Bloggen mit Herz: Über das Privatleben und wie viel ich davon preisgeben möchte.

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Hallo, meine Lieben!

Was wisst ihr eigentlich über mich? Ihr wisst, dass ich 30 bin, in Ostfriesland lebe und Katja heiße. Ihr wisst, dass ich einen Freund habe, eine Katze und mit den Beiden zusammen lebe. Ihr wisst auch, dass ich gern koche, backe und bastele. Ihr wisst, dass ich oft am Meer rumhüpfe und gern Dinge mit der Knipse festhalte. Ihr wisst, welche Blogger ich mittlerweile meine Freunde nennen kann und mit wem ich wann unterwegs bin. Ihr wisst bestenfalls sogar, wo ich Urlaub gemacht habe oder auf welchem Konzert ich war.

Ihr wisst also schon ziemlich viel, würde ich sagen. Wenn ich überlege, dass der Großteil von euch für mich „fremd“ ist, wisst ihr eigentlich schon zu viel. Aber ich kann und möchte maedchenmitherz nicht „führen“, ohne privat zu werden.

Was ich aber schon gemerkt habe, ist, dass ich mit steigender Leserzahl immer weniger privat geworden bin. Dass die Person „Katja“ ein wenig in den Hintergrund gerückt ist und ich manche Dinge nicht berichten möchte. Das hat zum Einen damit zu tun, dass ich nicht möchte, dass Menschen aus meinem beruflichen Kontext heraus zu viel über mich wissen oder erfahren könnten, zum Anderen hat es auch damit zu tun, dass ich allgemein eine Weile brauche, bis ich wirklich Vertrauen fasse und auch gern Kontrolle darüber habe, wem ich was erzähle.

Das geht euch vielleicht ähnlich, vielleicht seht ihr es auch ganz anders. Mag sein, dass ich, hätte ich nicht den Job, den ich eben habe, anders darüber denken würde. Denn ich lese wirklich gern private Geschichten von anderen Bloggern. Aber ich kann diesbezüglich nicht aus meiner Haut. Und ich möchte mich ja mit dem Blog wohlfühlen.

Wie handhabt ihr das? Werdet ihr privat bis ins Kleinste oder blendet ihr Facetten eures Alltags aus? 

Wisst ihr, wenn wir verreisen, dann schreibe ich nicht (oder selten) darüber, solange wir unterwegs sind. Ich möchte nicht, dass fremde Menschen wissen, wo ich mich aufhalte. Das ist mir irgendwie unheimlich. Es gibt schließlich nicht nur liebe Menschen da draußen.

Vor einiger Zeit gab es hier noch die Kategorie „Outfits“, die ich eigentlich sehr gemocht habe. Dann kamen aber anzügliche Emails und Kommentare und ich habe diese als einen Eingriff in meine Privatsphäre empfunden und mich daher dazu entschlossen, keine entsprechenden Fotos mehr zu posten. Ich weiß, dass sich Einige von euch bereits darüber gewundert haben. Aber wenn euch Jemand anschreibt und anzüglich wird (ich denke, ins Detail gehen muss ich nicht), dann berührt das einen ganz engen, sehr privaten Bereich. Und diesen Bereich möchte ich nicht im Internet bedroht wissen.

Insbesondere in Zeiten von Facebook, Instagram und Co. stellen Viele beinahe stündlich Bilder davon online, wo sie sind, was sie machen usw. – ich selbst sehe mir die Bilder gern an und habe dabei nie Hintergedanken. Ganz im Gegenteil: Ich freue mich, wenn ich entdecke, dass einer meiner Online-Kontakte gerade etwas Tolles erlebt. Aber, wie gesagt, es gibt nicht nur nette Menschen da draußen.

Letztendlich muss ja Jeder für sich entscheiden, wie er mit seiner Privatsphäre umgeht und für sich selbst eine Grenze finden. Und auch das ist etwas, das man im Laufe der Zeit lernen muss. Grundsätzlich denke ich, sollte Jeder, der im Internet unterwegs und aktiv daran beteiligt ist, diese Dinge für sich berücksichtigen und eine klare Grenze ziehen.

Und jetzt zu euch:

Wie seht ihr das? Seid ihr kaum privat oder doch sehr privat? Berichtet ihr aus eurem Alltag, ganz egal, was passiert ist? Oder zieht ihr euch eher aus dem Blog zurück, zumindest, was das Private angeht? Wie ergeht es euch als Leserinnen – lest ihr gern private Geschichten oder braucht ihr das alles nicht?

