Bloggen mit Herz: Von der Angst, „entdeckt“ zu werden.

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Hallo, meine Lieben!

Vielleicht haltet ihr mich jetzt für völlig bescheuert, vielleicht klickt ihr gleich weiter, weil das Thema für euch nun überhaupt gar nicht relevant ist, aber:

Ich habe oft Angst, „entdeck“t zu werden.

Nicht von irgendwelchen Kreativen-Scouts oder so Menschen, die Berühmtheiten entdecken, nein. Ich habe Angst davor, dass mein berufliches Umfeld herausfindet, was ich hier seit 5 Jahren so treibe.

Warum?

Nun, weil ich Pädagogin bin und

a) mit vielen Menschen zusammen arbeite, die nicht so wirklich etwas mit dem Internet „am Hut“ haben,

weil b) nicht Jeder, mit dem ich zusammenarbeiten muss, mir wohlgesonnen ist

und

c) ich eigentlich nicht will, dass Menschen, mit denen ich aus beruflichen Gründen in Krisensituationen zusammenarbeiten soll, Zugang zu meinem Blog haben.

Das Ganze stellt mich aber vor ein großes Problem.

Ich mag das Bloggen, es ist mein Ausgleich zum stressigen Arbeitsalltag, zur unruhigen Welt da draußen. Hier kann ich tun, was ich möchte und bin mein eigener Boss. Das ist sehr, sehr schön und ich möchte dieses Gefühl nicht missen. Den Blog einfach einstampfen, kommt also für mich nicht in Frage.

Was aber tun?

Bisher habe ich mich nicht oder nur sehr wenig davon beeinflussen lassen. Ist ja irgendwie auch gut gegangen bisher und die wenigen Kollegen, die davon wissen, sind positiv gestimmt und akzeptieren, was ich hier so tue. Mehr noch, – sie interessieren sich dafür, was hier so passiert und freuen sich über aufregende Ereignisse mit mir.

Dennoch: Es bleibt das ungute Gefühl. Was, wenn zufällig andere Kollegen, vielleicht auch aus einem ganz anderen Kontext, oder die Menschen, mit denen ich sonst zusammen arbeite, zufällig auf maedchenmitherz stoßen? Werden sie es gegen mich verwenden? Sich ein anderes Bild von mir machen?

Ich möchte natürlich auch die Chancen nutzen, die sich mir bieten, meinen Blog bekannter zu machen. Steigende Leserzahlen und damit verbunden eine größere Resonanz sind so schön… Das heißt aber auch, mehr an die Öffentlichkeit zu gehen, – hier ein Interview, da ein DIY als Gastbeitrag…. Der Kreis wird größer, die „Zielgruppe“ irgendwie auch. Einerseits eine sehr schöne Entwicklung, andererseits aber auch beängstigend, wie gesagt. Manchmal ereilt mich eine kleine Paranoia und ich bin kurz davor, diverse Beiträge hier zu löschen. Dann wieder denke ich „Was solls?“ und finde, dass ich nichts zu verbergen habe.

Ich habe für mich noch keine Lösung gefunden.

Vielleicht, weil ich mir viel zu viele Gedanken mache. Wenn ich mit anderen Bloggerinnen darüber sprechen, können sie es meist gar nicht nachvollziehen und meinen, hier wäre doch nichts, das man mir vorwerfen könnte. Stimmt. Aber wir lesen ja auch andere Blogs und sind generell dem Thema gegenüber sehr positiv eingestellt. Man könnte auch sagen: Wir sind befangen. Voreingenommen.

Wie geht es euch als Blogleser oder mit euren eigenen Blogs? Haltet ihr sie „geheim“ oder geht ihr offen auch im Kollegium damit um? Wozu würdet ihr raten?

Ich bin gespannt auf euren Input!

Alles Liebe,

Katja

37 thoughts on “Bloggen mit Herz: Von der Angst, „entdeckt“ zu werden.

