Bloggen mit Herz: Wenn das Bloggen zur Last wird.

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Ihr Lieben!

Gerade habe ich eine Email an die wunderbare Sandra geschrieben und mich bei ihr ein wenig ausgeheult, dass manchmal alles zu viel ist. Das Leben 1.0 will gelebt werden und der Blog will ja auch am Leben gehalten sein. Sprich: Inhalt muss her.

Ich habe euch bereits mehrfach gesagt: Dein Blog ist dein Blog ist dein Blog. Und gepredigt, man solle sich nicht von Anderen stressen und unter Druck setzen lassen. Davon, welche tollen Dinge sie erleben, welche super Kooperationen sie eingehen, wie viele Leser sie haben.

Aber seien wir ehrlich:

In letzter Zeit bin ich genau in diese Falle getappt. Überall sieht man „Blogadventskalender“ und Gewinnspiele und tolle DIYs, die nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch viel Zeit gekostet haben müssen.

Und ich sitze hier, um 20 Uhr, nachdem ich 10 Stunden bei der Arbeit verbracht habe, 1,5 Stunden mit dem Auto hin und zurück gefahren bin, meinen Koffer für’s Wochenende gepackt und auch noch das Badezimmer sauber gemacht habe und frage mich ernsthaft: WIE UM ALLES IN DER WELT SOLL ICH DA NUR MITHALTEN?

Gar nicht.

Natürlich habe ich einen Kopf voll Ideen, aber – Madame hat ja Ansprüche – in der Woche schaffe ich es einfach nicht, Fotos zu machen, weil es Draußen dunkel ist, wenn ich nach Hause komme. Und am Wochenende bin ich – zumindest momentan – viel zu viel mit dem normalen Leben beschäftigt. Man will ja auch mal etwas mit Freunden unternehmen oder die Familie besuchen oder – das kennt ihr: auch einfach mal ausruhen.

Mit Ausruhen ist aber nichts, denn Emails wollen beantwortet werden, Kooperationsanfragen von Firmen sollten bearbeitet werden, denn man ist ja höflich und schickt zumindest eine Absage. Alles kostbare Zeit, die mir am Ende des Tages fehlt.

Und nicht zu vergessen: bald ist Weihnachten und ich möchte auch meinen Lieben ein schönes Fest bereiten und Geschenke, die von Herzen kommen, verschenken. Und auch hier wieder: das braucht Zeit. Ich habe mich dabei erwischt, wie ich neidisch auf diejenigen blicke, die keinen Blog haben und abends einfach vor dem Fernseher sitzen und vielleicht sogar noch einmal einen Glühwein auf’m Weihnachtsmarkt (auf dem ich auch noch nicht war) trinken gehen. Oder -WOW!- Freunde besuchen fahren. Und so droht der Blog zum Pflichtprogramm zu werden, – etwas, das ich immer vermeiden wollte.

Eine Lösung muss also her!

Also überlege ich, wie ich das ändern kann. Denn das hier sollte mir eigentlich Spaß machen, ohne Druck, einfach nur Spaß. Und vor allem: ohne auf andere Blogs zu achten, die augenscheinlich erfolgreicher, schöner, innovativer… usw. sind. Das ist aktuell der größte Druck. Das „Mithaltenwollen“ und vergessen, dass jeder Blog doch individuell ist und bleiben sollte.

Also habe ich mir etwas überlegt:

Den 5 Punkte Blog Entschleunigungsplan! Denn das brauche ich jetzt: Entschleunigung. Zurück zu mir. Zurück zum Herzmädchen.

1. Entrümpeln. 

Meinen Blogreader, meine Instagram-Abos… die ganzen Impressionen anderer Menschen und ihrer schönen Erlebnisse setzen mich unter Druck. Und Druck muss weg!

2. Kooperationen?

Hier muss ich mir dringend überlegen, ob ich das überhaupt noch will, oder nicht? Es gibt nicht immer eine klare „Deadline“, aber ich möchte schon „abliefern“, wenn ich zugesagt habe. Daher muss ich für mich ganz in Ruhe erarbeiten, was und welche Art von Kooperationen ich eingehen will, oder nicht.

3. Zurück zur Routine.

Vielmehr: Zurück zum Blog-Sonntag. Momentan schaffe ich es sonntags gar nicht mehr, zu Bloggen und das führt dann nämlich dazu, dass mein Feierabend in der Woche gar kein Feierabend mehr ist. Mein fester Blog-Tag hat mir immer geholfen, meinen Ansprüchen gerecht zu werden. Ich will ihn wiederhaben!