Ich freue mich, wenn ihr in den Kommentaren schreibt, was euch darüber durch den Kopf geht.

Alles Liebe,

Katja

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19 Gedanken zu “Bloggen mit Herz: Über das Privatleben und wie viel ich davon preisgeben möchte.

  1. Caro - Alles super. schreibt:

    Die Mischung macht es wohl – „echt“ zu sein, aber nicht durchsichtig. Es heißt ja immer, im Netz sei man gläsern. In meinem Blog bestimme ich, wie gläsern. Überall sonst habe ich darüber keine Entscheidungsgewalt wo meine Daten landen und wer damit was tut.
    Früher habe ich Videos gemacht und über die Bücher gesprochen, die ich gerade gelesen habe. Da kamen auch ganz furchtbare Mails. Da habe ich meine Grenze gezogen.

  2. emsstern schreibt:

    Hallo Katja,
    ich finde es auch schwierig zu entscheiden, wieviel privates man auf dem Blog veröffentlicht. Einerseits sind es ja wirklich (größtenteils) fremde Menschen, die die Posts lesen, andererseits tut es aber manchmal auch gut, das was einen bewegt aufzuschreiben und vielleicht auch aufbauende oder kritische Kommentare zu bekommen, die einem weiterhelfen. Und genau wie Du lese ich auch besonders gerne Posts aus dem Alltag. Von daher versuche ich etwas von mir preiszugeben, aber eben nicht zu viel. Inwiefern mir das gelingt, ist eine andere Sache;-)
    LG Stephi

  3. Jessy schreibt:

    Liebe Katja, das ist wirklich ein sehr ehrlicher Post, Danke dafür!
    Wir hatten das Thema ja schon an anderer Stelle, ich kann absolut nachvollziehen, dass du nicht mehr so viel von dir zeigen möchtest. Solche Negativ-Erlebnisse prägen einen doch, auch wenn man es nicht möchte.
    Auch wenn ich deine Outfitposts immer unglaublich toll fand, würde ich an deiner Stelle sicher gleich reagieren. Ich finde ohnehin, dass es einer grossenPortion Mut bedarf, Bilder von sich im Internet zu zeigen. Vor allem in Zeiten, in denen einen Menschen via Googlesuche so schnell finden.
    Im Internet persönlich zu werden, beisst sich ja irgendwie auch immer ein bisschen, weil es alles andere als privat ist. Ich finde es superschön, dass es Blogger wie z.B. Alice gibt, die sehr private Dinge auf ihrem Blog erzählen, sodass man das Gefühl hat, die Person wirklich kennen zu lernen. Ob ich das könnte, wüsste ich ehrlich gesagt nicht. Aber ich bewundere die Leute, die sich das trauen!

  4. Julia | herebybike schreibt:

    Liebe Katja,
    dass du eine Katze hast, wusste ich bis eben noch nicht!:)
    Es tut mir Leid zu lesen, dass doofe Menschen dich davon abhalten, Outfitposts zu machen, aber ich kann dich voll und ganz verstehen. Dabei hätte ich mich mit Sicherheit auch unwohl gefühlt und manchmal ist es die beste Lösung, einfach keine Angriffsfläche zu bieten. Dennoch gemein und blöd!
    Ich überlege mir bei jeden Post, ob das so die Mama meines Freundes oder mein zukünftiger Arbeitgeber lesen dürfte und außerdem liest mein Freund oft meine Posts vorab, um doppelt sicher zu sein. Mein persönlichster Post war bisher der dritte Teil des Vegan for fit-Reviews und selbst da geht es nur ums Essen und nicht um große Gefühle. Ein bisschen Persönlichkeit gehört für mich aber einfach zu einem Lifestyleblog, den ich gern lese, zum Beispiel eine kleine Anekdote zu dem Rezept, bei dir fallen mir deine Memorybook- oder Projekt Heimat-Posts ein. Außerdem wird Verbindlichkeit auch oft einfach durch die Ansprache im Text erzeugt.
    Beim Urlaub gebe ich dir auch recht: Es wäre zwar großer Zufall, wenn gerade die Bösen das lesen und sich dann ans Werk machen, aber ich riskiere das auch nicht. Außerdem ist ja ein Urlaub zum Erleben und Entspannen und nicht zum instagrammen.:)
    Alles Liebe und einen guten Start ins Wochenende
    Julia

  5. machenstattreden schreibt:

    Liebe Katja,

    ich lese hier nun schon eine Weile mit, bisher aber eher still und klammheimlich. Das will ich ändern. Denn deine Reihe „Bloggen mit Herz“ fesselt mich jedes Mal aufs Neue.