  1. Auch wenn ich noch frisch in der bloggerwelt bin, möchte ich lieber das „andere“ über mich „Bescheid“ wissen-als Freunde,Bekannte und Familie! Kurioserweise! Trotz dessen liebt mein Opa meinen Blog und mein Opa ist 82! Hier macht es mir nichts aus, er redet voller Stolz mit mir über meinen Blog und das macht mich glücklich! Gerade weil ich mit meinem Kindern im Blog agiere,überleg ich oft: mach ich es so, oder lieber so…lass ich das doch lieber weg? Aber wie du schon sagst-auch bei mir vergeht nun kein Tag,an dem ich nicht an mein persönliches Schätzchen denke!
    Liebst Ulrike

  2. Liebe Kataja,
    als ich vor etwa 1 1/2 Jahren meinen Blog gestartet hab, hat man mir mal einen -wie ich finde- guten Tipp gegeben: Schreib nur das, was du in 10 Jahren noch genau so unterschreiben könntest! Ich selbst tu mich manchmal etwas schwer damit, denn mit irgendetwas muss man seinen Blog ja füllen – man braucht halt Inhalt. Das wiederum geht aber nicht, ohne auch ein Stück weit von sich selst preiszugeben… Deshalb habe ich auch nur meinen Freunden von meinem Blog erzählt, aber manchmal überlege ich auch, wie andere Menschen aus meinem Umfeld wohl reagieren würden, wenn sie meinen Blog entdecken😉
    LG, Sonja

  3. Ich gehe eigentlich relativ offen damit um. Meine Kollegen kennen meinen Blog alle – einschließlich meiner Chefs (unsere Geschäftsführerin hat sogar meine Facebookseite geliked). Ich gehe damit auch offen um. Ich arbeite in den Medien und mein Blog ist mediale Arbeit. Daher ist das für mich kein Problem. Natürlich möchte ich nicht, dass meine Kollegen etwas von mir erfahren, dass ich als zu privat empfinde. Aber genau genommen soll auch das Internet solche Dinge nicht erfahren. Daher ist das eigentlich ein ganz guter Filter: „Sollen meine Kollegen das über mich wissen? Hm, nein. Okay, dann kommt es nichts in Internet.“ Aber das ist sicher auch eine Sache des Berufs.

  4. Ugh, Katja, du bist ganz und gar nicht alleine! Diese Paranoia habe ich auch ständig! Ich will nicht, dass meine Kollegen, aber auch einfach bestimmte Menschen meinen Blog finden. Ich kann gar nicht genau sagen wieso, aber ich spreche auch nie vor anderen Leuten, die ich nicht selbst durchs Bloggen kennengelernt habe, von meinem Blog.
    Es ist superschwer zu beschreiben, aber aus deinem Post geht hervor dass du genau weißt wovon ich rede.
    Einstampfen kommt für mich auch nicht in Frage und manchmal kann ich mir einreden, dass es doch letztendlich gar nichts Schlimmes wäre, wenn jemand mein Blog findet… Dennoch bereitet mir der Gedanke oft schlaflose Nächte. Puh.

  5. Hey Katja,

    ich kann dich sehr gut verstehen. Zwar stehe ich mit meinem Blog noch am Anfang, dennoch habe ich mir diese Frage schon des öfteren gestellt. Vielleicht ist es ein guter Filter für die Artikel so wie Larissa es beschreibt, dennoch bin ich mir unsicher, wie mein Umfeld auf bestimmte Dinge reagieren würde. Vermutlich ist es wieder ein Mittelweg zwischen sich ein wenig öffnen und es zulassen, das auch ggf. Kollegen oder Kunden dies lesen und dem Teil des Lebens, den man grundsätzlich offline lässt. Aber diesen Weg zu finden ist echt nicht einfach. Es hilft sicher, darüber zu sprechen und sich mit anderen auszutauschen, ich bin jedenfalls froh, dass du dieses Thema angesprochen hast. So weiß ich, dass es auch erfahrenen Bloggern so geht wie mir.

    Wünsche dir ein schönes Wochenende.
    Viele Grüße, Silke

  6. Ich verstehe das Problem, auch wenn ich es nicht habe. Die einzigen, die vom Blog nichts wissen, sind meine Schwiegereltern – und das auch nur, weil ich keine Lust habe, ihnen zu erklären, was das ist, warum ich das mache, etc.!😉 Natürlich kriegen sie trotzdem mit, dass ich oft wegen des Blogs unterwegs bin (sie sind ja unsere Nachbarn) und dann sage ich immer „Ich treffe mich mit Menschen aus dem Internet“ – ob das wirklich besser ist?!😉

    Wenn es dich tröstet, ich denke, dass Leute, die nichts großartig mit der Bloggerwelt zu tun haben, auch niemanden dort kennen. Wenn ich da meinen Mann nehme, dem könnte ich die Namen der größten Bloggerinnen nennen oder Fotos zeigen, und er hätte keine Ahnung, von wem ich rede. Genauso meine Verwandten, die meinen Blog lesen, aber sonst gar keinen. Bis man wirklich „Mainstream“ wird, muss noch einiges passieren, denke ich. Einerseits schade, andererseits für deine Problematik wohl eher hilfreich! Anders sieht es vielleicht aus, wenn man in Zeitschriften etc. auftaucht. Aber auch da muss man dann erst mal in der entsprechenden Zielgruppe auftauchen (oder liest deine Zielgruppe die „Couch“, „Flow“ etc.?).