4. Ansprüche zurück schrauben.

Wo wir beim Thema wären: ich sollte vielleicht auch meine Ansprüche zurück schrauben. (Fast) Täglich ein neuer Post – das geht einfach jetzt nicht mehr. Weil es die Arbeit nicht zulässt und das Leben 1.0 nicht mehr zu kurz kommen soll.

5. Euch fragen!

Das tue ich jetzt:

Kennt ihr diesen Druck, dem man manchmal ausgesetzt ist oder sich selbst macht?! Was sind eure Ideen, eure Erfahrungen? Ich will den Blog nicht „auflösen“, denn dafür liegt mir viel zu viel daran. Ich will aber auch keine lieblosen Artikel veröffentlichen, die mir und euch keinen Spaß machen!

Habt ihr Vorschläge, Anregungen? Klare Worte vielleicht? Ideen, die aus dem Dilemma heraus helfen? Was kann ich ändern?!

Ich danke euch für euer Ohr und sende

Alles Liebe,

Katja

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44 Gedanken zu “Bloggen mit Herz: Wenn das Bloggen zur Last wird.

  1. Ruhrköpfe schreibt:

    Hallo Katja, weniger ist oft mehr, oder!? 🙂 Leider mache ich mir auch oft Druck, mehr und öfter zu schreiben. Ich beruhige mich dann damit, lieber Qualität statt Quantität zu liefern. Liebe Grüße, Annette

  2. Ulli schreibt:

    Liebe Katja,
    das kenne ich nur zu gut. Überall sieht man schöne und ausführliche DiY-Beiträge, spannende Kooperationen und leckere Kekse und will mithalten. Seinen Lesern all das bieten, was man selbst auf 10 verschiedenen Blogs gesehen hat. Das geht aber einfach nicht. Ich muss ich auch immer wieder dran erinnern, dass das Bloggen Spaß machen soll und nicht mein Vollzeitjob ist. Ich versuche mich gerade auf 3-4 mal die Woche einzupendeln. Und wenn es mal nur 2 Beiträge sind, dann ist das halt auch so. Ich muss da generell erst mal einen Rhythmus finden. 😉
    Ich lese hier gerne und freue mich natürlich, wenn täglich etwas Neues da ist. Aber auch alle 2 Tage würde reichen und mich glücklich machen. 😉 Setz dich also nicht so unter Druck!

    Es gibt auch noch ein Leben neben dem Blog, das Aufmerksamkeit (ungeteilt) will.
    Instagram, Twitter und facebook machen schnell süchtig. Ich erwische mich auch, wie ich drüber nachdenke, was ich bei twitter kreatives schreiben kann, damit ich mal einen retweet bekomme. Aber mir fallen da leider nicht so cool Sachen ein, wie einigen anderen. Dann halt nicht. ^^

    Entschleunigen ist eine gute Idee. Ich freu mich schon auf nächstes Wochenende (also nicht das morgen), weil da endlich mal ZEIT ist! Einfach Zeit für mich. Keine Termine, Familienfeiern oder Ausflüge. Einfach mal „chillen“, basteln, Katzen kuscheln und so. ❤

    Ich wünsche dir trotzdem ein schönes Wochenende und viel Erfolg beim Entschleunigen. 😉

  3. Melanie schreibt:

    Ohja, genau so geht es mir leider auch gerade. Entrümpeln ist eine sehr gute Idee, ich liebe nämlich auszumisten (ja wirklich, das macht mir Spaß) und auf so manch eine Facebookfreundschaft oder ein abonierter Blog kann gut verzichtet werden. Ich überlege mir immer, macht mich das wirklich glücklich oder ist die Person/ Blog eigentlich nur noch eine Last und macht mir unnötig Druck den ich in meinem Job / Ausbildung eh schon genug habe? Dann weg damit, löschen, beenden. Und ein Fazit was ich aus der Blogst mitgenommen habe: handyfreie Zeiten. Mal etwas unternehmen ohne darüber bei Instagram und co. zu posten, einfach nur für mich / uns etwas machen und das genießen. Vielleicht hilft das ein wenig ;).

