen und bin dabei über das Label People Tree gestolpert. Und: Sieh an! Bezahlbare, wunderschöne Mode, genau nach meinem Geschmack.

Wie das aussieht?

people tree

So. Schon irgendwie recht hübsch, findet ihr nicht?

„People Tree“ entwirft und produziert also hochwertige Mode, die wunderschön aussieht und unter ethisch vertretbaren Bedingungen hergestellt worden ist – von der Baumwolle bis hin zu den Näherinnen, die das wunderschöne Stück zum Leben erwecken. Durch die Arbeit von „People Tree“ entsteht nicht nur ein schönes Kleidungsstück, sie verändert auch das Leben der Handwerker und Bauern in Entwicklungsländern. Die Menschen in Entwicklungsländern kriegen durch „People Tree“ nicht nur einen Job unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen, das Label hilft auch dabei, die Armut in Entwicklungsländern zu mindern.

Auch Umweltschutz liegt „People Tree“ am Herzen, – die Baumwolle wird unter nachhaltig vertretbaren Bedingungen angebaut, die Stoffe werden mit natürlichen Farben eingefärbt und auf dem See- statt dem Luftweg verschickt.

Wenn Nachhaltigkeit so schön sein kann, dann gibt es doch eigentlich gar kein Argument gegen „People Tree“, oder? Ich jedenfalls werde demnächst meine erste Bestellung losschicken und freue mich schon jetzt auf die Kleider! Natürlich werde ich euch davon berichten und freue mich auf eure Ratschläge in Sachen „nachhaltige Kleidung“.

Auch Kinderarbeit ist und bleibt immer ein Thema. Ich habe mir neulich ein kleines Plugin installiert: AVOIDplugin – dieses Plugin verbirgt auf Internetseiten wie ASOS, Zalando und Amazon Kleidung, die von Kindern hergestellt worden ist und zeigt demnach nur die Kleider an, die man ohne Bedenken kaufen kann. Wenn man sich diese Liste mal ansieht, wird einem ganz schlecht. Überrascht haben mich übrigens PIMKIE (negativ) und MANGO (positiv!).

Ich möchte euch keine Moralpredigten halten, dafür bin ich selbst noch nicht informiert genug und bei Weitem kein Engel, was mein Shopping-Verhalten angeht. Aber ich will und muss mich mit diesen Themen beschäftigen und möchte euch einfach nach euren Erfahrungen fragen. Vielleicht habt ihr Tipps, hilfreiche Links, Ideen? Ich bin für jeden Input dankbar, das wisst ihr.

Alles Liebe!

Katja

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7 Gedanken zu “What I wore: Heute mal FAIR.

  1. Julia schreibt:

    Das Shirt von People Tree sieht ja echt süß aus!! 🙂 Ich habe immer ein komisches Gefühl bei H&M… Weiß auch nicht… Und ansonsten kauf ich eben gern auf DaWanda. Danke für den APP Tipp, die werde ich auch mal testen. 🙂

    Uuuuuuund ich sitze gerade in Carolinsiel in der Ferienwohnung und studiere deine Tipps aus der Heimat. 🙂 Danke dafür, denke wir werden davon noch einige Sachen anschauen.
    xo Julia

  2. Sarah/erdbeerwald schreibt:

    Wow, die haben ja total schöne Kleider…wenn ich jetzt nicht Ende des Monats nach Stockholm fliegen würde, würde ich driekt ne Runde shoppen gehen. Danke für den Tipp! ❤

  3. BerlinByDoing schreibt:

    Hey Katja,
    vielleicht wirst du auch hier http://www.avocadostore.de fündig. Grundsätzlich ist es möglich auch hübsche faire Kleidung zu kaufen, sie hängt nur eben nicht beim Schweden an der Stange, so dass die Suche sich manchmal als schwierig gestaltet.
    Für Schuhe gebe ich schon länger mehr Geld aus, vor allem aus denselben Gründen wie du. Bei der restlichen Kleidung huscht mein Blick immer wieder auf die kleinen meist weißen Schildchen mit dem „Made in…“. Ich freue mich immer, wenn ich etwas finde, was in Europa produziert ist und meinem Geschmack entspricht. Dann gebe ich auch gern etwas mehr aus. Genau wie für fair produzierte Kleidung aus anderen Regionen.
    Ich finde es jedenfalls gut, dass du dich mit dem Thema „fair produzierte Kleidung“ auseinander setzen möchtest. Natürlich wird man nicht (ich jedenfalls nicht) von heute auf morgen seinen ganzen Kleiderschrank auf den Kopf stellen und alles austauschen. Mode soll immer noch gefallen und die Persönlichkeit unterstreichen. Trotzdem sind auch kleine Schritte zu einem bewußteren Einkaufen wichtige Schritte. Selbst dein Post wird den ein oder anderen zum Nachdenken bewegen, so dass du schon damit viel bewegst.
    Viele Grüße aus Berlin

  4. Lora schreibt:

    Sieht ja super aus! Bin auch gerne bereit für Kleidung bei der ich 100% sicher sein kann, dass die Näherinnen fair entlohnt wurden, mehr zu bezahlen 🙂

  5. Sarah schreibt:

    Ich finde es echt super das du dieses Thema mal anschneidest! Das Label das du hier vorstellst gefällt mir echt gut! Würde mich sehr freuen zu hören wie du mit deiner Bestellung zufrieden warst!
    Liebe Grüße,Sarah

  6. Charlie schreibt:

    Hi Katja,
    danke für die Tipps! Ich habe auch zunehmend ein schlechtes Gewissen beim Kleiderkauf, aber erstens kommt man oft nicht so leicht an die wichtigen Informationen ran, zweitens ist da noch der Geldfaktor…also gebe ich mir zumindest Mühe.
    Viele Grüße! Charlie

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