Bloggen mit Herz: DU BIST DIE PERFEKTION!

Hallo, meine Lieben!

Wer so viele Blogs liest, wie ich, kommt manchmal in so einen Sog. Ich lese und scrolle und klicke und plötzlich ist es Draußen dunkel und ich habe das Gefühl, nichts geschafft zu haben.

Und so begeistert ich immer wieder von den tollen Blogs bin:

Manchmal habe ich die Schnauze voll von Foodfotos, die mittlerweile doch irgendwie alle ähnlich aussehen. Ich habe die Schnauze voll von inszenierten und gestellten Bildern. Deswegen gibt es Heute gar nicht viele Worte (auch, weil ich momentan wenig, wenig, WENIG Zeit habe), sondern etwas ganz Besonderes: heute gibt es eine Portion Echtheit.

Foto 5-2
Fangen wir mit Blogkram an. Wenn ich an Fotos „arbeite“, sieht es nicht selten genau so bei uns aus. Nicht, wie im „Schöner Wohnen“-Katalog, sondern chaotisch, unaufgeräumt… Ich kann so trotzdem am Besten arbeiten, denn auch in meinem Kopf herrscht oft Chaos. Für meinen Blog möchte ich natürlich auch, dass die Bilder gut aussehen. Ich denke, das versteht sich von selbst, denn ich sehe maedchenmitherz ja wie ein Online Magazin. Und da möchte man ja auch nur das Beste zeigen.

Foto 1-5
Oft genug ist auch der Rest unserer Wohnung ziemlich, ziemlich, ziemlich chaotisch. Der Freund hat sich mittlerweile eine elegante Gelassenheit angewöhnt, denn er kann ohnehin nichts daran ändern. Wo ich bin, herrscht Chaos.

Foto 2-5
Ich sehe eigentlich wirklich oft echt blöd aus. Ha! Dieses tolle Outfit musste ich übrigens beim Heimaturlaub bei meinen Eltern tragen, um in der Eiswelt des Erdbeerhofes nicht zu erfrieren!

Foto 4-2Foto0000

Hinter den Kulissen ist übrigens nicht jedes Gericht totaaaaaal fotogen… Ganz im Gegenteil.

Was ich sagen will: Lasst euch von der augenscheinlichen Perfektion der anderen Blogger bitte nicht einschüchtern! Nobody’s perfect und eigentlich macht das Unperfekte das Leben doch erst spannend.

Im Übrigen: Übung macht den Meister, seid geduldig mit euch selbst.

Meine Foodfotos, zum Beispiel, sehen jetzt zwar so aus:

quinoa milchreis2

Früher sahen sie aber mal so aus:

cookies01
Dazwischen liegen 3 Jahre und diverse Experimentierarbeit. Lohnt sich, aber erfordert eben Geduld.

Ihr Lieben, kennt ihr dieses „Streben nach Perfektion“ und die Panik, das nicht hinzukriegen? Wenn ja, was tut ihr dagegen?

Alles Liebe,

Katja

Advertisements

22 Gedanken zu “Bloggen mit Herz: DU BIST DIE PERFEKTION!

  1. Tobia | craftaliciousme schreibt:

    Oh Katja,
    Du sprichst mir aus dem zweigeteilten Herz. 1. klar will ich super tolle Fotos zeigen ABER 2. will mein essen heiß genießen. Wie entgehst du diesem Dilemma? Und bei den DIY post bin ich ungeduldig oder es ist duster wenn ich fertig bin…
    Hab ein schönes Wochenende,
    Tobia

  2. Sandra Gu schreibt:

    Toller Beitrag!

    Ich bin mittlerweile zu den einfachen Fotos übergegangen (ohne schnickschnack, keine unterschiedlichen Hinter-/Untergründe), denn wie Tobia schreibt – wir wollen warm essen 🙂 Und das schöne dabei, man hebt sich etwas von der Masse ab, die mittlerweile doch recht ähnliche Fotos hat.

