Kein Blog ist auch keine Lösung.

Oder: Wie ich auszog, über’s Bloggen zu lernen und meine Blogmüdigkeit zu heilen. Und wie ich begriff, dass das Bloggen viel mehr ist, als Kooperationen.

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Hallo, ihr Lieben!

Es ist schon eine Weile her, da habe ich bei Sandra den Workshop „Kein Blog ist auch keine Lösung“ gebucht. Zu dieser Zeit habe ich mich gefragt, was das Bloggen mir bedeutet, warum ich überhaupt weiter mache damit und was ich im Vergleich zu den „großen“ Blogs denn bieten kann.

Und so machte ich mich am vergangenen Samstag morgens um 8 Uhr auf den Weg in die Weltstadt Bremen, die für mich Landei die ein oder andere Verkehrsherausforderung darstellt, fuhr vorsichtig durch die leeren Straßen und trudelte pünktlich und sehr nervös im „Amt“ ein. Nun arbeite ich ja auch im Leben 1.0 auf’m Amt und fand es nicht zuletzt aufgrund meiner Affinität zu Schreibmaschinen und nostalgischen Stempeln eine äußerst großartige Locationwahl!

70d28196b1b311e39bff125ee89be0ef_8Aber das nur nebenbei.

Ich nahm Platz am großen Tisch neben Kerstin und Nele, die beide auch Blogs haben und zudem noch sehr liebe Menschen sind. Uns gegenüber saßen Friesi, Kathrin und Franzi. Und natürlich die wunderbare Sandra, die den Workshop leitete und viel Arbeit und Liebe in die Vorbereitung gesteckt hat.

Wir haben uns unterhalten und ausgetauscht – darüber, wer wir sind, seit wann und warum wir Bloggen und wieso wir denn überhaupt am Workshop teilnehmen. Und der Tenor reichte von „ich will wissen, wie mein Blog noch mehr Leser bekommt“ bis „ich bin momentan recht Blogmüde und frage mich,wie es weitergehen kann“. Ich habe mich eher in die letztere Kategorie einsortiert, denn ich frage mich manchmal wirklich, wie es hier weitergehen soll.

Hier nur eine Auswahl an den Dingen, die mir am meisten im Gedächtnis geblieben sind:

Mein Blog ist ein „Gute Laune Blog“.

Ich tue mich ja schwer damit, maedchenmitherz thematisch einzuordnen. Ich sehe mich nicht unbedingt als Lifestyleblog, denn da habe ich meist eher so durchgestylte Blogs im Kopf, und das ist maedchenmitherz nicht. Aber den Titel „Gute Laune Blog“ finde ich grandios!

Am Design kann man noch ein bisschen schrauben.

Das habe ich getan. Die Widgets sind schmaler und lesbarer geworden, das „About me“-Fenster oben rechts trägt jetzt einen Hinweis darauf, dass man es anklicken kann. Ganz wichtig, denn vorher wussten das scheinbar viele nicht. Links öffnen sich jetzt in einem separaten Fenster, auch daran hatte ich vorher nicht gedacht.

Kooperationen sind schön, aber zuviel Kooperationen machen’s nicht schöner.

Soll heißen: In letzter Zeit habt ihr hier öfter mal von Zusammenarbeiten mit Firmen gesehen. Ein Test hier, eine Verlosung da. Ich habe mir die Kritik zu Herzen genommen, dass dadurch vielleicht ein wenig von „mir“ hier verloren geht. Das möchte ich ja gar nicht. Außerdem passt es zu dem, was mir ohnehin durch den Kopf geht. In Zukunft wird es also etwas weniger Kooperationen hier geben und wenn, dann langfristige Kooperationen mit Herz.

Dein Blog ist dein Blog ist DEIN Blog.

Lass dir von Niemandem reinquatschen, und schonmal gar nicht vorschreiben, wie es zu laufen hat. Was du bloggst, entscheidest du und sonst niemand. Ich handhabe es so und ich habe aber auch Menschen kennen gelernt, die sich von dem Halbwissen anderer einschüchtern lassen. Folge deinem Herzen!

Wo steht der Bus, der mich mit auf die Reise nimmt?

