Bloggen mit Herz: Zahlen. Statistiken. WHAT?!

Hallo, ihr Lieben!

Ich weiß noch, als ich 2009 anfing, zu Bloggen, habe ich ganz oft auf die Statistiken geschaut. Um zu wissen, ob es überhaupt irgendwen interessiert, was ich dort so schreibe. Und ich weiß noch, wie stolz ich war, wenn pro Tag 10 (in Worten: Z-E-H-N) Menschen auf meinen Blog geklickt haben.

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Im ersten Jahr hat sich diese Zahl ziemlich magisch mal eben ver-60-facht und ich schwebte auf Wolke 7! Naja, und seitdem wächst maedchenmitherz mehr oder minder stetig. Mittlerweile schaue ich nicht mehr oft auf die Statistiken, denn sie sagen nur etwas über Quantität aus, nicht über die Qualität.

Trotzdem ist es für einen Blogger ja irgendwie wichtig, wie viele Menschen die Blogposts, die man in mühevoller Arbeit geplant, geschrieben, fotografiert hat, lesen. Für mich sind Zahlen aber nicht wichtig, denn es zählen die Menschen dahinter. Die mit denselben Interessen, demselben Geschmack, demselben Traum. Deswegen zeige ich euch heute schonungslos meine Statistiken. Auch in der Gefahr, dass ihr denkt „Was? So wenig nur?“ oder euch wundert, dass es doch so viele sind. Ich jedenfalls wundere mich. Immer wieder. Soll nicht heißen, dass ich mich nicht auch freue! Ganz im Gegenteil.

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Wie ihr seht, ist es ein ständiges Auf und Ab und es schauen mal mehr, mal weniger Menschen hier rein. Am 18. April zum Beispiel habe ich in der „Bloggen mit Herz“-Reihe über die Motivation geschrieben. Das scheint euch sehr interessiert zu haben. Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr auch erkennen, dass im März ein bisschen Blogleser-Schwund zu beobachten war. Warum? Keine Ahnung.

Ein großer Umbruch kam auch noch einmal im letzten Jahr, als ich mich entschied, nicht mehr nur auf Englisch, sondern auf Deutsch zu Bloggen. Beste Entscheidung, muss ich sagen! Denn so ist es hier irgendwie persönlicher geworden und ich kann besser zum Ausdruck bringen, worum es mir geht. Und auch Humor kommt in der Muttersprache besser rüber. Das spiegeln irgendwie auch die Besucherzahlen.

Für mich ganz persönlich jedenfalls sind das wunderbare Zahlen. Soll heißen: Soooooooooo viele Menschen möchten lesen, was ich ins Memorybook gepackt habe, was ich gerade lese, was ich gekocht habe, wo ich in Ostfriesland herumgesprungen bin und welche Dinge ich vielleicht sonst noch erzählenswert finde. Ist das nicht großartig?

Dafür sollten wir die Statistik nutzen: Um zu sehen, wie viele Menschen wir mit unseren Worten, Bildern und Ideen begeistern können. Und nicht, um uns miteinander zu vergleichen und der Anderen nichts mehr zu gönnen. Oder dem Anderen.

Jeder hat doch abseits von Zahlen und Statistiken etwas Großartiges geschaffen. Und das sollten uns die Statistiken spiegeln. Dass sich die Mühe lohnt.

Wenn ihr aber trotzdem mal in den „Meine Zahlen sind so mies“-Druck abrutscht, dann hier eine kleine Erste-Hilfe-Sammlung:

1. Einfach mal Wegklicken!

Genau. Lasst die Statistik doch mal Statistik sein und klickt sie weg. Einfachste Lösung!

2. Alles auf Anfang.

Wie ich auch, wart ihr sicherlich früher über ganz wenige Besucher am Tag sehr glücklich. Vergleicht doch einfach mal die Zahlen vom Anfang mit den Zahlen jetzt. Das erdet ungemein!

3. Tief durchatmen.

Der vielleicht einfachste Tip von allen: in dem Dschungel aus Blogs und Zahlen geht’s doch letztendlich ums Bloggen. Ums Teilen. Darum, sich ein eigenes kleines Reich zu schaffen! Also einfach mal tief durchatmen und eine Tasse Tee trinken, wenn der Druck zu groß wird.