    Liebe Grüße
    Nele

  7. bescheuert sind solche gedanken ganz und gar nicht!
    ich finde das normal, zumindest wenn man ein „privates“ blog schreibt bzw. ein Blog, der dem „beruf“ nichts zu tun hat.
    „was wenn das jemand liest?“ „was denken die leute über mich?“ und vor allem „würde sich etwas daran ändern, wie mir menschen gegenüber treten (vor allem im beruf)?“

    man hat es nicht in der hand, was andere über einen denken.
    ich bin mir selbst nicht sicher, „wie“ mich menschen „einschätzen“, wenn sie nur mein blog kennen und nicht auch mich. ich habe schließlich auch ein bild von menschen, deren blog’s ich lese.
    ob das bild immer stimmt oder vollständig ist? wohl kaum!

    ich glaube das problem ist, dass sich solche gedanken oft um „berufliches“ drehen, weil man im „job“ eine bestimmte „aussenwirkung“ hat und auch haben muss.
    kollegen, mitarbeitern, kunden, vorgesetzten, geschäftspartnern… gegenüber „präsentiert“ man sich mehr oder weniger und glänzt idealerweise durch kompetenzen und leistung, weniger durch seine hobbies oder gadanken über „dies und das“.

    mir hat es geholfen, über das „worst case“ szenario nachzudenken: „was wäre, wenn“ jemand z.b. lächerlich finden, was ich mache oder meine persönliche meinung dumm findet, oder albern, oder…..?“

    nichts wäre dann, zumindest bei mir und würde sich vermutlich gar nichts ändern!
    trotzdem denkt man darüber immer mal wieder nach, ein „dilemma“ ;0)

    mir gefällt dein blog im übrigen sehr gut!
    sonnigen gruß
    stefanie

  8. Hi Katja,
    bis vor kurzem wusste außer meinem Freund keiner aus meinem Umfeld von meinem Blog. Mittlerweile habe ich zwei Freundinnen den Link einmal zukommen lassen, und denen gefällt auch durchaus was ich mir da so zusammen schreibe. Ansonsten bewahre ich aber Stillschweigen über mein Treiben im Internet. Warum ich meinem näheren Umfeld davon nichts erzähle kann ich nicht mal genau begründen. Mir macht das bloggen Spaß, aber ich möchte mich dafür nicht rechtfertigen müssen. Ich kann deine „Sorgen“ daher absolut nachvollziehen.
    Lg, Birte

  9. Hey😀
    Das ging mir früher auch so. Ich hatte einen Blog, auf dem ich über meine psychischen Krankheiten geschrieben habe, sehr ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Wenn es mir nicht gut ging, stand es da und umgekehrt. Irgendwann, als gerade alles lief, also immer steigende Leserzahlen, zu fast jedem Beitrag ein Kommentar, habe ich durch Zufall gesehen, dass meine Schwester mitliest. Meine Konsequenz? Den Blog löschen. So ging das ständig. Auch wenn anonyme Kommentare kamen, die mich eindeutig kannten…

    Mittlerweile hat sich mein bloggen geändert. Ich poste von mir und über mich. Habe eine Facebook-Seite und achte darauf, was ich so schreibe. Deswegen sind einige Posts im Entwurf und es werden immer mehr reingestellt, weil ich denke, dass es „zu viel“ ist.
    Manchmal wird es gruselig, wenn ich darauf angesprochen werde. Gerade in der Uni. Aber es ist durchweg positiv und ich habe auch schon gehört, dass ich dadurch echt geholfen habe, was mich stolz macht und mir den Mut gibt, weiter zu machen. Was auch immer schön ist, wenn mich Freunde direkt fragen, ob ich nicht über das ein oder andere Thema schreiben könnte. Entweder um für etwas wichtiges Werbung zu machen oder weil sie meine Gedanken hören wollen.