    Liebe Grüße,
    Melanie

  4. giftmischerin86 schreibt:

    Liebe Katja,
    ja, den kenne ich diesen Druck. Im Moment denke ich auch so oft „das wolltest du doch noch Bloggen“ oder sehe die Bilder die ich ja für einen bestimmten Post gemacht habe, die sich schon im Handy häufen, genauso wie die Tütenweise „aufgebraucht“-Sachen (man könnte sie ja einfach wegwerfen, aber ich möchte so gerne…)

    Aber… ich schaffe es grade auch einfach nicht. Ich habe jeden Tag zusätzlich zur normalen Arbeit so viele Termine das ich nurnoch am rumrennen bin. Und wenn ich keinen Termin habe kommen Freunde zuerst, ich lebe lieber real. Und meine Haustiere, die mich grade auch nicht wirklich viel sehen. Schlafen wäre auch mal cool.

    Da habe ich also ganz klare Prioritäten. Denke zwar oft „ach schade“ aber so richtig extremen Stress macht es mir nicht.

    Du solltest mir folgen, da siehst du das bei mir auch so gar nichts passiert im Moment 😀 Könnte aber sein, das ich am Samstag zwischen einkaufen, Wohnungsputz und bevor ich auf der Bühne stehe (was mich im Moment auch noch bissle stresst) ein paar Posts tippe. Irgendwas kurzes, unkompliziertes 🙂

    Nicht vergessen… wir leben nicht virtuell, das richtige Leben ist immernoch da draußen, also mach dich nicht verrückt und geh am Sonntag lieber mal nen Glühwein schlürfen 🙂

    Ganz liebe Grüße
    Claudi

  5. baujulia schreibt:

    Hei meine liebe Katja,

    ich bewundere schon immer, wie du es schaffst so häufig zu bloggen. Ich glaube keiner nimmt es dir übel wenn du weniger bloggst. Schreibe viel lieber mit Herz, dann ist es doch egal ob du 1 oder 5mal in der Woche bloggst. Bloggen ist für dich. Denke zurück an euren Workshop “ Bloggen mit Herz“. Ich glaube mand arf sich nicht von anderen beeinflussen lassen. Oft sind Bloggerinnen mit Zeit Studenten, in Kinderzeit oder Arbeitslos. Vollzeit arbeiten, Vollzeit bloggen und Leben 1.0 das funktioniert nicht. Ich wünsche dir, dass du einen Mittelweg findest, so dass dir das Bloggen einfach nur Spaß macht. Sei gedrückt!

  6. Katharina schreibt:

    Danke, danke, danke! Genau diese Gedanken gehen mir auch durch den Kopf. Momentan habe ich das Gefühl es geht nur noch um höher, schneller, weiter. Es dreht sich alles nur noch um Kooperationen. Ist das der einzige Weg, frag ich mich? Diese und viele andere Fragen stelle ich mir gerade sehr oft. Mir fehlt was in der Bloglandschaft.
    Genau Deine Punkte werde ich in nächster Zeit tun, versuchen mich mehr im Hier und Jetzt zu erden, denn wie oft gehen mir Momente mit der Familie verloren, weil ich gedanklich irgendwo anders bin, bei so Pillepallesachen.
    Dir eine wundervolle, entschleunigte Weihnachtszeit!!!
    LG
    katharina

  7. Sunny schreibt:

    Liebe Katja,
    Dein Blog war einer der allerersten, die ich überhaupt gelesen habe. Und ich fand den Namen immer sooo passend. So soll es doch bitte bleiben, vor allem FÜR DICH. Denn Du bist doch das Mädchen mit Herz! Also mach, was Dir gut tut. Ich bleibe hier, und ich bin mir sicher, Deine restlichen Leser auch.
    Liebe Grüße, Sonja

  8. Lara schreibt:

    Ich blogge zwar gerne, sehe mich aber immer noch eher als Blogleser. Ich habe eine riesige Anzahl an Blogs abonniert, die ich immer gerne lese. Bei den vielen Blogs ist es unmöglich zu merken und auch komplett egal, wie oft gepostet wird. Das Wichtigste ist der einzelne Post, nicht die Menge davon. Also kein Stress 🙂
    Lg Lara

  9. Danny | cozy & cuddly schreibt:

    Liebe Katja,
    Um ehrlich zu sein, jeden morgen um 8 öffne ich mit einem (ganz zarten) Anflug von Neid die Mail, die mir einen neuen Blogbeitrag von Dir verspricht und frage mich: Wie schafft sie das? Und immer neue Ideen! Immer so schöne Beiträge! Wahnsinn!

    Aber ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man nicht immer so kann, wie man gerne möchte und dass dann bei mir immer als erstes das Blog auf der Strecke bleibt.

