Bloggen mit Herz: Wie erreiche ich mehr Leser?

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Hallo, ihr Lieben!

Vielen Dank für eure Anmerkungen zum letzten Post. Ich habe viele neue Ideen, durch euch ausgelöst!

Eine der Fragen, die scheinbar Viele interessiert, ist die nach der Erhöhung der Reichweite. Puh, ganz schön schwierig, wenn ihr mich fragt.

Bitte bedenkt, dass ich seit über fünf Jahren blogge und trotzdem noch lange keine Expertin bin. Ich habe aber mittlerweile einen supertollen Stamm an Lesern und freue mich immer wieder über liebe Mails und Kommentare. Irgendetwas scheine ich also richtig gemacht zu haben.

Eines vorneweg: Ich bin kein Freund von SEO, hauptsächlich, weil es mich totaaaaaal überfordert und ich meine Posts einfach schreiben möchte, wie ich sie eben schreibe und weil ich nicht darauf achten will, welche Worte ich wie mit meinen Beiträgen verbinde etc. Aber ich habe gehört, dass man damit auf jeden Fall im Google Ranking weiter oben landen würde.

Nun aber zurück zu „meiner“ Art, den Bekanntheitsgrad und somit die Reichweite eines Blogs zu erhöhen. (Wieder einmal in Listenform, aber ich liebe einfach Listen!)

1. Gute Inhalte und eine passende Optik.

Gute Inhalte sind das A und O, denn ohne Inhalte, die für den Leser einen Mehrwert darstellen, nützt auch die schlaueste Optimierung nichts. Dazu habe ich bereits hier etwas geschrieben. Auch die Gestaltung eines Blogs trägt meiner Meinung nach maßgeblich dazu bei, dass Leser kommen und auch bleiben.

2. Netzwerken.

Das hört ihr sicher auch nicht zum ersten Mal: Netzwerken ist sehr wichtig, um den eigenen Blog bekannter zu machen. Bei mir war es damals einfach eine Art Grundbedürfnis, also das Vernetzen mit anderen Bloggern. Hier und da ein Kommentar im tollen Blog, den ihr gerade entdeckt habt oder dem ihr schon lange folgt, bringt immer mal wieder Klicks. Außerdem lernt man so ganz tolle Menschen kennen!

3. Social Media.

Das böse Wort, ich habe es gesagt! Ha! Nein, im Ernst: Ich finde Instagram und Co. einfach genial und kann damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ich teile dort auch meinen Blog-Content und kann so zum Einen ein wenig Privates zeigen, zum Anderen meinen Followern auch meinen Blog näher bringen. Rundet für mich das Bild irgendwie ab. Mit der richtigen Verschlagwortung (Hashtag) kann man auch immer wieder neue Follower dazu gewinnen. Ein wirklicher Pluspunkt! Ich nutze Instagram aber hauptsächlich, weil ich wirklichwirklichwirklich Freude daran habe. Auch Twitter nutze ich. Unter anderem zwitschere ich meine Blogposts-URL heraus und unterhalte mich mit anderen Blog-Ladies über Alltägliches. Macht immer wieder großen Spaß… Facebook hingegen nutze ich nicht, einfach aus privaten Gründen, – solltet ihr Facebook nutzen, dann richtet in jedem Fall eine Seite für eure Blogs ein, damit eure Leser euch folgen können.

4. Gastbeiträge und Werbung.

Die meisten Leser sind tatsächlich hier gelandet, weil ich einen Gastbeitrag auf einem ähnlichen Blog veröffentlicht habe. Selbst habe ich nicht danach gefragt, sondern bin gefragt worden, ob ich das denn wohl einmal tun möchte. Vielleicht habt ihr aber eine liebe Blog-Freundin, auf deren Blog ihr etwas veröffentlichen könnt? Dann nur zu!

Auch Gastbeiträge für Online Magazine können ein guter Start in eine erweiterte Leserschaft sein. Und ich glaube fest daran, dass es sich lohnt, diese Magazine auch selbst anzuschreiben und sich einfach mal unverbindlich vorzustellen!