    Bis ich jetzt soweit war, sind auch fast 3 Jahre vergangen und meine Bilder von vor 3 Jahren sehen noch deutlich schlimmer aus, als Deine 😉

    Und diese Panik kenne ich auch – Ärger mich total, wenn ein Foto nicht so will, wie ich und hinterher nichts aussieht. Ich denke mir dann nur – Shit happens, nobody is perfect oder thats life… Blogger sind doch auch nur Menschen 😉

  3. Larissa//No Robots Magazine schreibt:

    Ich glaube, das Streben nach der Perfektion kennen wir wohl alle. Ich bin immer ganz schön frustriert, wenn es bei mir nicht so wie bei anderen aussieht. Vor allem, wenn ich mir angucke, was so ganz tolle Grafiker hinkriegen. Dann erinnere ich mich aber wieder daran, dass ich nun mal ein Self-Made-Grafiker bin und das nirgends gelernt habe. Und dafür bin ich gar nicht so schlecht und ich werde immer besser. Und ein paar Fehler sind ja auch charmant. (Ich finde das Foto von dir übrigens total süß :))

  4. herzballon schreibt:

    Ich bin auch eine von diesen Perfektionistinnen. Allerdings habe ich mal ein ziemlich gutes Zitat gelesen, das ich mir immer durchlese, wenn ich merke das ich schon wieder übertreibe.

    „Nach Perfektion zu streben, sich ihr annähern zu wollen ist okay, aber nicht, sie tatsächlich erreichen zu wollen. Wer das nicht versteht, wird ewig unzufrieden und unglücklich sein.“ – Oliver Kahn.

    Und auch wenn das Zitat aus dem Fußball stammt, ist es für jede Situation geeignet.
    Anneke ♥

  5. Ani schreibt:

    „Der Freund hat sich mittlerweile eine elegante Gelassenheit angewöhnt, denn er kann ohnehin nichts daran ändern. Wo ich bin, herrscht Chaos.“

    Hier isses genauso!! :’D

  6. Nele schreibt:

    Ich bin keine Perfektionistin, ich bin eigentlich überall im Leben ziemlich pragmatisch. Ich denke, das sieht man auch meinen Blogfotos an… Hüstel, hüstel. Aber ich habe weder Lust noch Zeit, mich so lange mit den Bildern rumzuschlagen. Meine Priorität ist nun einmal das Schreiben (und dabei bin ich dann auch wieder etwas perfektionistisch und feile minutenlang an einem Satz). Deine Fotos finde ich toll. Die „Outtakes“ oben, ok, so was zeige ich natürlich auch nicht unbedingt. 😉 Wobei es schon vorkommen kann! Aber so ein professionelles Equipment, wie sich da auf deinem ersten Bild zeigt, habe ich sowieso nicht.

    Liebe Grüße
    Nele

  7. Happy in April schreibt:

    Okay, die Fotos auf meinem Blog sollen schon nett anzuschauen sein, aber bei mir muss es zugleich schnell gehen. Ich habe keine zwei Stunden Zeit, um Fotos für einen Blogbeitrag zu machen oder noch eben in den Baumarkt zu hechten, um Material für tolle DIY-Hintergründe zu besorgen. Daher nehme ich es hin, wenn die Fotos (hoffentlich) ansprechend, aber nicht perfekt sind.

  8. Katja schreibt:

    Hallo Nele!
    Ha, die Reflektoren sind ganz neu, habe ich für wenig Geld gekauft, um das Licht gezielter einsetzen zu können. Ich probiere da gerade ein wenig rum. Und das Stativ habe ich auch vor Eeeeewigkeiten mal für 15 € gekauft, weil ich Landschaftsaufnahmen machen wollte. Mühsam nährt sich das Eichhörnchen 😉 Liebe Grüße! Katja

  9. Katja schreibt:

    Hallo Tobia!
    Naja, wenn du meine Rezepte mal durchgehst, wirst du eigentlich größtenteils „kalte“ Gerichte finden. Und wenn’s mal heiß sein muss, dann mache ich eben nur zwei bis drei Bilder und das war’s. Vorher bereite ich aber das „Set“ schon vor, baue alles auf und teste einmal mit einem Probebild die Gestaltung.
    Musst du mal ausprobieren, ich komme damit gut zurecht 🙂 Im Zweifelsfall würde ich mich aber immer für’s warme Essen entscheiden und gegen die Fotos!