    2012 hatte ich einen irre erfolgreichen Adventskalender, und es war total klar für mich, dass ich 2013 nachlegen werde! Schneller, höher, breiter!

    Und dann? 2013 lief meine Firma deutlich besser und meine Arbeitstage hatten schon 10-12 Stunden. Der erste Advent nahte und ich hatte noch nicht ein Stück gebastelt. Ich war im Sommer wieder zurück zu meiner Familie gezogen und wollte ja auch Zeit mit ihnen verbringen und nicht nur hinter dem Rechner versauern. Panik und Druck ergriffen mich!
    Am 29.11. hat meine Mutti mir dann den Kopf gewaschen! Dass ich total verrückt bin und wann ich das denn noch schaffen will? Das hat mir dann die Augen geöffnet!
    Und erst hatte ich ein total schlechtes Gewissen, schaute Neidvoll auf alle anderen Blog-Adventskalender und dann plötzlich stellte sich eine totale Leichtigkeit ein! Ich schrieb einen Artikel in dem ich erklärte warum es das alles dieses Jahr nicht gibt und verlinkte eine Menge schöner Adventskalender im Netz. Und auch darauf bekam ich liebes Feedback!

    Und das ist es. Es ist Dein Blog und Deine Platform und es darf Dich nicht kauputt machen.
    Und Deine Leser werden auch nicht weg laufen. Sie freuen sich auch, wenn nur einmal in der Woche ein neuer Post erscheint, dafür aber mit Herz! Wie wir es bei Dir gewohnt sind! ❤

    Alles Liebe und mach Dich nicht kaputt!
    Lieber Gruß Danny

  10. Larissa//No Robots Magazine schreibt:

    Ich weiß ganz gut, was du meinst, auch wenn es bei mir ein wenig anders aussieht. Mein Blog steckt ja noch ein wenig in den Kinderschuhen und ich habe noch nicht so viele Stammleser, die mir auch in Durststrecken eine Weile treu bleiben werden. Deswegen habe ich besonders den Anspruch, die Zügel nicht schleifen zu lassen. Jetzt hatte ich aber ein paar Wochen, in denen es mir einfach nicht gut ging und ich abends nach der Arbeit einfach nicht mehr die Kraft hatte, mehr zu machen, als auf dem Sofa zu liegen. Zum Glück konnte ich mir das ein oder andere noch zurechtfummeln oder hatte noch unfertige Entwürfe, die ich nutzen konnte. Aber es war schon frustrierend. Lösung dagegen habe ich keine … aber jetzt kannst du deine Kooperationsanfragen gerne an mich abtreten, hehe. 😉

  11. Clara schreibt:

    Liebe Katja,
    seit Jahren lese und liebe ich Deinen Blog weil Du so schon authentisch bist. Weil Du zB solch einen Post auch mal raushaust und Deine Gedanken nicht nur für Dich behältst.
    Ich selber blogge nicht, obwohl ich immer wieder darüber nachdenke, meine kreativen Ausbrüche mit der Welt zu teilen.
    Nur mich schreckt das ab, dass automatisch viele Leute zu denken scheinen, dass man, jetzt wo man schon mal nen Blog hat, auch quasi jeden Tag was postet. Und dann natürlich nicht nur son Larifarikrams, sondern bitte was mit perfekten Fotos, total neuen Ideen oder bahnbrechenden Erkenntnissen, unterhaltsamen Texten und überhaupt soll das ganze den Anschein erwecken, dass man alles so ganz lockerflockig gemacht hat, nachdem man vollkommen frisch und munter von der Arbeit nach Hause kam.
    Zumindest gibt es solche Blogs.
    Ich persönlich liebe besonders in letzter Zeit diejenigen Blogs viel mehr, bei denen auch mal ein etwas verwackeltes Foto veröffentlicht wird, bei denen gerne auch mal einige Zeit nichts gepostet wird, wenn das „echte“ Leben einfach grade mal wichtiger ist.
    Und ich glaube, dass jemand, der sich tatsächlich für den Blog interessiert, also auch für den Menschen dahinter, Verständnis dafür hat, wenn nicht jeden Tag ein genialer Post veröffentlicht wird.
    Viellleicht sogar im Gegenteil. Wie sollte das zu schaffen sein, wenn man keine Superkräfte hat oder das als Beruf ausübt?
    Dein Tag hat doch auch nur 24 Stunden. Und ich komme manchmal nichtmal dazu, Blogs zu LESEN, weil sich diese Stunden irgendwie von selbst mit ganz anderen Dingen füllen.
    Und letztendlich lebt ein Blog doch von der Leidenschaft des Bloggers und die kann nur aufrecht erhalten werden, wenn sie nicht vom Stress und Druck zutrampelt wird.
    Also Mut zur Blogpost- Lücke!
    Dann entstehen vielleicht weniger beiträge aber dafür welche, hinter denen Du auch komplett stehen kannst. Und das ist doch im Endeffekt eh das wichtigste.
    Liebe Grüße, Clara