Tja. Der steht noch in der Garage, denn ich weiß immer noch nicht, wo ich mit maedchenmitherz einmal hin möchte. Ich bin keine Werbefläche, will ich auch nicht sein. Ich schreibe kein Magazin, verkaufe keine Produkte, ich produziere hier nicht für irgendwen. Außer für mich und natürlich auch für euch, klar! Aber ich verdiene mit maedchenmitherz nichts und ich glaube, das soll auch so bleiben. Ich bin glücklich darüber, wie es eben ist und freue mich über jede Mail, jeden Brief, jedes nette Kommentar. Auch, wenn ich es nicht immer schaffe, zu antworten, – ich lese jedes Kommentar und bin immer wieder erstaunt, wer hier mitliest! Ich überlege, wieder mehr DIYs zu machen, einige Blogs aus meinem RSS-Reader zu schmeißen, weil mich das Lesen unter Druck setzt und manchmal auch frustriert. Ich überlege, vielleicht ein E-Book zu schreiben, aber diese Idee steckt noch in den Kinderschuhen. Jedenfalls tut sich hier etwas und ich glaube, mit einer gewissen Gelassenheit setzen mich die erfolgreichen Blogs nicht mehr so stark unter Druck, denn ich tue das hier nicht für den Erfolg. Ich tue es aus dem tiefen Bedürfnis heraus, zu schreiben, denn Worte haben mir immer schon viel bedeutet. Und ich tue es, um gute Laune zu verbreiten und Mut zu machen, auch mal Dinge zu probieren, die man sich vielleicht sonst nicht zugetraut hätte.

Und ich bin mir sicher, ohne Sandras Workshop und die vielen neuen, wunderbaren Menschen, die ich kennenlernen durfte, würde ich das jetzt anders sehen.

In diesem Sinne: Kein Blog ist auch keine Lösung!

Alles Liebe,

Katja


32 Gedanken zu “Kein Blog ist auch keine Lösung.

  1. Danke für den tollen Workshop Bericht! 🙂
    Ich habe auch gerade erst wieder „die Kurve“ gekriegt mit meinem Blog… Hinaus aus einem Blogtief hin zu mehr Selbstbestimmung und weniger Druck. 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Clara

  2. Schöner Artikel. Hätte ich von dem Workshop mal eher gewusst. Das hätte mich auch interessiert. Und Bremen wäre ja sogar machbar gewesen im Gegensatz zu Berlin oder München. >.<
    Klingt auf jeden Fall, als ob es ein sehr interessanter Austausch war.
    Und wie es weiter geht, muss mal wohl zunächst erst mal für sich selbst entscheiden. Ich arbeite da auch gerade an meinem Blog"konzept". Der Blog verändert sich – genau wie man selbst. Wo ich vor 3 Jahren noch viel über den Alltag und Filme, die ich gesehen habe, geschrieben hab, möchte ich das jetzt nicht mehr so sehr auf meinem Blog haben, da das Internet anonymer wird und ich nicht mehr alles mit allen teilen möchte. Wenn man mit seinem echten Namen hinter dem Blog steht (und das muss man in Zeiten des Impressums ja eigtl.), ist es nicht mehr so leicht, offen zu schreiben. Auch Arbeitskollegen etc. können das evtl. lesen.
    Also muss man etwas anderes finden, über das man gerne schreibt, mit dem man sich auskennt. 🙂
    Ich mag deine Fotos und deine DiY-Posts. Aber letztlich musst du dich mit deinem Blog wohl fühlen. 😉

  3. Hallo, gut beschrieben und danke für Deine netten Worte. Ich fand den Tag wirklich hilfreich und wenn ich zu Hause bin, kommt mein Bericht. Viele Grüße Kerstin

  4. wirklich sehr sehr schön geschrieben, in vielem erkenne ich mich auch wieder… der workshop scheint ja genau zum richtigen zeitpunkt gekommen zu sein 🙂 viele liebe grüße julia

  5. Mir gefällt deine Ehrlichkeit. Schön zu hören, dass sich nicht jeder Blogger komplett darüber im Klaren ist, wo er eigentlich hin will. Das macht Mut! Sonnige Grüße

  6. Ich finde es sehr gut, dass du durch den Werkshop eine Art Weg für dich gefunden hast, wie es weiter geht. Der Druck, den du dir machst, den spürt man dann auch hier. Genieß dein Leben im Norden, hüpf zwischen Inseln, Dünen und mit Regenstiefeln herum und lass deinen Blog dadurch teilhaben. 😉
    Ich freu mich auf das, was nun kommt! Liebe Grüße aus dem Ruhrpott!