    Ich kann deine Gedanken nachempfinden. Ich blogge erst seit einem Jahr und für mich ist es was völlig neues, dass man mich im Internet finden kann. Ich hatte zuvor noch nicht einmal Facebook. Das hat sich durchs bloggen geändert.
    Ich habe keine „Übermich-Seite“ und dass muss und will ich schnellstmöglich ändern. Aber auch hier bin ich mir unsicher was ich von mir erzählen mag. Meine Leser sollen sich ein Bild von mir als Bloggerin machen können. Aber ich möchte keine unnützen und langweiligen Fakten über mich schreiben. Und an der Stelle klemmt es bei mir gewaltig. Denn dann wird’s eben doch sehr schnell privat. Ich habe auch einige Monate gebraucht, bis ich mich dazu durchringen konnte ein Profilbild von mir aufs Blog zu setzen.

    Meine Chefin, Kollegen, Vorgesetzte von ganz oben und auch die Eltern (ich bin Erzieherin) wissen bisher noch nichts von meinem Blog. Aber durch Facebook und co. ist es vermutlich nur noch eine Frage der Zeit, bis ihnen mein Blog im www vor die Füße fällt. Ich würde gern privater werden und mehr Einblicke von mir geben, aber ich weiß nicht wie mein Arbeitsumfeld darauf reagieren würde.

    Ich mag private Einblicke auf anderen Blogs. Sehr sogar. Wird es allerdings zu privat klicke ich auch schnell mal wieder weg, schließlich sind es „Fremde“ für mich. Bestimmte Dinge aus ihrem Privatleben kann ich dadurch auch nicht nachempfinden oder interessieren mich schlichtweg einfach nicht.

    Auf Instagram und Facebook teile ich gerne Bilder von Unterwegs und aus meinem Urlaub. Meistens dann auch gleich in dem Moment, in dem sie entstanden sind. Letzte Woche wurde ich darauf angesprochen, ob ich nicht auch den Ort an dem ich mich befinde bzw. an dem das Bild entstanden ist gleich noch verlinken möchte. NEIN! Das habe ich bisher noch nicht gemacht und werde ich vermutlich auch in Zukunft nicht machen.

    Denn du hast recht. Es gibt nicht nur nette Menschen da draußen. Das finde ich unheimlich. Ein Punkt, der mir zwar klar ist, über den ich mir aber bisher noch keine großen Gedanken gemacht habe.

    Danke für deinen tollen Post. Er hat mich zum Nachdenken angeregt.

    Hab ein schönes Wochenende.
    Juliane

  6. minulinu schreibt:

    Ein Satz hat mir an anderer Stelle sehr ins Auge gestochen „Mein Blog, meine Regeln“.
    Das ist wie ein Mantra für mich. Ich entscheide, welch Posts wirklich „raus“ dürfen und welche besser unter Verschluss bleiben, weil sie vielleicht etwas preisgeben, was mir an anderer Stelle schaden könnte.
    Und ich denke auch: egal wie erfolgreich das eigene Projekt so läuft: Du bist das Herz und Du musst bei Dir bleiben. Bei Deinen Gefühlen, Deinen Wünschen…alles andere wäre Irrsinn.

    Ich finde es super, dass Du Dir selbst treu bleibst, ohne Dich bloßzustellen! Schließlich wissen wir alle nicht, was in 20 Jahren mit diesen digitalen Selbstabdrücken möglich wird. Wir müssen nicht paranoid ticken, um uns schützen zu wollen.