Ganz am Anfang meiner Bloggerei habe ich häufiger Werbung auf anderen Blogs geschaltet. Die hat mich natürlich auch etwas gekostet, aber letztendlich kamen auf diesem Wege schon auch einige Besucher mehr. Ihr solltet überlegen, ob das was für euch wäre bzw. ob ihr bereit seid, etwas zu investieren. Und dann schaut einfach mal auf euren Lieblingsblogs vorbei, die meisten bieten tatsächlich Bannerwerbung an.

5. Offline gehen.

Jaha! Für mich war es beinahe eine Erleuchtung, mich mit anderen Bloggern persönlich zu vernetzen, miteinander zu sprechen, miteinander zu feiern. Also: Raus und zum nächsten Bloggertreffen gehen! Meist werden Termine dazu via Facebook und Co. abgesprochen, also einfach mal die Augen offen halten und – wie gesagt – sich miteinander verbinden.

6. Events besuchen.

Gehört eigentlich noch zu Punkt 5, verdient aber einen Extraplatz. Events (Bloggerkonferenzen, Workshops usw….) sind eine großartige Ansammlung großartiger Personen, die neben viel Input natürlich auch dazu beitragen, dass ihr andere Blogger kennenlernt und sich so wieder eine Erweiterung des Netzwerkes ergeben kann.

Hier einmal eine Auswahl an möglichen Workshops und Konferenzen:

BLOGST
RE:PUBLICA
THE HIVE

ANNA UND HERR M. (Workshops in Süddeutschland)
BLOGLAND BREMEN (unter anderem Workshops in und um Bremen)
WORDCAMP (WordPress Camp)
NORDBLOGGER (Raum Oldenburg-Bremen… und natürlich Ostfriesland!)
BTK (Bloggertreffen Köln)
FASHION BLOGGER CAFÉ (u.a. in Berlin)
BLOGOWSKI (Ruhrpott-Blogger)
STUTTGARTER BLOGGERSTAMMTISCH 

Und es gibt mit Sicherheit noch unendlich viele Möglichkeiten mehr, zu Bloggertreffen zu gehen. Die finanziellen Aufwendungen für einen Workshop oder den Besuch eines Events sind natürlich höher (Teilnahmegebühr, ggf. Hotel und Anreise), aber ich kann aus eigener Erfahrung sprechen, dass sich der Besuch wirklich lohnt!

7. Visitenkarten.

Das mag jetzt etwas albern klingen, aber: Investiert in einen Stapel Visitenkarten. Sucht euch ein schönes Design aus oder fragt Jemanden, der das mit dem Gestalten wirklich kann. Es sollte unbedingt euere Blog URL zu finden sein und ein paar Stichworte zu euch bzw. zu eurem Blog. Worüber schreibt ihr, was kann der potentielle Leser erwarten? Und dann traut euch und verteilt diese Visitenkarten einfach an Menschen, die ihr trefft (zum Beispiel am Strand, – alles schon gemacht!) oder in der Uni. Einfach einen kleinen Stapel immer im Portemonnaie dabei haben, dann seid ihr für jeden Umstand gewappnet!

8. Sei du selbst.

Der Tipp, der euch vielleicht schon aus den Ohren raushängt, mir aber immer wieder am wichtigsten ist: Seid einfach ihr selbst und bloggt nicht in erster Linie für Geld oder kostenlose Produkte, dann bleiben euch auch die Leser erhalten und letztendlich spricht sich ein guter Blog auch rum!

9. Geduld.

Sagt sich leicht, ich weiß. Aber ihr müsst geduldig sein. Es gibt soooooo viele Blogs, so viele tolle, lesenswerte Blogs, dass es eine gefühlte Ewigkeit dauern kann, bis sich eure Zahlen verändern. Gebt also nicht zu schnell auf!

10. Bloggt, weil es euch Spaß macht.

Das soll auch mein letzter Hinweis an euch sein: Verliert nicht den Spaß am Bloggen, vor lauter Zahlen-Kontrolliererei. Wie gesagt, es dauert eine ganze Weile, bis sich die Leserschaft vermehrt und ich finde, jeder einzelne Leser ist es wert, dass ich mich freue!

k09
Bleibt dran und lasst euch nicht frustrieren!