  7. Auch von mir ein Danke für deine Ehrlichkeit! Solche Phasen, in denen man nicht sicher ist, wohin es gehen soll gibt es nunmal. Aber es ist schön zu hören, dass dir der Workshop helfen konnte, wieder etwas mehr Input zu bekommen, vorallem darauf bezogen, was du in Zukunft am liebsten machen willst. Und das ist ja nun wirklich das Wichtigste: Dass du das machst, was DIR gefällt, Spaß macht und liegt, und das ohne Druck.
    Ich lese deinen Blog sehr gerne und freue mich auf die kommende Zeit, die neue Sidebar mit den frischen Farben gefällt mir sehr!
    Liebe Grüße Hanna

  8. Ich kann mich dir in (fast) allen Punkten anschließen – sehr wahre Worte! Auch ich schreibe um des Schreibens Willen, und wenn man mich bisher fragte, worüber ich eigentlich bloggte, wusste ich keine so richtige Antwort. Gute-Laune-Blog klingt da schon mal super, wobei es bei mir fast noch eher ein Tagebuch- und Alltagsblog ist, denke ich. Aber man muss sich ja auch nicht immer in Schubladen stecken. 🙂

    Und ich finde, die Aussage „Der Blog ist DEIN Blog“ ist völlig richtig und genau deshalb sind Kooperationen auch so schwierig. Denn dadurch ist der Blog ja ein gewisses Stück nicht mehr dein/mein Blog, sondern verpflichtet man sich, etwas zu schreiben/zeigen/tun, was man von selbst gar nicht machen würde. Daher habe ich für meinen Blog überlegt, nur Kooperationen zu machen, auf die ich von selbst auch gekommen wäre. 😉 Ich habe z.B. einen Verlag um ein Rezensionsexemplar für ein Buch gelesen, was ich sowieso gerne gekauft und vorgestellt hätte. Andererseits gehen bei mir auch nicht so viele spekatkuläre Angebote ein, um irgendwas zu präsentieren. Wenn plötzlich DIE Firma vor der Tür stehen würde, kann ich mir vorstellen, dass Ablehung schwerfällt… 😉

    Zu guter Letzt: „Ich tue es aus dem tiefen Bedürfnis heraus, zu schreiben, denn Worte haben mir immer schon viel bedeutet. Und ich tue es, um gute Laune zu verbreiten und Mut zu machen, auch mal Dinge zu probieren, die man sich vielleicht sonst nicht zugetraut hätte.“ –> THIS! Wunderbar, mach weiter so und dein Blog KANN eigentlich nur gut bleiben. Authentisch, interessant und schön anzusehen. Was will man mehr? 🙂

    Viele liebe Grüße
    Nele

  9. Dem ist ja nichts mehr hinzuzufügen. Der Tag war wirklich toll, ich habe mich selten unter ‚Fremden‘ so wohl gefühlt.
    Deine Umsetzung der Ideen gefällt mir gut und ich finde Deinen Gute-Laune-Blog jetzt noch toller als vorher 🙂

  10. ich tue mir auch schwer, meinen blog einzuordnen… ich mag einfach zu viele dinge… ich mag backen, aber auch beauty…gute-laune-blog ist ein schönes wort 🙂
    die neuen widgets sind toll geworden!
    lg
    bina

  11. …ich mag deinen DEINEN Blog sehr!
    Und das du eine fröhlich junge Frau bist, sieht man schon auf deinem Bild!
    So ein Workshop hört sich gut an…noch besser dein toller Bericht und dein Fazit!
    Du hast schöne Worte gefunden!
    *Bleib was du bist, ein Mädchen mit ♥*!
    Liebste Grüßlis
    Gabi

    Danke für die Anregung auch mal über den eigenen (meinen) Blog nachzudenken…;)

  12. Liebe Katja, ich bin gerade wirklich richtig richtig glücklich. Wenn man selbst so eine Workshop-Idee hat, dann weiß man nie, ob er tatsächlich so verläuft, wie man es sich erhofft. Mein Wunsch ist aber nicht zuletzt mit diesem Beitrag Wirklichkeit geworden: Ich habe mir so sehr, gewünscht dass Ihr (und auch ich) wieder näher an das heranrückt, was Euch begeistert, was Ihr seid, was Euch zum Bloggen gebracht hat. Dass Ihr rausgeht und wieder Lust auf EURE Form des Bloggens bekommt. Dass das so gut gelungen ist, macht mich ungemein froh! Danke, dass Du Deine Erkenntnisse mit uns geteilt hast!

    1. Es war auch toll, meine liebe Sandra! Ein wirklich schöner Tag, mit allem Drum und Dran ❤

  13. Hallo Katja! 🙂

    Zerbrich dir nicht deinen hübschen Kopf und mach einfach so weiter mit deinem Blog wie bisher. Wenn du Änderungen einführst, auch ok, ich werde trotzdem weiterhin mehrmals die Woche reinklicken.
    Jedes Mal, wenn ich hier war, hab ich gute Laune! Dein Blog vermittelt immer so eine Leichtigkeit und Unbeschwertheit, das ist es, was ich hier (und an dir) so sehr mag! 🙂

    Alles Liebe
    und viele Grüße aus Karlsruhe

    Britta ♥

    1. Ach Britta, Danke für diese lieben Worte! Das ging runter wie Öl und bringt mich zum Schmunzeln. Sei dir sicher, hier wird es genauso bunt und gut gelaunt wie immer weitergehen 😉 Liebste Grüße nach Karlsruhe! Katja

  14. Ich mag den Begriff „Gute Laune“-Blog und bin selber gerade in einer Phase, in der ich nicht weiß, wo es hingehen soll. Eigentlich hätte ich Sandras Workshop dringend nötig 🙂

    Die Idee mit dem E-Book rotiert seit kurzem auch in meinem Kopf. Mal gucken, was daraus wird.