Wie seht ihr das? Setzt euch die Statistik unter Druck? Schaut ihr regelmäßig rein? Freut ihr euch oder seid ihr frustriert?

Alles Liebe,

Katja

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19 Gedanken zu “Bloggen mit Herz: Zahlen. Statistiken. WHAT?!

  1. oddnina schreibt:

    Der einzige Zeitpunkt zu dem ich mich wirklich dazu hinreißen ließ in die Statistiken zu sehen war wenn mich jemand danach fragte und das sind meistens die Menschen die mit diesen Statistiken ausrechnen möchten ob es sich lohnt mit einem Artikel auf meinem Blog Werbung zu machen.

    Tatsächlich habe ich aufgehört diese Daten raus zu geben. Entweder man zahlt den Preis oder man zahlt ihn nicht. Daher setzen mich die Statistiken nicht mehr so sehr unter Druck wie sie es vielleicht früher mal getan haben, als man sich mit Besucherzahlen noch das Ego polierte. Ich blogge weil ich bloggen möchte und wenn den ganzen Quatsch dann noch jemand liest freue ich mich gleich doppelt.

  2. grinselamm schreibt:

    Hallo,
    schöner Eintrag. Da ich ja erst angefangen habe zu bloggen, ist bei mir natürlich noch nichts los. Und ich versuche sehr, dass mich das nicht interessiert. Aber im Zeitalter von Aufmerksamkeiterhaschungssyndrom 🙂 schau ich dann doch manchmal nach, wie wenige es waren :). Meine Einträge sind auch nicht oft, aber wenn, dann mach ichs für mich gerne. Einen treuen Leser hab ich nämlich auch: meinen Freund :).
    Schönes Wochenende euch!

  3. Neni schreibt:

    Ich schaue mir meine Statistiken nie an. Ich schreibe einfach und lege Artikel an. Und wenns keiner liest? Macht nichts. Meine Mama interessierts immer was ich mache.

  4. baujulia schreibt:

    Schöner Beitrag! Ich finde auch gerade in der Anfangszeit schaut man viel zu oft und setzt sich damit schon unter Druck. Aber nach und nach, wenn man auch sich ein bisschen im Stil und allem gefunden hat, wird man sicherer und schaut nicht mehr allzu oft. Auch der Druck ist weg häufig etwas veröffentlichen zu müssen. Mir ist die Qualität viel wichtiger geworden. Ich lese deine Beiträge immer sehr gern. LG Julia

  5. Julia | herebybike schreibt:

    Liebe Katja,
    irgendwann im letzten Jahr hast du schon mal geschrieben, dass Statistiken nicht so wichtig sind und das hat mir sehr geholfen! Denn ich freue mich über jeden, der vorbeikommt. Aber wenn aus unerfindlichen Gründen an einem Tag mal keiner da war oder nur ganz wenige, war ich auch ein wenig traurig und fragte mich, woran es liegen mag. Dabei ist es oft nur das gute Wetter, das die Leute vom Computer weglockt.:)
    Bei dir denke ich natürlich „Waaaaas, so viele?!“, wobei es mich nicht wundert, denn bei dir ist es schön!
    Alles Liebe und ein schönes Wochenende dir
    Julia

  6. extrafruity schreibt:

    Hallo liebe Katja,
    also ich persönlich finde deine Statistik überaus beeindruckend. Meine sieht bei weitem nicht so gut aus – und ja, ich oute mich, ich schaue regelmäßig dort hinein. Ehrlich gesagt beeindrucken mich die Werte aber nicht so sehr, ich freue mich, wenn am Tag 100 Besucher vorbeikommen. Mal ehrlich: Hundert Besucher! Hundert Leute, die lesen, was ich geschrieben habe! Das ist doch der Wahnsinn, oder? Ich weiß, dass ich für höhere Zahlen zu unregelmäßig etwas veröffentliche, vielleicht liegt es auch an etwas anderem, aber ich möchte mich nicht für die Statistik verbiegen, denn in erster Linie ist das Bloggen ja ein Projekt für MICH! Mir soll es Spaß machen, und wenn ich anders schreiben soll, oder mehr, oder weniger, nur um die Statistik zu verbessern? Nöö, ich denke nicht.