    Liefs,
    Minusch

  7. extrafruity schreibt:

    Ein spannendes Thema! Ich finde, man muss zwischen zwei privaten Bereichen unterscheiden: Zum einen alles, was mich „physisch“ betrifft (ich nenne das jetzt mal mangels eines besseren Begriffs so): Wo wohne ich, wie wohne ich, mit wem wohne ich, wohin fahre ich, wie sehe ich aus, wie heiße ich, was mache ich. Zum anderen das Emotionale: Was fühle ich, wovon träume ich, geht’s mir gut oder nicht, …

    Irgendwie schließen sich beide Themen ein bisschen aus, denn wenn man viel über sein „physisches“ Ich postet, ist man gut erkennbar und will vielleicht nicht so viel über sein Innenleben preisgeben, wenn der Kollege und die Nachbarin das zuordnen können. Wenn man hingegen anonym bleibt, kann man sich auch völlig ausbreiten.

    Ich habe anonym angefangen, irgendwann aber mit den tiefsten Gedanken aufgehört, inzwischen bin ich inklusive Impressum und Fotos perfekt erkennbar, und trotzdem habe ich kürzlich einige meiner persönlichsten Postings überhaupt veröffentlicht. Das hat mich einiges an Überwindung gekostet, aber es hat sich gelohnt und ich habe nur positive Rückmeldungen bekommen. Ich habe das gemacht, weil es mein vordringlichstes Bedürfnis beim Bloggen ist, zu schreiben und mich auszudrücken. Mir macht natürlich auch der Rest meines Blogs (Fotos, Kreatives, die Interaktion mit anderen) superviel Spaß, aber ursprünglich habe ich angefangen, um über genau solche Dinge wie Freundschaften, Leidenschaften und anderes zu schreiben. Daher ist auf meinem Blog auch wirklich nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen! Viele blenden ja die negativen Aspekte ihres Lebens völlig aus, und das finde ich auch vollkommen legitim, aber bei mir ist das halt nicht so.

    Ich finde übrigens den Vorschlag von Julia super, sich vor dem Posten zu überlegen, ob der künftige Arbeitgeber (oder vielleicht jemand, den du gar nicht leiden kannst) den Text lesen „dürfte“. Bei mir ist es so, dass sie das schon dürften, ich stehe zu allem, was ich schreibe. Allerdings hoffe ich mal, dass es ihn vielleicht nicht so sehr interessieren würde… Es muss aber auch klar sein, dass man beim Bloggen mit Impressum nicht so sehr über die Arbeit oder über andere Leute lästern sollte! 😉 Ich hatte übrigens auch noch keine negative Rückmeldung so wie du, glücklicherweise. Ich habe aber ja auch viel weniger Leser… 😉

    Meine schlechten Erfahrungen habe ich schon zu Teenie-Zeiten gemacht, als ich online Tagebuch führte und wirklich ALLES aufgeschrieben habe. Tja, selbst Schuld, ich hätte vielleicht nicht so sehr über meine Mitschüler schreiben sollen. Oder besser anonymisieren. Ich habe daraus gelernt!

    Über die „Gefahren“ (das klingt ganz schön dramatisch) habe ich mir übrigens auch noch keine Gedanken gemacht… Aber es stimmt schon, wenn man groß ankündigt, dass man jetzt eine Woche nicht da ist, und dann hat man eventuell noch seine eigene Adresse im Blog? Da muss ich noch mal drüber nachdenken, scheint mir!

    Das war jetzt ein ganz schöner Roman… Das ist ja schon fast einen eigenen Blogpost wert! Jedenfalls: Ich mag deine Reihe und finde immer wieder schöne Anstöße!

    Viele liebe Grüße
    Nele

  8. Moosteppich schreibt:

    Liebe Katja,
    das Privätsphären-Thema ist sehr spannend und für mich im Moment Brand aktuell. Erst kürzlich habe ich mit Freunden zusammen gessesen und genau darüber gesprochen.

    Ich finde es ist eine Gradwanderung. Zum einen möchte man doch, gerade im Handmade-Bereich, wo ich meist herumschwirre, einen Blick hinter die Blogfassade werfen, um zu erfahren wie der Mensch so abseits von Tutorials und dem neuesten Strickwerk tickt. Gleichzeitg kann zuviel Privates auch schlicht zuviel des Guten sein, sodass man sich selbst einerseits endblößt und zum anderen der Leser irritiert ist, wieviel intimes da zu lesen ist.