    Liebe Grüße aus dem Süden in den Norden, deine Anna

    1. Liebe Anna, das ist wohl wahr. Aber, wenn wir uns alle vielleicht wieder mehr darauf besinnen, warum wir „damals“ mit dem Bloggen angefangen haben, bin ich mir sicher, dass etwas ganz Tolles entstehen kann. Auf’s E-Book bin ich gespannt und sende allerherzlichste Grüße zurück in den fernen Süden! xo. Katja

  15. Ein sehr sehr schöner Post. Ich drück dir die Daumen, dass das alles so wird, wie du es dir vorstellst, und du wieder ein bisschen mehr zum Spaß am Bloggen zurückfindest 🙂 Und ich liebe die Bezeichnung „Gute Laune Blog“ – da würde ich meinen auch einordnen.

  16. ich frag mich auch manchmal, was es ist, das mich seit jahren soviel zeit in dieses hobby stecken lässt. im endeffekt ist es die rückmeldung über das, was man tut. ich produziere etwas, das einen teil von mir dokumentiert und ich freue mich, wenn das jemanden interessiert. es hat aber nichts mit kommerziellem interesse zu tun und das würde mir auch nicht gefallen. man sollte sich – wenn man das nicht will – von der menge an „lifestyleblogs“ sehr junger mädchen nicht irritieren lassen, wenn es nicht das ist, was man selber damit auch angestrebt hat. aber manchmal ist es schwer, eine antwort auf die frage „warum tu ich es mir an“ zu finden oder motivation, alles am leben zu erhalten. dann tut vielleicht eine pause gut und rigendwann kommt das bedürfnis, sich mitzuteilen wieder und dann erledigt sich die frage von selbst..

    1. Da kann ich dir nur zustimmen. Ich weiß jedenfalls, dass ich wie bisher weitermachen werde und dass es mir einfach gut tut. 🙂 Liebe Grüße! Katja

  17. Liebe Katja,

    erst jetzt bin ich auf Deinen wunderbaren Blog und Deinen tollen Beitrag gestoßen und möchte Dir kurz ausdrücken, dass ich Deine Worte aufmunternd ehrlich finde.
    Erst kürzlich bin ich mit meinem eigenen Blog online gegangen und zuvor habe ich lange mit mir gehadert, ob ich diesen Weg überhaupt gehen soll oder nicht. „Es gibt ja schon so viele tolle und erfolgreiche Blogs, da kann ich nie mithalten“, dachte ich und habe den Gedanken immer wieder zur Seite geschoben, bis mir irgendwann klar wurde, dass es für mich gar nicht darum geht irgendwo mithalten zu wollen, sondern lediglich darum, dass ich einfach Spaß am Schreiben habe und ich einfach Lust darauf habe, etwas selbst gestalten zu wollen. (Puh, was für ein langer Satz :-))

    Deine Worte motiveren mich daher sehr dazu, meinen eigenen Blogweg zu gehen und mich nicht so sehr von den Werken anderer irritieren oder vielleicht einschüchtern zu lassen. Und klar, wenn ich damit natürlich auch noch anderen Menschen ein klein wenig den Tag versüßen konnte, dann bin ich umso glücklicher.

    In diesem Sinne ….

    LG
    Sanna

  18. Hallo Katja,
    klasse Beitrag und so richtige Blogtiefs habe ich eher nicht, aber ich habe manchmal Startschwierigkeiten im Internet, überhaupt etwas zu machen und das ist manchmal störend. Monatelangen Pausen hatte ich in meiner 8 Jahre langen Bloggerei auch schon mal und das hatte mir gut getan. Manche Pausen mussten zwingend sein, da ich zum Beispiel kein Internet hatte.

    Du sagst, dass du die Lust am Schreiben hast und dich mitteilen möchtest. Auf die Art und Weise wird man als Blogger lange überleben und wenn es doch sehr viel Spass macht, sollte man unbedingt weitermachen.

    Du erwähnst auch, dass niemand sonst als der Blog-Admin selbst, entscheidet, wie das Blog zu laufen hat. Das sehe ich nämlich genauso und man ist der Hausherr auf der eigenen Spielwiese namens Blog.

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