Blogger zeigen ihren Lieblingsplatz. Heute: Sandra von Wortkonfetti.

Hallo, meine Lieben!
Es gibt ja so Menschen, die stehlen dir dein Herz und hüpfen damit davon. Und man rennt ewig hinter dem hüpfenden Herzemenschen hinterher, um dann ein zerknuddeltes, aber glückliches Herz zurück zu bekommen. So oder so ähnlich war es zwischen der wundervollen Sandra und mir, als wir uns im Frühjahr 2013 kennen lernten. Hach, und uns verbindet mehr, als man vielleicht denkt. Mehr im wahrsten Sinne, nämlich vor allem das Meer.
So. Und natürlich soll und darf und muss Sandra euch heute von ihrem Lieblingsplatz vorschwärmen!
 
Mein Lieblingsplatz hat vier Buchstaben: S-Y-L-T. Und nein, ich bin weder prominent noch reich. Meine Lieblingszeit auf Sylt: Die Nebensaison. Und nein, ich war noch nie im Sommer auf der Insel.
Rund achtzehn Jahre ist es her, da entbrannte meine Liebe zu Sylt. Meine Eltern haben mich verkuppelt: Sie hatten sich entschlossen, die Nordseeinsel zu erkunden, nachdem Freunde von ihnen immer wieder über sie geschwärmt haben. Mir persönlich war dieser Entschluss ziemlich gleichgültig, hatte ich in dieser Zeit doch ganz andere Prioritäten: Cliquenwirtschaft am Gymnasium, die ersten Flirts, das Sparen auf einen Benetton-Pullover. Pubertät in den 90ern eben. Urlaubsplanung war Sache der Erwachsenen, man fuhr eben mit. 
Und so fuhr ich mit. An den südlichsten Zipfel der Insel, nach Hörnum. In ein großes Reetdachhaus mitten auf einer Düne mit Blick auf die nördliche, die tosende Meeresseite. Krawooom! Nordseeamor griff in seinen Köcher, nahm einen seiner schärfsten Pfeile raus und katapultierte ihn unterstützt vom frischen Herbstwind geradewegs mitten in mein Herz.

Es 
folgten unzählige Sylturlaube. Mal kurz, mal lang. Mal mit den Eltern, mal mit der besten Freundin. Mal in Westerland, mal in Rantum. Aber immer mit dem Gefühl, dort, auf dieser malerischen, in ihrer Form unverwechselbaren Insel genau richtig zu sein. Sylt hat alles, woran man sich auch auf anderen Nordseeinseln freut: freche laute Möwen, von Strandkörben umrahmte weiße Strände, im Wind wiegendes Dünengras, frische salzige Luft, tosende Brandung bei Sturm, sanft schwappendes Wasser auf der Wattseite, frischen Fisch auf den Tellern der Restaurants und Schafe auf den grünen Deichen.
Warum also gerade Sylt, wenn es den anderen Inseln so ähnlich ist? Weil Sylt es jedes Mal schafft, mir durch seine Weitläufigkeit, seinen polarisierenden Zauber und sein vertrautes Antlitz das zu schenken, was ich brauche: das Gefühl von Sorglosigkeit und Freiheit. Es ist so, als würde mir jemand auf dem Hindenburgdamm heimlich still und leise alle Sorgen und schwierigen Gedanken abnehmen und mir mit einem liebevollen „Erhol Dich, sei optimistisch und grübel nicht!“ voller guter Wünsche hinterherwinken.
Und all diese optimistischen Momente mit freiem Kopf und mit Waffeln gefülltem Bauch sind Schuld daran, dass ich noch immer frisch verliebt bin in „mein“ Sylt. Und mir Sorgen mache. Über die von Sturmfluten abgetragenen Dünen, um die überdimensionierten Grundstückspreise, über den Imageschaden, die Menschen verursachen, die nur auf die Insel kommen, um ihre pelzbesetzten Sportjacken und blankpolierten Porsche Cayennes zur Schau zu tragen, über den Klimawandel. Die Tage von Sylt, wie ich es liebe, sind gezählt. Und vielleicht macht das auch meine Treue aus? Das Wissen, hier etwas zu erleben, das vergänglich ist? Fest steht: Sylt tut mir gut und ich kann nur jedem raten, die Insel nicht auf das zu reduzieren, was Promi-News daraus machen. Sylt ist wunderbar!

Für alle, die es erleben wollen, hier noch drei ultimative Tipps für einen schönen Urlaub:
 
1. Der Tipp für Wellnessliebhaber
Besucht die Lister Strandsauna! Der Strandabschnitt, in dessen Dünen sie liegt, ist kaum belebt, so dass Ihr nach einem Saunagang in das beste Eisbecken überhaupt springen könnt: die Nordsee.
2. Der Tipp für Genussmenschen

Reserviert einen Tisch in der Sansibar. Ja, auch das sage ich als Nicht-Promi mit normaler Reisekasse. Denn auch der Ruf von Sansibar führt in die Irre. Für das, was Ihr hier auf den Tisch bekommt, sind die Preise vollkommen in Ordnung. Allein der Gruß aus der Küche besteht aus unzähligen Schüsselchen. Zusammen mit dem exzellent zubereiteten Essen, den guten Weinen und vor allem dem netten Service ist die Rechnung am Ende mehr als gerechtfertigt. Bekommt Ihr keinen Tisch mehr, dann schaut tagsüber einmal vorbei und probiert die Currywurst.

3. Der Tipp für Sportliche
Leiht Euch ein Rad und erkundet den Osten der Insel. Quer durch die Wiesen fahren, Marmelade direkt vom Bauernhof kaufen und am Ende einen Friesentee in Keitum (natürlich mit Waffel – Waffeln sind das A und O für einen perfekten Syltaufenthalt) trinken.Ich danke Dir, liebe Katja, dass Du mich eingeladen hast, hier ein wenig über meinen Lieblingsplatz zu schwärmen. Denn darüber Schwärmen ist für einen kleinen Moment auch ein bißchen wie Urlaub. Bei jemandem darüber schwärmen, der die Leidenschaft sogar teilt, ist doppelt schön!
In diesem Sinne: Ahoi! Haltet Eure Nase in den Wind!
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3 Gedanken zu “Blogger zeigen ihren Lieblingsplatz. Heute: Sandra von Wortkonfetti.

  1. tinki schreibt:

    Oh, ich liebeliebeliebe Sylt auch so sehr!
    Und: kein Sylt-Urlaub ohne Tapas im Pablito! Es ist sooo schön!

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