    Liebe Grüße in den hohen Norden😀
    Maureen

  10. Hallo Katja,
    ich kenne deine Gedanken.
    In meiner alten Firma hätte ich es auch auf keinen Fall wollen das jemand „mich hier“ liest!!! Aber das waren alles Männer und ich denke die hätten den 3. Beitrag über schminke gesehen und nicht weitergelesen.
    Heute hab ich damit weniger Probleme, meine Kolleginnen sind fast alles tolle Menschen.
    Aber… ich habe ein Problem mit Menschen die ich doof finde (jetzt ganz aktuell zum Beispiel meine Nachbarin) ich hätte ein Problem damit wenn sie mich hier liest. Weil ich hier auch oft mein Herz ausschütte und irgendwie finde ich das doofe Menschen (:-P) nicht verdienen MEINE Gedanken zu lesen. Das will ich nicht. Das sind meine!! Die teile ich nur mit guten Menschen. Oder eben Fremden. Komisch oder???
    Mach dich gerade, Schultern zurück, es gibts nichts anzuprangern wo du wirkliche Probleme bekommen würdest🙂

  11. Als ich mit meinem anonym 2008 Blog gestartet bin, hatte ich deutlich persönlichere Artikel. Da habe ich mir viel mehr in den Kopf und ins Herz gucken lassen. Irgendwann war die Anonymität nicht mehr möglich, weil ich auf Blogger Events gegangen bin und so. Für mich bedeutete das einen radikalen inhaltlichen Schnitt: Ich blogge seitdem ausschließlich Sachen, bei denen ich sage „Das darf auch mein größter Feind der mein künftiger Chef/ Auftraggeber lesen“. Und wenn die Sachen denjenigen nicht gefallen, Sie Sylt für angeberisch halte oder sie es albern finden, dass ich Konfetti in die Luft schmeißen – ja, dann ist das so. Dann sind das auch keine Menschen, die zu mir passen.

    Unsere Blogs sind nicht unbekannt und wie können JEDERZEIT entdeckt werden. Gerade, wenn man sich auf Fotos zeigt. Ich bin mir sehr sehr sicher, dass deutlich mehr Menschen in Deinem Umfeld von Deinem Blog wissen als Du denkst. Ich bin jedenfalls regelmäßig überrascht, wer alles dann doch bei mir mitliest.

    Es ist bei Dir aber kein Problem, weil Du rein gar nichts veröffentlichst, was kritisch ist. GAR NICHTS!

    Ich kann Dir nur raten: Verabschiede Dich vom Gefühl, noch halbwegs anonym unterwegs zu sein – das bist Du nicht. Und überlege Dir, was diese Menschen, von denen Du nicht entdeckt werden willst, lesen sollen und was nicht. Wenn es etwas gibt, was sie nicht wissen dürfen (ich wüßte bei deinen aktuellen Artikeln nicht, was das sein sollte), lass es weg. Anders geht es nicht!

    Alles Liebe, Herzchen!
    Sandra

  12. Huhu…

    Auch ich kenne das Gefühl…
    Das Bloggen ist für mich mittlerweile eine Art Weg geworden, mein Herz auszuschütten, ohne Gefahr ausgelacht zu werden, über meine Hobbys reden zu können und einfach ich zu sein.

    In meinem Blog kann niemand mit dem Finger auf mich zeigen und sagen: „ey, mir passt deine Nase nicht.“ wenn es so ist, soll derjenige dann einfach weiter scrollen oder mir nicht folgen😉

    Da meine Verwandtschaft nichts von meinem Hobby weiß, habe ich noch nicht die Angst, dass ich sozusagen „entdeckt“ werde, aber ich fände es auch nicht so schlimm😉

  13. Hey Katja! Ich kann Dich total gut verstehen! Als Anfänger-Blogger bin ich zwar noch in der Phase total froh über jeden Leser zu sein- aber frage mich auch oft, was wohl Bekannte/Freunde denken… Ich blogge und schreibe deshalb unter einem Pseudonym. Das ist wie eine Rolle, in die ich schlüpfe. Eine Art emotionalere Version von mir selbst😉 Wäre das vielleicht was für Dich? Ganz liebe Grüße!!!

  14. Was einen beruflichen Kontext angeht, habe ich tatsächlich weniger Sorge, aber ich mache mir schon manchmal Gedanken über Leute, die ich zum Beispiel von früher aus der Schule kenne, oder ähnliches. Ich sorge mich dann, dass sie über meinen Blog stolpern und dann hinter meinem Rücken über mich lästern. Total paranoid, aber das wird mich trotzdem nicht abhalten ;)!