  12. OddNina schreibt:

    Das hier ist dein Blog. Du entscheidest und du bist niemandem etwas Schuldig. Wenn du dich erschlagen fühlst dann geh Schritte zurück und setz dich nicht unter Druck. Sobald bloggen zur Pflicht wird macht es das zur Arbeit und wenn du zwei Jobs hast dann ist Stress vorprogrammiert, auch wenn bloggen dir eigentlich Spaß macht.

    Ich setzte mich nicht unter Druck, schreibe Posts wann ich will (selbst wenn das nur einmal die Woche ist) und Kooperationspartner haben meist verständniss wenn ich sage, dass ich vielbeschäftigte Studentin mit Job bin.

    Frag nicht uns, frag dich selbst. Mach dir bewusst was du willst und was du leisten kannst. Hör immer auf dich und nicht auf andere, weil am Ende bist du diejenige die ihre Energie hier reinsteckt.

    Grüße
    Nina

  13. Gabi schreibt:

    Liebe Katja,
    huch…da bist aber jetzt richtig auf die Bremse getreten! Hut ab!
    Ich kann deinen Plan nicht nur verstehen, sondern würd ihn am Liebsten mitmachen…
    Da ich während meiner 3 Monate Island überhaupt nicht gebloggt habe, hatte ich jetzt fast ständig das Gefühl – ich muss!…und ich kam nicht hinterher…aber….muss ich überhaupt nicht….auch ich hatte einen Adventkalender geplant, es war Alles vorbereitet…ich hab ihn gelöscht….
    Mein erster wirkliche Entschleunigungsschritt war, fb komplett zu löschen…
    Dein Wunsch nur einen festen BLOGtag zu haben, gefällt mir besonders gut!
    Ich denke, du bist auf dem richtigen Weg…nämlich in dein Herz!
    Du bist das Mädchen mit ♥, das ist wichtig nicht die Anzahl der Posts odr Klicks oder Likes…
    Fühl dich umärmelt
    von Herzen
    Gabi

  14. ReanaLovesAmsterdam schreibt:

    Liebe Katja,

    ich finde besonders Schritt 4 wichtig! Es kommt nicht auf die Menge der Posts an, sondern darauf, dass du sie weiter mit so viel Liebe und Hingabe schreibst. Denn genau deswegen lesen wir alle deinen Blog so gerne und werden uns auch in Zukunft freuen, wenn wir die Benachrichtigung kriegen, dass ein neuer Post online ist – auch wenn es nur ein oder zweimal die Woche ist.

    Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Ruhe und deinen Blogsonntag zurück!
    Liebe Grüße aus Dortmund
    Reana

  15. seasonette2 schreibt:

    Liebe Katja, ich finde es toll, dass du dieses Problem hier so offen und ehrlich thematisierst. Und ich kann dir deinen Zeitstress nachfühlen – ich arbeite auch Fulltime und pendle jeden Tag.

    Ich denke, man muss sich immer wieder mal ehrlich fragen, warum man eigentlich bloggt. Vermutlich sind viele von uns mit der heimlichen Hoffnung gestartet, mit dem Blog mal groß rauszukommen. So wie Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe zum Beispiel. Im Klartext: im Hinterstübchen sitzt ein kleiner (oder großer) Antreiber, der vom Bloggen nicht nur Spaß, sondern Ruhm und Ehre und idealerweise auch Geld erwartet. Denn warum sollte man sich sonst stressen und ständig vergleichen?

    So wird der Blog zum zeitraubenden Zweitjob.

    Und man sollte sich ernsthaft fragen, ob sich das lohnt. Sind die Peanuts, die ein paar Kooperationen einbringen, wirklich die viele Zeit wert? Ich habe mal von einer sehr erfolgreichen Bloggerin mit wirklich großer Reichweite gelesen, die fulltime bloggt und – wenn’s prima läuft – gerade mal maximal 2000 EUR einspielt. Das ist ziemlich ruinös, wenn man von dem Geld wirklich leben muss. Sicher kann man über den Blog auch weitere Einkünfte erzielen – aber das ist dann wirklich ein Fulltime-Job (mit ungewissem Einkommen).