    Liebe Grüße! Katja

  10. Maren von (rh)eintopf schreibt:

    Liebe Katja,

    oh ja, das kenne ich! Ich beispielsweise mache immer gefühlte 1.000 Fotos für einen Beitrag, die ich dann anschließend stundenlang miteinander vergleiche, um am Ende die 5 oder 6 perfekten Fotos für den Post auszuwählen. Total übertrieben! Neulich habe ich aber mal abends fotografiert, als das Tageslicht relativ schnell nachließ. Und siehe da: bei den nur 25 Fotos so entstandenen Fotos waren auch ausreichend schöne Bilder dabei! Man muss sich also eigentlich nur mal zügeln. Bei mir scheint das momentan nur zu klappen, wenn mich die äußeren Umstände dazu zwingen. Aber ich arbeite daran!… 😉

    Liebe Grüße,
    Maren

  11. Maria | marygoesround.de schreibt:

    Ohja, das kenne ich so so gut – Und was ich dagegen tue?
    Sobald es mich zu sehr nervt, schalte ich den PC aus und gehe ein bisschen an die frische Luft. Dann erscheinen die perfekten Fotos nicht mehr ganz so wichtig.
    Danke für Deine Ehrlichkeit!
    LG Maria

  12. Schlotti schreibt:

    Danke dafür! Natürlich wollen wir alle nur das Schönste zeigen, unsere Schokoladenseiten. Aber ein Blick hinter die Kulissen, das Echte, die Unperfektion…die tuen gut!!
    Ich bin auch eher Marke „Perfektionistin“. Hohe Ansprüche, aber wenig Zeit/Möglichkeit/… das resultiert dann öfter mal in Unzufriedensein. Und das ist doch eigentlich blöd, oder?
    Es gibt einfach Dinge, die muss man sich immer und immer wieder sagen, bevor man sie verinnerlicht.
    WIR SIND DIE PERFEKTION!

  13. fraumasulzke schreibt:

    Liebe Katja, vielen DANK für diesen Beitrag!!! Endlich hat mal jemand den Mut, das Echte zu zeigen. Ich finde diese wunderschönen (aber eben irgendwie immer alle gleich aussehenden und damit doch beliebigen) Bilder ziemlich langweilig. Und erinnern wird man sich eher an das Ungewöhnliche, Eckige, Kantige.
    „Nicht perfekt ist AUCH gut“ (stand in der flow). Mach bitte weiter so!!!
    Viele Grüsse
    Merle

  14. Ioana schreibt:

    Liebe Katja,

    vielen Dank für Deine Worte! Das ist sehr hilfreich, wenn man – wie ich – gerade anfängt zu bloggen. Ich will immer, dass alles perfekt aussieht (wahrscheinlich auch durch mein Dasein als Grafikdesignerin und Hobby-Fotografin bedingt), das ist aber wohl nicht so wichtig. Ich denke, man verlangt und erwartet mehr von sich selbst, als andere es tun.

    Liebe Grüße,

    Ioana

  15. San schreibt:

    Also den Aufwand, den du betreibst mit Stativ und Reflektoren… alle Achtung! Ich vertraue nach wie vor auf Tageslicht, oder im Zweifelsfall, einer indirekten Lichtquelle, die möglichst nichts alles gelblich aussehen lässt 😉 ich finde schöne Fotos schon irgendwie wichtig, versuche da aber einen Mittelweg zwischen zeitlichem Aufwand und Ergebnis zu finden.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.