  15. Liebe Katja,

    ich sehe es ähnlich wie meine Vorredner(schreiber)innen: auf Deinem Blog ist nichts, was offensichtlich gegen Dich verwendet werden könnte. Aber ich kann Dich schon verstehen. Außer meinem Freund weiß in meinem Umfeld auch keiner, dass ich einen Blog schreibe. In der Firma bräuchte ich wohl keine “Angst” zu haben, da meine Jungs hier nur sehr wenig Ahnung vom Internet geschweige Blogs haben. Und auch sonst werde ich oft komisch angeguckt, wenn ich sage, ich habe etwas auf einem Blog gelesen.
    Irgendwie kommt es mir komisch vor, etwas von mir preiszugeben, was so vielleicht nicht jeder mitbekommen würde, dabei muß das noch nichtmal was besonderes sein, auch ein DIY, bei dem ich denke, für mich ist es ok, aber was sagen andere? Ich glaube, ich muß mich davon einfach frei machen.
    LG Stephi

  16. Liebe Katja,

    da ich auch Pädagogin bin, kann ich deine Überlegungen gut nachvollziehen.
    Mir geht es ähnlich und ich bin habe „realen“ Freundes- und Bekanntenkreis sowie bei meinen Kollegen noch nie erwähnt, dass ich gerne blogge. Das werde ich auch nicht, weil es wirklich absolut meine Privatangelegenheit ist und ich das nur für mich alleine mache.
    Ich schreibe immer wieder Beiträge, die wirklich als „Tagebuch“ unveröffentlicht bleiben.
    Sollte doch zufällig jemand meinen Blog finden, achte ich natürlich darauf, dass dieser in den öffentlichen Beiträgen wirklich nur Dinge enthält, die auch öffentlich sein können.
    Bisher ist das aber noch nicht passiert.

    Und warum das Ganze? Die Frage habe ich mir anstzweise so beantwortet, dass das Bloggen einfach mit meinem Berufsleben rein gar nichts zu tun hat und ich versuche auch, wenig von diesem Lebensbereich in meine Beiträge einfließen zu lassen… da gibt es ja so eine weit verbreitete Pädagogenkrankheit😉
    Ich habe Spaß am Bloggen, wie du. Es ist für mich eine schöne Form, Erinnerungen zu konservieren. Ich lese gerne andere Blogs und sammele Ideen.

    Mein Blog ist ja wirklich sehr, sehr klein und das ist auch gar nicht so schlecht für mich, es gibt nämlich immer wieder Phasen, in denen ich es nicht schaffe, regelmäßig etwas zu schreiben. Wenn es so ist, dann ärgere ich mich auch nicht, denn es gibt einfach tausend wichtigere Dinge als den Blog…
    …und ein schlechtes Gewissen hat man ohnehin schon im Alltag häufiger, wenn die Dinge gelegentlich liegen bleiben oder vergessen werden. Das muss mit freiwilligen Projekten ja nicht auch noch sein.

    Aber ich finde es schön, dass du zu dem Thema einen Beitrag verfasst hast!
    Danke dafür und ganz liebe Grüße von Nina

  17. Ich denke, dass ist ein Problem mit dem Portal Internet an sich. Facebook, instragram, Blog, alles irgendwie. Man sitzt auf seiner Couch, klappt den Laptop auf und ist mit Jogginghose und Gammelshirt plötzlich auf dem globalem Dorfplatz. Und wie das in einem Dorf so ist: am Ende kennt jeder jeden.

    Ich gehe offen mit meinem Blog um, allerdings gibt es Orte, an denen ich meinen Blog nicht unbedingt erwähne: Elternabend, zum Beispiel, wobei ich hier die Position als Mutter unter anderen Müttern meine und nicht die der Pädagogin.

    Am Ende ist der Blog meine große Schwester . Ich erzähle ihr Dinge, ich lasse mich von ihr auf irgendwelche Events mitschleppen und es ist auch für mich in Ordnung, dass andere Menschen mich mit meiner großen Schwester am Dorfplatz sehen können.

    Wir laufen halt adrett angezogen rum und nicht nackt, unterhalten uns nicht lautstark über unsere Kinder oder unser Sexleben und haben auch keine Foto-shirts mit unseren Kindern am Dorfplatz an.