Alles Liebe,

Katja

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24 Gedanken zu “Bloggen mit Herz: Wie erreiche ich mehr Leser?

  1. goyls schreibt:

    sooooo tolll!!! ich glaube nämlich auch, dass man unabhängig von seo kenntnissen nen tollen bekanntheitsgrad bekommt, wenn man einfach n bisschen werbung für sich macht, das herz am richtigen fleck hat und eifnach losschreibt und sich gerne vernetzt 🙂

  2. juliampunkt schreibt:

    Toller Beitrag! Ich glaube auch, dass SEO sicherlich viel dazu beiträgt, höher gelistet zu werden und mehr Leser zu bekommen. Für die Nicht-Informatiker unter uns hast du aber ein paar interessante Wege gelistet, das zu umgehen… Danke! 😉

  3. pfefferminzgruen Christin schreibt:

    Danke, für diesen Post!
    Mein Blog ist gerade mal 3 Wochen jung und verfolge sehr gerne diese Reihe.
    Ich muß noch verdammt viel übers Bloggen lernen 😉
    und Geduldig sein (was nicht gerade zu meinen Stärken gehört)
    ganz viele liebe Grüße Christin

  4. inka schreibt:

    Danke, SEHR erfrischend zwischen den vielen SEO-Optimieren und „Du-musst“-Sagern! :)) Mein Reden: Wer da zu verkrampft optimiert, wird das Bloggen über kurz oder lang nur noch als „Job“ ansehen und keinen Spaß mehr haben. Und ohne Spaß kein Schönes Blog, daran glaube ich fest.
    Liebe Grüße
    /inka

  5. kindderachtziger schreibt:

    Hallo Katja,

    vielen Dank für diesen Beitrag, der passt ja gerade wie Faust aufs Auge zu den Fragen, die ich mir stelle. Dann habe ich ja erstmal einiges zu tun mit Facebook, Instagram und Co. Versuche mich aber auch nicht zu sehr von Zahlen beeinflussen zu lassen, sondern erstmal für mich zu bloggen. Wenn dann anderen gefällt, was ich schreibe, werde ich das feiern. Mach weiter so mit dieser Reihe, ich sauge alle Infos entsprechend auf.

    Wünsche dir ein schönes Wochenende, Silke

  6. extrafruity schreibt:

    Das mit den Visitenkarten habe ich mir auch schon überlegt, schon allein für Bloggertreffen & Co. Ob ich sie einfach so an Wildfremde verteilen würde, na ich weiß nicht. 😉
    Aber zunächst will ich mal ein Logo entwickeln lassen (ein Freund ist Designer) und dann kann das auf Visitenkarten.
    Ansonsten, das mit dem Kommentieren auf fremden Blogs funktioniert super (und macht ja auch tierisch Spaß und wenn man selbst sieht, wie man sich über die Kommentare freut, weiß man, man macht auch seinem Gegenüber eine Freude)!

    SEO, damit hab ich’s auch nicht so. Allerdings: Bei mir kommen superviele Besucher über die Google Bildersuche aufs Blog, es hilft also anscheinend schon, wenn man seinen Bildern einen aussagekräftigen Namen gibt. Seitdem heißen meine Bilder nicht mehr „London07“ sondern „London-Tower-Bridge-im-Regen“ zum Beispiel. 😉 Macht kaum Arbeit und scheint zu helfen.

    Viele liebe Grüße und auf unseren Workshop freue mich schon, und zwar nicht um die Leserzahlen zu steigern! 😉
    Nele

  7. Christina schreibt:

    Hallöchen. Das sind tolle Tipps – ich selbst schreibe seit 2 Jahren meinen vegetarischen Foodblog und habe aber auch keine horrenden Leserzahlen. Das ist aber auch gar nicht soo wichtig – hauptsache es macht Spaß

    Liebe Grüße
    Christina (macht was)

  8. JOS Creativ schreibt:

    Super dein Beitrag! Mach weiter so mit deinem Blog, der Erfolg gibt dir schließlich Recht 😉
    LG Janine

  9. Leah schreibt:

    Ich mag deine Freitagsserie „Bloggen mit Herz“ sehr. Es ist immer wieder hilfreich und spannend Tipps von jemandem mit mehr Erfahrung zu erhalten.