    Ich selbst habe bisher keine klare Regel an der ich mich orientiere. Es ist mehr ein Bauchgefühl. Einen deutlchen Cut setze ich aber zum Beispiel bei Namen und Fotos anderer Menschen. Zum einen schrenkt einen natürlich allein schon das Urherberrecht ein, zum anderen ist es mir sehr wichtig die Daten von anderen nicht über deren Kopf hinweg preiszugeben. In meinem Umkreis wissen mittlerweile alle, dass ich blogge und manchmal erzähle ich auf meinem Blog auch von Personen in meinem Leben, doch nur unter Pseudonym und dann auch nur sowas wie: War letztens mit der Butterblume ein Eis essen.“

    Über mich selbst gebe ich ganz klar meine Leidenschaft für alles Handgemachte Preis, ebenso wie mein Interesse an Geschichte und Archäologie, sowie mein Studium. Tagebuchartige Posts, was ich so den ganzen Tag gemacht habe, wie es mir gerade eben geht und ähnliches sind tendenziell eher Tabu.

    Wie gesagt ich finde es ist eine Gradwanderung.
    Auf jeden Fall hast du genau dies sehr schön in deinem Post zusammengefasst und wünsche dir alles Liebe
    Das Moos von http://moosteppich.blogspot.de/

  9. liebeslieschen schreibt:

    Ich kann dazu sagen, dass ich im Urlaub war, eine ganze Woche lang und für den Blog alles vorbereitet hatte, sodass es erst „später“ dort in Erscheinung trat. Abwesenheit unbekannt. Mir ist das nämlich auch unangenehm, wenn jemand weiß, dass ich nicht da bin und praktisch niemand zu Hause ist. Das geht ja auch an Einbrecher und Co. Nicht so schön, da weiß man manchmal nicht, ob das nicht von 2.0 auf 1.0 übergeht.

  10. www.wp.familie-voigt.de schreibt:

    Liebe Katja,
    ich lese sehr gerne bei dir und natürlich auch das, was du privat erzählst – ohne Hintergedanken. In meinem Blog zeige ich vor Allem Bilder und schreibe ab und zu mal was Privates, da meine Leserschaft aber sehr überschaubar ist, ist das bei mir auch noch nicht so das Problem. Wenn wir weg sind, bericht ich davon vorher aber auch möglichst wenig, sonst hat man vielleicht unerwarteten Besuch gehabt, wenn man zurück kommt… Meine Familie möchte ich eher raus halten, da ich den Blog aber nutze, um sie über Marie auf dem Laufenden zu halten, sind solche Posts dann passwortgeschützt. Damit müssen meine restlichen Leser dann eben auch leben 🙂 Wie du es für dich entscheidest, ist es für mich o.k.. Es ist dein Blog und du musst dich damit wohl fühlen.
    Liebe Grüße,
    Andrea

  11. herzballon schreibt:

    Ich glaube, dass jeder seine Mischung finden muss. Ich für meinen Teil, gebe relativ wenig über mein Privatleben bekannt. Das braucht es für einen reinen Fotografieblog auch nicht. Bei einem Lifestyleblog möchte der Leser da schon gerne ein paar mehr Informationen. Bei Textblogs kommt meist sehr viel Privates verschlüsselt rüber. Jeder sollte selbst wissen wie viel er preisgibt, aber man sollte immer bedenken, dass das Internet nie vergisst!
    Anneke ♥

  12. Sandra schreibt:

    Ach, spannendes Thema, Katja!

    2008, als ich meinen Blog startete, veröffentlichte ich meine Einträge (damals Kurzgeschichten) anonym. Und die waren sehr sehr persönlich. Inzwischen sieht man mich auf Fotos und ich stehe öffentlich dazu, dass ich eine von diesen merkwürdigen Bloggerinnen bin. Meine Beiträge sind gleichzeitig emotional deutlich weniger offen. Es hat sich also eine ganze Menge verändert in den Jahren. Und ja, auch meine Art zu schreiben verändert: Ich schreibe nicht mehr über Themen, die sehr persönlich sind. Die mich angreifbar machen könnten. Wer sich digital zeigt, der muss ganz dringend noch einen analogen Raum haben, der im Netz nicht vorkommt. Auch, um wertvolle Dinge nicht zu entzaubern. Andere Menschen nicht hineinzuziehen.

    Es ist absurd, denn natürlich lese ich auch gern persönliche Sachen von anderen. Und hilft es mir, zu merken, dass sich auch andere mit gewissen Alltagssorgen herumplagen. Aber gleichzeitig überlege ich sehr genau, was ich veröffentliche. Es ist ein schmaler Grad zwischen Authentizität und Hosen-runterlassen.