  18. Hallo Katja,

    mir geht es da ähnlich. Ich arbeite als Psychologin und habe immer im Hinterkopf, dass ja auch Klienten von mir auf meinen Blog stoßen könnten. Daher habe ich (bislang) nirgends meinen vollen Namen stehen und veröffentliche auch nur selten Fotos, auf denen ich zu sehen bin. Kollegen und Kolleginnen von mir wissen aber größtenteils von meinem Blog – darunter einige, die selber nähen – und wird teilweise auch von ihnen gelesen. Das finde ich nett, wenn ich dann am nächsten Tag auf ein Teil angesprochen werde, das ich genäht und geposted hatte🙂
    Bei Klienten bin ich dann aber doch vorsichtiger. Ich selbst finde es auch schade, denn damit habe ich immer eine kleine Zensur im Kopf. Eine wirkliche Lösung habe ich für mich auch noch nicht gefunden…

    Liebste Grüße,
    lotta

  19. Ich steh zu meinem Blog und bin stolz darauf!
    Ich hänge ihn nicht an die große Glocke, aber wenn es jemanden interresiert, erzähle ich auch gern darüber.
    Was die Anderen denken oder darüber lästern, ist mir auf deutsch gesagt scheiß Egal, einfach Neid, weil sie einen Blog nicht hin bekommen könnten😉 und ich oder Ihr was tolles auf die Beine gestellt habt.
    Viele liebe Grüße
    Christin

  20. Als Künstler von Beruf hab ich ein bisschen die Narrenfreiheit, kein beruflichen Konsequenzen oder Vorschriften… Und Skandale sollen ja auch der Karriere förderlich sein?😉
    Nein, im Ernst: Nach ein paar Ausrutschern in den ersten Netzbesuchen, bin ich inzwischen der Auffassung, das das Internet ein öffentlicher Raum ist. So ähnlich wie Fadenvogel das schreibt, stelle ich mir oft vor, ich würde das was ich schreibe, an einem Kneipentisch ein paar Leuten erzählen. Keine Garantie, wer da noch zuhört und über die Schulter schaut.
    Also überlege ich mir gut, was mir zu privat ist.
    Was aber nicht heißt, daß man nicht auch mal etwas riskieren soll. Es ist doch wichtig auch öffentlich Postion zu beziehen.
    Umgekehrt ist es leider so, daß das Internet auch enthemmt. Da wird schnell Jemand blosgestellt, oder Etwas ausgesprochen, was sich live und vor Menschen keiner zu sagen trauen würde.
    Im Ganzen ist es für mich wie immer im Leben: Es gibt zu Allem Gute Dinge und auch Nachteile. Und solange, wie die guten Erfahrungen und Gefühle überwiegen, die schlechten und unangenehmen Reaktionen die Ausnahme sind, bleibe ich dabei. Wird es zu schlecht, muss mich meinen Weg ändern.

  21. PS
    seltsam ist es allerdings immer zu sagen, daß man „bloggt“. Das ist für viele so gar kein Begriff, da könnte ich auch sagen, ich streiche Steine auf dem Mond bunt an…
    Aber das ist eben wieder etwas anderes… Mit Schuckdesign sein Geld verdienen ist auch viel buntes Geröll auf dem Mond…😉

  22. Oh wie gut ich Dich verstehe, allerdings blogge ich auch ziemlich „privat“ und möchte ungern erkannt werden.
    Das bloggen sein lassen? Kommt für mich nicht in Frage und so habe ich bisher auch noch keine Lösung gefunden. Ich pokere einfach darauf, dass mein Umfeld nichts mit Blogs am Hut hat🙂

  23. Liebe Katja,
    ich kann Dich sehr, sehr gut verstehen, geht es mir doch ähnlich!
    Mein Mann, meine Mutter, ein paar Freundinnen (längst nicht alle) wissen von dem Blog, das war es dann auch schon. Besonders meine lieben Arbeitskollegen und auch die Menschen, mit denen ich zusammenarbeite, wissen nichts von dem, was ich online so treibe und das ist auch gut so ;-)! Ich schätze aber wie Nele auch die Chancen, dass das jemand zufällig herausfindet, als eher gering ein – es sei denn, sie googeln mich, denn dann findet sich der Blog ziemlich weit oben ;-)…
    Ich mach es ähnlich wie Du und munter mit der Vogelstraußmethode ‚Kopf in den Sand und durch!‘ einfach weiter und drücke mir und Dir die Daumen, dass es gut geht!
    Ich jedenfalls freue mich schon sehr auf das, was Du noch teilen magst :-)!
    Liebst,
    Sabine

  24. Ich kann die Überlegungen auch gut verstehen. Ich bin auch Pädagogin und für mich ist die Konsequenz daraus,dass ich keinen Blog habe und nicht bei Facebook oder ähnlichen Plattformen vertreten bin. Ich weiß, dass ich vom Typ her so gestrickt bin, dass ich noch so gut überlegen könnte was ich schreibe, ich hätte trotzdem Anfälle der Panik. Daher verzichte ich dann….auf Blog, Netzwerke und Co…manchmal auch schweren Herzens. Ich wünsch dir, dass du eine Lösung findest, die sowohl der privaten Leidenschaft als auch der Rolle im Beruf gerecht wird.