  10. Sanna schreibt:

    Liebe Katja,

    vielen Dank für die tolle Auflistung, da habe ich ja noch Einiges aufzuarbeiten und nachzuholen. Und am schönsten finde ich die Punkte 8 und 10. Ich glaube auch, dass man sich selbst treu bleiben und es immer Spaß machen soll und dann wird das schon irgendwann und irgendwie. Wobei ich die zeitliche Messung des „irgendwann“ selbst noch nicht einschätzen kann. Vermute, dass es sich laaaaaange hinziehen kann. 🙂
    Jetzt freue ich mich erst einmal auf Euren tollen Workshop und bin schon soooooooo gespannt.

    Viele liebe Grüße,

    Sanna

  11. Hope Fray schreibt:

    Ich habe erst gerade meinen Blog eröffnet und die „Bloggen mit Herz“ Reihe ist wirklich hilfreich um besser Fuss zu fassen.
    Ich finde wirklich schön dass du nicht nur technische Tipps gibst sondern auch an Spass, Geduld und Herz denkst 🙂

  12. Jella schreibt:

    Vielen Dank für diesen Post! 🙂
    Ich bin gerade selbst in der Situation meinen kleinen Blog aufzubauen und bin erleichtert zu lesen, dass die „Flaute“ an Lesern am Anfang völlig normal ist. Sehe es genauso wie Du: Hauptsache die Bloggerei macht Spass – und wenn man im besten Fall noch Leute damit erreicht, umso besser. 😉

    Ich mag Deinen Blog sehr, mach weiter so!

  13. Maribel schreibt:

    Ich glaube der letzte Punkt ist der aller wichtigste. Wenn es Spaß macht, ist es auch in Ordnung, wenn man nur 100 Leser hat. Da sind meistens ein paar regelmäßige dabei, die einem super süße Kommentare schreiben. Und wenns nich Spaß macht, machts auch gar keinen Sinn!

  14. FrauAlberta schreibt:

    Liebe Katja,
    ein toller Post! Danke dafür.
    Über die Visitenkarten werde ich mal nachdenken…
    Liebe und sonnige Grüße an dich.

  15. Chris schreibt:

    Huhu,
    guter Beitrag, werde doch mal schauen, ob ich das ein oder andere davon vielleicht in Zukunft auch etwas mehr berücksichtigen werden.
    Kann ja nicht nur auf den nächsten Orkan warten 🙂
    Sonnige Nordseegrüße

  16. simki68 schreibt:

    Sehr schöne Liste, die mal wieder Altbekanntes auffrischt und mir auch frischen Wind in die Segel bläst ! Danke dafür!

  17. Alex L schreibt:

    Hallo Katja,
    vielen Dank für diesen Blogpost und ich praktiziere schon einige deiner hier erwähnten Massnahmen, um mehr Blogleser zu erreichen. Ich gehe wieder fleissig auf meine Kommentarrunden und habe gestern, allein an einem Tag, 5 interessante Blogs entdeckt, die ich auch abonniert habe. Deines ist auch darunter und hierher kam ich über Google, auf der Sache nach einem themenrelevanten Blog, da ich auch über das Bloggen, Internet und Co. schreibe.

    Du hast natürlich Recht, indem du sagst, dass man authentisch bleiben sollte und sich nicht verbiegen. Wenn man nach Jahren immer noch Spass am Schreiben hat, dann überlebt man auch weitere Jahre.

    Das Netzwerken liegt mir ebenfalls am Herzen und so vernetze ich mich mit anderen Bloggern, gehe Kooperationen ein und nehme an Blogparaden, Blogstöckchen und dem WebmasterFriday teil. Summasummarum muss viel getan werden, damit man neue Leser gewinnen kann, aber es lohnt sich, dafür zu kämpfen, denn wenn die Leser erstmals da sind, wird man noch mehr motivierter, wie ich finde.

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