    Also, viel spannender als die Zahlen in der Statistik finde ich sowieso immer die Suchbegriffe (die ja neuerdings leider von Google nicht mehr wirklich übermittelt werden, oder ist das nur bei WordPress so?), die ich häufig unglaublich witzig finde; die Klicks der Leser auf andere Links oder Fotos; und wo die Leser herkommen (also, sowohl von welchen anderen Links als auch aus welchen Ländern). Das schaue ich mir sehr viel häufiger an als die reinen Besucherzahlen!

    Viele liebe Grüße
    Nele

  7. Lyra Paris schreibt:

    Ich habe meinen Blog im Februar angefangen, weil mein Kopf so voller Bilder und Ideen war und ich irgendwie ein Sprachrohr suchte. Als meine Familie mir dann sagte, dass sie es so schön finden, durch den Blog mehr Anteil an meinem Alltag im Ausland zu haben, hat mich das berührt. Daher: egal wer wie oft bei mir hineinschaut- für meine Familie und die engen Freunde lohnt es sich immer weiterzumachen!
    Danke für deine ermutigenden Artikel in dieser Reihe…!

  8. Bina schreibt:

    ich musste mich auch erst zwingen weniger auf die zahlen zu schauen… gerade wenn man leser verliert, dann fragt man sich schon „was hab ich falsch gemacht?!“ … ohne den druck lebt es sich viel einfacher 🙂
    mit welchem programm hast du diese aufstellung gemacht? analytics?
    lg
    bina

  9. Katja schreibt:

    das finde ich gut! 🙂 man sollte sich beim bloggen sowieso von gar nichts stressen lassen ❤

  10. Katja schreibt:

    liebe bina, da hast du recht! die aufstellung habe ich aus den „normalen“ statistiken von wordpress.com – alles andere ist mir immer zu kompliziert 😉 liebe grüße! katja

  11. Katja schreibt:

    das finde ich einen guten punkt: dass die familie reinschaut. und die freunde. und dass es sich dafür allein schon lohnt! ich bin immer wieder begeistert, wenn eine freundin sagt, dass sie meinen blog liest ❤

  12. Katja schreibt:

    hallo nele! da hast du recht und letztendlich soll ja auch jeder so oft reinschauen in die statistiken, wie er oder sie es möchte. aber stressen lassen sollte man sich davon nicht 🙂
    und das mit den suchbegriffen kenne ich. warum das so ist, weiß ich nicht genau…. wenn du es herausgefunden hast, sag bescheid! 😀 alles liebe! katja

  13. Katja schreibt:

    meine liebe julia, danke dir ❤ und vergiss die rss feed reader nicht! die müssen ja nicht unbedingt auf den blog hopsen, weil sie einen artikel lesen möchten von dir. ich tue das regelmäßig ❤ also nicht stressen lassen. ❤ katja

  14. Katja schreibt:

    hallo julia! das sehe ich ähnlich – die qualität zählt, nicht die häufigkeit. man muss sich selbst ja damit wohlfühlen und „dafür geradestehen“… ich danke dir für deine lieben worte und wünsche dir ganz wenig stress! 🙂 alles liebe, katja

  15. Katja schreibt:

    mamas sind sowieso die besten 😉 und sehr entspannte einstellung, das merkt man deinem blog auch an ❤ katja

  16. Katja schreibt:

    auch das sind wahre worte! lass dich nicht stressen, bleib dir selbst treu und denk an den freund, der jeden eintrag liest. allein dafür lohnt es sich ja schon 🙂 alles liebe! katja

  17. Katja schreibt:

    hallo nina! 🙂 schöne worte hast du gefunden! gut finde ich, dass du deine zahlen gar nicht rausgibst, wenn firmen anklopfen. das will ich künftig auch nicht mehr machen, denn ich komme mir manchmal echt albern dabei vor 🙂 liebste grüße! katja

  18. oddnina schreibt:

    n_n danke! Irgendwann muss man sich eben, wie du schon sagst, mal bewusst machen wozu man das alles macht! Wenn man tatsächlich bloggt um damit Geld zu verdienen dann sind Statistiken essenziell. Da das aber nicht meine Intension ist, lass ich es einfach bleiben und setze mich nicht unter Druck. Das macht alles so viel einfacher und mein Analytics Account ist schon seit längerem verwaist 😀

    Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen, dass du dein Vorhaben umsetzen kannst ;D Für mich funktioniert es großartig ❤

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