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  27. Hallo,
    ich arbeite mit Klienten, die vermutlich nie auf meinen Blog stoßen würden, aber trotzdem bin ich einfach gerne mit Pseudonym unterwegs. Es muss doch einfach auch nicht jeder meinen echten Namen und Nachnamen kennen. Mein Beruf hat für mich in meinem Blog auch gar nichts zu suchen, deswegen halte ich das getrennt. Das ist bestimmt anders bei Leuten, die das Bloggen zum Beruf machen.
    Wenn mich jemand entdeckt und kennt, finde ich das nett. Ich freue mich schließlich auch, wenn ich bekannte Blogger in Hamburg und Berlin sehe. Ich grüße vielleicht oder freue mich nur leise. Ich will die schließlich auch nicht belästigen.
    Grundsätzlich würde ich aber alles, was ich schreibe auch jemanden erzählen. Alles andere, gehört nicht ins Internet. Das Internet ist Öffentlichkeit, nicht privat.
    LG Nanne

  28. Liebe Katja, ich erkenne mich in deinem Post und vielen der Kommentare wieder. Es ist und bleibt eine Grundsatzfrage: wie authentisch bin ich – und kann man mich dadurch zuordnen… Hm, für mich habe ich klar die Entscheidung getroffen, anonym bleiben zu wollen. Obwohl Freunde mitlesen, die diese Entscheidung aber akzeptieren und mittragen. Für mich ist es absolut ok, Blogger ohne Blogger-Bekanntheit zu sein. Vielleicht gibts auch nicht die Lösung, sondern einfach eine Entwicklung der Zeit für dich? Liebe Grüße von Doris

  29. Mir ist es ehrlich egal WER meinen Blog ließt. Soll er doch. Ich hatte es sogar schon das ich bei einen Vorstellungsgespräch darauf angesprochen wurde. ja und? Ich hab denen gesagt das ist eben MEIN Website und ich schreibe das wozu ich stehe, ich beleidige keinen, ich rede keinen schlecht. Ende.
    Auch jetzt in der Uni weiß eigentlich jeder das ich Blogge. Ich sag das auch offen das ich Buchblogger und Privatblogger bin. Meine Familie weiß es auch. Viele lesen ihn, einige finde es doof, aber Pech. Ist MEIN Leben.

    Jetzt wo ich mit Klienten arbeite hab ich es auch schon erlebt das die Kids meinen Blog ergoogelt haben. Ist ja auch einfach Impressumspflicht😉 Und Ganz ehrlich? Wer mein sich hinter einen Pseudonym verstecken zu können kann ganz schön damit beim bloggen auf die Schnauze fallen. Mein Bruder hat ganz schön blechen dürfen das er kein Impressum hatte… und JA die bekommen ganz schnell raus wer man ist. Gerade wenn man eigene Domains hat und die nicht gerade über einen Bekannten laufen lässt (wobei dieser dann eben die Anzeige am arsch hat und mit Sicherheit nicht schweigt)

    Ich schreibe eben das was ich auch sagen würde. wie oben gesagt, ich mache keinen schlecht oder ziehe über andere her. Ja ich sage wenn mir was nicht gefällt. Aber ich darf schließlich meine Meinung vertreten.
    Einzig meinen Sohn hab ich mittlerweile fast vollständig vom Blog genommen mit Fotos. Den als Sozialarbeiter weiß man ja nie. Ich würde Klienten auch nicht bei FB annehmen, sondern es wie meine Kollegen machen, einen Extra Account den die ruhig adden dürfen, wo sie auch Kontakt auf nehmen können, aber eben nichts Privates steht.
    Ich kontrolliere einmal im Monat was Google ausspuckt wenn man mich googelt und bis jetzt ist es nur DAS was ich auch wissentlich online habe😀

