Projekt Heimat. Heute: Unser Bergabenteuer #1

Hallo, ihr Lieben!

Zugegeben: Der Freund und ich sind nicht unbedingt die 6-Wochen-Weltenbummler-Urlauber. Wahrlich nicht. Wir sind eher „für ein paar Tage mal raus aus dem Trott“-Kurztrip Urlauber. Das ist sicherlich darin begründet, dass wir in einer Region wohnen, in der Andere Urlaub machen und quasi das Meer, das wir Beide so lieben, direkt vor der Haustür haben, zum Anderen liegt vielleicht einer der Gründe darin, dass wir uns nicht entscheiden können, wo es hingehen soll. Irgendwann vor einer gefühlten Ewigkeit haben wir dann beschlossen, einfach mal in die Berge zu fahren. Weil das so ganz und gar das Gegenteil von dem ist, was wir hier jeden Tag erleben.

Ihr wisst schon: Das Gegenteil zum flachen Land.

Also haben wir uns letztendlich für das Abenteuer Harz entschieden. Und bevor ihr die Stirn runzelt und euch vielleicht denkt „Was wollen so junge Menschen denn im Harz?“ – wir sind eben so. Wir brauchen keinen Trubel und keine Partymeilen. Wir brauchen Einsamkeit und die Möglichkeit, etwas zu erleben. Und Natur. Ganz viel Natur.

All das haben wir im Harz gefunden.

h000

Ein weiterer Grund dafür, dass unsere Wahl auf den Harz fiel, ist die durchaus erträgliche Strecke von 350 km, die wir zurücklegen mussten, um dort hin zu kommen.

Auf meiner Suche nach einer geeigneten Unterkunft bin ich übrigens in Torfhaus gelandet, einem klitzekleinen Örtchen in 800 m Höhe mit einem kleinen Feriendörfchen, das auf mich weder altbacken wirkte, noch „Eiche rustikal“ schrie, wie viele Angebote, auf die ich gestoßen bin. Nichts gegen „Eiche rustikal“, manch Einen mag es nicht stören. Ich bin da aber etwas empfindlich und bestehe auf guten Geschmack, vor allem bei der Einrichtung in meinem Feriendomizil. Die Idee, in der Nähe des Brocken zu schlafen, fand ich großartig und die Bilder trugen dazu bei, dass auch der Freund ganz angetan war. Ein paar freundliche Emails später hatten wir unseren 6-tägigen Harzurlaub im Torfhaus Harzresort gebucht und waren einfach nur voller Vorfreude.

10483571_320036361490017_1279725421_nh072
Der Blick vom Hotel bzw. vom Weg daneben ist einfach atemberaubend. Das Wetter meinte es an den ersten Tagen auch wirklich gut mit uns, wir konnten ohne Hindernisse auf den Brocken starren und uns ganz klein fühlen. (da hinten, seht ihr diesen Turm auf dem Berg? DAS ist auf dem Brocken….)

h071
Direkt neben dem Hotel finden sich übrigens die Lodges, die man mieten kann und ich glaube, wenn man mit mehreren Personen reist, kann es keinen schöneren Ort geben!

h073
Zum Gelände rund um das Torfhaus Harzesort gehört auch noch das Nationalparkhaus, in dem man Informationen über die Gegend und die im Harz zu findende Tierwelt erhält, und die Tourist-Info. Auch ein Outdoorladen und ein Mountainbike-Verleih warten auf den aktiven Besucher. Für’s leibliche Wohl ist auch gesorgt – es gibt ein Schnellrestaurant und die Bavaria Alm, ein Restaurant mit leckeren bayrischen Gerichten. Wir haben dort jeden Abend gegessen und uns bei Käsespätzle, Schnitzel und Vesper-Brettl von unserem anstrengenden Tag erholt. Sei’s nun die Bergluft oder einfach nur die Atmosphäre – so ein Urlaub macht wirklich hungrig!

h074
Da für den Tag nach unserer Anreise perfektestes Wetter angesagt war, krackselten wir zuerst einmal auf den Brocken. Naja, wir haben uns fahren lassen, von der Harzer Schmalspurbahn, einer uralten Eisenbahn, die sogar noch mit Kohle betrieben wird! Und ein Stückchen sind wir dann doch gekrackselt…

h017
Für mich bzw. uns, die wir auf dem platten Land wohnen, war dieser Anblick wirklich a-t-e-m-b-e-r-a-u-b-e-n-d! Faszinierend, ehrlich.

h001
In unserem Reiseführer*(und ich bin mittlerweile ein RIESEN Fan von Reiseführern!) stand übrigens, dass es nur ca. 50 Sonnentage im Jahr gibt, an denen der Brocken so schön daherkommt, wie, als wir oben waren. Das Glück war also auf unserer Seite.

True Story: Dank Reiseführer habe ich einen Pullover UND eine Jacke eingepackt, sonst wäre Beides im Hotel geblieben. Aber da oben war es ganz schön windig und wirklich, wirklich, wirklich kalt!

h003
Es führt ein Weg um die Spitze des Brockens herum, den Jeder einmal entlang laufen muss. Ja, muss. Sonst ist man definitiv nicht da gewesen. Hach. Auch wenn die Bahnfahrt mit 35 € pro Person wirklich ein teurer Spaß war, gelohnt hat es sich allemal, denn der Aufstieg soll zwar (auch laut Reiseführer) für Anfänger geeignet sein, ist aber ab Torfhaus 8 km lang und das, meine Lieben, ist schon ein ganzes Ende!

In den nächsten Wochen möchte ich euch ein bisschen mehr von unserem Urlaub erzählen und hoffe, ihr seid bereits gespannt, denn wir haben noch einiges zu berichten, von Hexen und Teichen und Höhlen und Abgründen… und natürlich vom leckersten Baumkuchen der Welt.

Alles Liebe!

Katja

*Affiliate-Link

Advertisements

7 Gedanken zu “Projekt Heimat. Heute: Unser Bergabenteuer #1

  1. Simone schreibt:

    Liebe Katja, toller Bericht! Wenn du mal wieder Harz-Sehnsucht hast, dann kann ich dir ganz doll das Buch „Schattengrund“ von Elisabeth Hermann ans Herz legen!
    Liebe Grüße, Simone

  2. Katja schreibt:

    hallo simone!

    danke ❤ und das buch wandert gleich mal auf meine wunschliste 😉 dankeschön für den tipp!
    alles liebe!
    katja

  3. Birte schreibt:

    Für Flachlandindianer wie wir können Berge in der Tat mal eine sehr angenehme Abwechslung sein. Im Harz war ich das letzte mal vor ein paar Jahren im Winter zum Rodeln. Wenn ich deine Bilder so sehe sollte ich aber auch dringend einmal im Sommer der Gegend einen Besuch abstatten!
    Liebe Grüße, Birte

  4. Salo schreibt:

    Was für ein toller Bericht! Ich finde Berge auch wundervoll und du hast das sehr schön beschrieben 🙂

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.