  13. lottapeppermint schreibt:

    Liebe Katja,
    danke für deinen Post (und deine Blogreihe generell :))
    Das Thema „wie viel Privates blogge ich?“ beschäftigt mich sehr und zu einer richtigen Antwort für mich und meinen Blog bin ich letztendlich noch nicht gekommen. Ich habe eher Hemmungen, viel über mich privat zu posten. Ich denke, das liegt v.a. an meinem Beruf. Ich bin Psychologin und hätte ein ungutes Gefühl, wenn Klienten und Patienten auf Mausklick so viel über mich erfahren könnten.
    Auf der anderen Seite finde ich es bei anderen Blogs schön, wenn ich auch etwas über die Person dahinter mitbekomme. Ich lasse mittlerweile etwas mehr Privates mit einfließen, habe letztens auch mal ein Foto von mir gepostet. Meine Profilbilder sind aber trotzdem noch gemalte Selbstportraits 😉
    Mal schauen, an welcher Stelle zwischen „privat“ und „anonym“ ich mich letztendlich einpendeln werde 😉
    Viele Grüße,
    lottapeppermint

  14. sl4lifestyle schreibt:

    Liebe Katja,
    es gefällt mir sehr, was Du schreibst. Ja, das Bloggen ist immer eine Gratwanderung zwischen dem, was man preisgeben und dem, was man für sich behalten möchte. Ich bin Journalistin und daher ist das, was ich tue oder wohin ich reise, auch meistens öffentlich. Ich weiß, was ich sagen möchte und was nicht. Vor allem aber möchte ich meinen Blog-Freunden Tipps geben oder von Sachen berichten, die mir selbst auch gefallen. Wenn ich zum Beispiel ein tolles Buch lese, möchte ich das auch weiterempfehlen, auch wenn es nur mir gefällt.
    Dir einen schönen Sonntag!
    LG
    Sabine, zurzeit Houston, Texas.

  15. Jana schreibt:

    Toller Beitrag!
    Zu aller erst: Krass, dass du wegen deinen Oufits dumme Kommentare/Emails bekommen hast. Wegen so paar dummen Menschen, denen es anscheinend langweilig ist, „leiden“ viele nette Blogverfolger darunter.
    Aber ich kann dich da natürlich voll verstehen! Ich selbst blogge auch nicht allzu viel privates. Nicht nur weil ich nicht allzu viel Spannendes erlebe, sonder auch weil ich finde, man muss einfach nicht alles von sich preisgeben.
    Jeder sollte selbst wissen wie weit er gehen möchte & kann seine Grenzen auch selbst weiter einschränken!

  16. Gabi schreibt:

    Liebe Katja, wieder ein toller Beitrag….
    ja, du hast Recht….es ist gar nicht so einfach…wenn man zum Beispiel; wie ich ein sehr emotionaler Mensch ist, ist es noch viel schwieriger *neutral* und *unpersönlich* und *privat* und *reserviert* zu bleiben… denn genau das Persönliche macht uns doch zu Unikaten….also bleibt es ein Tanz auf dem Seil…
    Mit einer genauen AbwesendMeldung sollte man vorsichtig sein…da hast du und alle Anderen Recht, es gibt nicht nur NETTE Menschen weder hier noch im realen Leben.
    Katja, bleib wie du bist!!! Du bist genau richtig!!! Jung, fröhlich, kritisch, neugierig!
    Liebe Grüßlis von Gabi

  17. san schreibt:

    Das ist ein ziemlicher Drahtseilakt… einerseits möchte man ja „echt“ rüberkommen und nicht nur einen kleinen Ausschnitt von sich präsentieren, aber es gibt halt viele Dinge, die nicht jeder wissen muss. Ich behalte schon einen großen Teil meines Privatlebens für mich… und dennoch ist da hin und wieder der Drang sich mehr mitzuteilen und nichts zu verheimlichen, weil daraus ja auch die besten Freundschaften entstehen.
    Wenn man dann aber wegen eines Outfit-Posta anzügliche Kommentare bekommt, hört es wiederum auch auf. Schade, dass es solche Menschen gibt, die immer alles ‚kaputt‘ machen müssen.

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