    Früher hatte ich Angst. Aber heute stehe ich zu meinen geschriebenen und sage das ist genauso ein Teil von mir wie mein aussehen. Wer mich deswegen verurteilt, hat eben meine Freundschaft nicht verdient, wer mich deswegen nicht einstellt, hat meine Arbeitskraft nicht verdient. Ende😀

  30. Pingback: Lovely Links Oktober | Ohne Musik | Personal Blog

  31. Pingback: Die Angst vor der Entdeckung

  32. Hi! Das kann ich verstehen. Ich werde auch bald als Pädagogin arbeiten und natürlich ist es in dem Bereich in der ein oder anderen Situation vielleicht etwas schwierig. Letztendlich ist es aber tatsächlich so, dass man sich dafür nicht schämen muss oder sonstiges. Und wenn man auch Erfolg mit dem hat was man tut, dann umso weniger. Ich persönlich würde es meinen Kollegen trotzdem nicht erzählen, weil das zwei verschiedene Dinge sind, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben. Außerdem habe ich noch viele Pläne mit meinem Blog und meinem Instagram Profil und das was ich tue macht mir sehr viel Spaß und ich würde es um keinen Preis aufgeben wollen. Ganz ehrlich, sollte ich in meinem „richtigen“ Job Probleme wegen dem ganzen hier bekommen sollte, würde ich eher diesen Job wechseln als das Bloggen zu beenden. Für mich ist das Bloggen nämlich auch ein Job. Einen, den ich liebe und das ist so viel wert.
    Ich wünsche dir, dass du das bald für dich klären kannst. Das ist natürlich nicht schön, wenn man sich darüber die ganze Zeit Gedanken macht.
    Liebe Grüße, Christin

  33. Pingback: Blogging Links und Tipps | Girls Guide To Blogging

  34. Ich halte meinen Blog um ehrlich zu sein geheim. Auch in meinem Freundeskreis. Das liegt bei mir schon immer daran, das ich kein Fan davon bin mich selbst zur Schau zu stellen. Ich bin sehr schüchtern und viele Sachen, die für manche einfach sind, sind für mich ein Kampf. Mein Blog ist schon ein großer Schritt für mich und mein Hobby, etwas, in dem ich aufgehe, und wenn ich das Gefühl hätte das Leute die mir Nahe stehen, darüber reden würden, darüber diskutieren würden, würde ich mich eingeengt fühlen, weil ich mein Publikum plötzlich kenne. Eigentlich doof und eigentlich sollte mir das nichts ausmachen, aber es gibt viele Dinge über denen Menschen stehen sollten und es dann doch nicht schaffen:/

    Liebe Grüße.
    Susanne

  35. Also bei mir wissen zum Beispiel meine Eltern, dass ich ein Blogger bin und ein paar Freunde wissen es, aber lesen tun sie bei mir nicht, weil die mit dem Internet eher weniger zu tun haben.

    Beruflich erwähne ich selten, dass ich in der Freizeit ein Blogger bin, um vielleicht keinen falschen Eindruck zu erwecken. Man weiss doch, dass Blogger sehr viel Zeit im Internet verbringen und gerne viel bloggen würden. Ein paar Mal erwähnte ich, dass ich ein Blogger bin und daraufhin wurde nur genickt und sonst nichts.

    Viele Menschen da draussen gehen sehr selten ins Internet und lesen keine Blogs und wenn ich das im Gespräch merke, versuche ich hin und wieder zu erklären, dass das Bloggen eine coole und schöne Freizeitbeschäftigung mit Potential ist.

    So richtig geheimhalten, dass ich ein oder derzeit mehrere Blogs betreibe, würde ich nicht und sollen die doch alles wissen, was ich so in meiner Freizeit alles treibe. Vielleicht bekommt man durch die Neugierde anderer Kollegen ein paar neue Leser🙂.

  36. ohh mir geht es ganz genauso wie dir! Ich schreibe seeehr persönliche Dinge und bei „Fremden“ ist es mir egal, ob sie das wissen. Ich hab aber Angst, dass meine Familie oder zukünftige Arbeitskollegen meinen Blog finden.. Darum überlege ich auf öfters, ob ich so weitermachen kann… Bei mir kommt dazu, dass ich über mein Leben mit Depression schreibe UND irgendwann in der Beratung/Therapie arbeiten möchte…. Ob das dann für Kollegen so zusammenpasst ist die Frage.. Oder wenn es sogar Patienten entdecken O.O ohjeeee… ich blende aber diese Gedanken zur Zeit total aus ^^

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