Projekt Heimat. Heute: Dornumersiel.

dor1Moin, meine Lieben!

Es trug sich zu an einem grauen, stürmischen Samstag: Der Freund und ich fuhren mit Abenteuerlust in den Augen und Kamera im Gepäck Richtung Nordsee nach Dornumersiel. Da waren wir noch nie, da wollten wir hin.

dor8Bereits das Geländer neben der Treppe, die über den Deich zum Strand führt, erinnerte mich an meine liebe Freundin Julia, die ihren Blog sogar der Farbe „Mint“ gewidmet hat. Und welches Treppengeländer kann schon von sich sagen, es habe Freundinnenerinnerungen geweckt? Vielleicht nur eine handvoll auf der ganzen Welt. Und eines davon gehört nach Dornumersiel.

dor6Dornumersiel an sich war an diesem Tag eher einsam und stürmisch, der Himmel eher grau und wolkenverhangen. Das Wasser war dabei, sich zu verziehen. So ist es manchmal hier bei uns in Ostfriesland. Und trotzdem ist es schön.

dor9Denn ab und zu kam doch die Sonne heraus und wollte spielen. Und ein paar Kutter lagen im Hafen.

dor10Eine Möwe beäugte uns von oben und lachte über einen Witz, den sie uns nicht erzählen wollte.

dor11Und selbst der Seetang sah malerisch aus, betrachtet durch die Schwarz-Weiß-Linse.

dor2Fotos machen, das wisst ihr, kann ich überall und immer und am liebsten habe ich es, wenn Wasser in der Nähe ist.

dor5Und kleine Kleinigkeiten, die man entdecken kann und darf und soll. Wie diese Feder, die einfach so herumlag.

dor14dor13Oder eine Möwe knipsen, die in einer Pfütze steht, die sich für sie eher anfühlen muss, wie ein Teich. Vorausgegangen ist natürlich mein unter Heimatabenteuerern bekannter Special-Agent-Schleichgang, den ich anwenden musste, damit die Möwe sich nicht erschreckt. Hat funktioniert.

Es war, wie gesagt, windig, und so konnten wir ein paar Menschen beim Drachensteigenlassen beobachten. Ich habe danach ganz spontan entschlossen, dass ich auch einen Drachen haben möchte. Den kann ich dann künftig auch steigen lassen. Der Freund wies mich an dieser Stelle dezent darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, dass ich diesen Drachen wirklich lenken könnte, ohne selbst wegzufliegen, wohl ziemlich gering wäre. Und dann käme ja noch das Problem mit der Höhenangst hinzu. Ob es das wohl wert wäre. Ich finde, ja.

Wir diskutieren noch.

dor7Mitten am Strand steht übrigens eine Stange mit einem riesigen blauen Ball, der das Werbelogo einer Kosmetikfirma trägt. Da kann man wunderbar spaßige Späße mit machen.

dor4Ansonsten ist Dornumersiel eher unspektakulär. Das Meer ist natürlich immer ein Grund, herzukommen. Aber das finde ich auch an den anderen Küstenorten. Und wenn ich die Wahl hätte, würde ich nicht unbedingt als Erstes hier her kommen. Wir haben auch leider kein schnuckeliges Cafè gefunden, das mich trösten hätte können.

Aber wir hatten Spaß und konnten uns den Wind um die Nase wehen lassen, haben Möwen beim Lachen zugehört und ein bisschen Sand in den Schuhen mit nach Hause genommen.

Wie sieht’s mit euch aus? Wart ihr in letzter Zeit mal am Meer? Oder in den Bergen?

Alles Liebe!

Katja

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5 Gedanken zu “Projekt Heimat. Heute: Dornumersiel.

  1. Lyra schreibt:

    Dieses Projekt ‚Heimat‘ finde ich einfach toll. Ich komme auch vom platten Land, aus der Nähe der Ostsee. Seit ein paar Jahren lebe ich ziemlich weit weg, in Frankreich, wo mir meine Heimat oft fehlt. Ich vermisse die Küste (dagegen kommt kein Mittelmeer und kein Atlantik an 😉 ! Ein schöner Blog….! Liebe Grüße aus Paris

  2. Natalie schreibt:

    Ich war letztes Jahr im Sommer an der Ostsee 🙂
    Das Wetter war einfach traumhaft (27 Grad) 🙂

    Liebe Grüße
    Natalie

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