Tuesday reads: Das Rosie Projekt.

Hallo, ihr Lieben!

Heute habe ich euch ein Buch mitgebracht, das seid letztem Wochenende meine Zeit auffrisst. Wo ich auch hingehe, „Rosie“ geht mit. Haare föhnen? Rosie ist dabei. Schlafen gehen? Rosie! Auf dem Sofa liegen? Eben kurz ein bisschen Rosie lesen. Nicht zu vergessen: Badewanne.

Kurzum: Tolles Buch! Wer ist Rosie, fragt ihr? Von Rosie handelt dieses Buch:

Das Rosie-Projekt. Von Graeme Simsion.

Worum geht’s?

Dieses Buch handelt aber nicht nur von einer Frau Namens Rosie. Es handelt von einem Mann namens Don, der einer Frau namens Rosie begegnet. Und von Don’s Leben, das Rosie mal eben aus den Angeln hebt. Und wenn ihr Don kennen würdet, wüsstet ihr, dass dies eine wirklich zauberhafte wunderbare großartige Leistung ist!

Don ist um die 40, Professor der Genetik und (in meinen Augen) Autist. Ich bin noch nicht ganz durch, daher weiß ich nicht, ob am Ende klar wird, dass er Autist ist. Ich halte ihn jedenfalls für einen Autisten. Und es liegt in der Natur der Sache, dass es Don nicht leicht fällt, soziale Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Ganz zu schweigen von der Suche nach der perfekten Ehefrau! Don kommt also nie über das erste Date hinaus und hat sich überlegt, dass er den „Ehefraukanditatinnen“ einen (16 Doppelseiten umfassenden) zum Vorab-Ausfüllen gibt. Darin werden so wichtige Fragen wie „Essen Sie Niere?“ erörtert.

Und dann kommt Rosie. Rosie wird Don von seinem besten Freund geschickt, sozusagen als „Wildcard“ im Ehefrauenprojekt. Und Rosie ist so ganz und gar nicht zur Ehefrau geeignet! Trotzdem schafft sie es, auf ihre unkonventionelle Art, den ordnungsliebenden, sozial inkompetenten, durchgeplanten Don aus der Reserve zu locken.

Und Rosie hat ihr eigenes Projekt, bei dem Don ihr eine Hilfe sein kann: Sie will herausfinden, wer ihr Vater ist.

Lieblingsszene:

Don hält stellvertretend für Gene einen Vortrag über das Asperger-Syndrom. Einen Tag später fragt ihn die Frau von Gene:
„Haben dich die Symptome an jemanden erinnert?“ und Don denkt sich dazu: Das hatten sie tatsächlich. Es handelt sich um eine fast perfekte Beschreibung von Laszlo Hevesi aus dem Institut für Physik. (…)

Jetzt muss man dazu erklären, dass Don eben nicht weiß, dass er Autist ist. Und da das Buch in „Ich“-Form geschrieben ist, lernt man ganz viel über das Innenleben dieses Menschen, das sehr strukturiert und voll humorvoller Missverständnisse ist.

Lieblingssatz:
(Seite 267)

„Es wäre unvernünftig, dich dafür zu loben, dass du unglaublich schön bist.“

Und?

Hach, wo fange ich an?

Der Fakt, dass eine Freundin mir dieses Buch per SMS empfohlen hat, als ich bereits mittendrin war, es zu lesen? Dass es wirklich wie die Faust auf’s Auge zu mir passt und mir einfach herzlich geschrieben ist,… Das alles trägt dazu bei, dass das Rosie-Projekt bereits jetzt mein Buch des Jahres ist!
Findet ihr übertrieben? Fragt den Freund,- er hat mich während des Lesens immer wieder Schmunzeln gesehen.

Was lest ihr eigentlich gerade und seid ihr Rosie und Don auch schon verfallen?!

Alles Liebe,

Katja

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3 Gedanken zu “Tuesday reads: Das Rosie Projekt.

  1. Jana schreibt:

    Dieses Buch hatte ich gestern in der Hand. Leider wusste ich nicht wirklich, ob das Buch etwas für mich ist, aber nach deiner Beschreibung bin ich echt neugierig geworden! Danke 🙂

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