    Also zurück zu deiner Frage: Ich würde dir auch raten, zu entschleunigen und zu entstressen. Lieber weniger Beiträge schreiben. Jeanny bloggt ja auch nur einmal die Woche und manche Woche gar nicht. Hohe Schlagzahl muss also für den Erfolg gar nicht sein. Und aus Perspektive des Bloglesers muss ich sagen: Weniger Posts sind gar nicht schlimm. Ganz im Gegenteil. Auch Bloglesen kann extrem zeitraubend werden. Da sind mir Blogs, die seltener, aber gute Post bringen, lieber.

    Bloggen sollte das Leben 1.0 nicht negativ beeinträchtigen. Ich weiß, es ist manchmal schwer, hier eine Grenze zu ziehen. Wenn man für etwas eine Leidenschaft hat, kann man es nicht einfach ausknipsen. Aber wenn ich beim Abendessen dem Liebsten nur mit halbem Ohr zuhöre, weil ich gerade über einen Post nachdenke, ist das schlecht. Und wenn ich an einem schönem Ort bin und nur die Verwertung dieses Erlebnisses im Blog im Kopf habe, statt es zu geniessen, ist es auch schlecht. Außerdem habe ich auch keine Lust, nicht mal wieder meine Lieblingskuchen zu backen, weil ich ja immer was Neues ausprobieren muss – für den Blog. Alles Stress.

    Ich habe meinen Blog auch auf ein Maß gestutzt, das für mich handelbar ist und noch Spaß macht. Ich muss nicht jeden Augenblick meines Lebens und jede Mahlzeit im Web teilen. Ich bin niemandem irgendwas schuldig. Dafür habe ich vielleicht weniger Zugriffe, aber dafür habe ich ein Leben. Und das ist mir deutlich wichtiger.

    Ich wünsche dir, dass dir das Entschleunigen und Entstressen gelingt … und ich wette, deine Leser werden es nicht übelnehmen.

    Und jetzt ab auf den Weihnachtsmarkt, Glühwein trinken!

    Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit
    Jana

  16. Michaela Voit schreibt:

    Ihr Lieben,

    wie oft postet ihr neue Blogbeiträge? Ich meine damit nicht jetzt im Advent, sondern im Allgemeinen? Mit einer bestimmten routinierten Regelmäßigkeit und wenn ja, warum?
    Bei mir schwanken die monatlichen Zahlen meiner Beiträge stark (von 2 bis sehr viele 😉 ) umd trotzdem haben sich meine Besucherzahlen eingependelt. Auch wenn ich nur zwei Beiträge im Monat poste (dieses Jahr war meine Hochzeit, zwei Umzüge und drei kaputte Laptops), habe ich nicht auf einmal gar keine Views mehr.
    Wieso kommt es für dich, Katja, nicht in Frage, einfach mal viel weniger zu posten, wenn du gerade sehr wenig Zeit hast?

    Liebe Katja, würdest du mir bitte das mit den Kooperation erklären? Was hat es damit auf sich? Welche Firmen melden sich bei dir und warum? Was muss ich tun, wenn ich daran auch Interesse habe?

    Vielen Dank schon mal für deine Antwort,
    Michaela ♡

  17. Bine schreibt:

    Liebe Katja,
    das Leben 1.0 ist wichtig und unsere Blogs gibt es noch dazu. Nicht das Leben neben dem Blog, sondern der Blog neben dem Leben. Und da ist es auch nicht schlimm, wenn mal nur 2 Posts pro Woche veröffentlicht werden. Ich muss mich auch bremsen, dass ich keine 4 Blogposts pro Woche veröffentliche, denn das möchte ich gar nicht, weil ich weiss, dass ich das auf Dauer gar nicht durchhalten kann. Also gibt es maximal 3, am liebsten aber nur 2 Posts pro Woche. Denn ich habe mir auch zum Ziel gemacht, dass ich dann bloggen möchte, wenn ich etwas zu sagen habe.
    Ich lese viele Blogs, merke aber auch da, dass zwar viele Posts veröffentlicht werden, aber auch vieles „nur “ Werbung für irgendwelche Unternehmen ist. Und das ist für mich nicht Bloggen mit Herz. Und ich frage mich, ob das noch die Intention ist, mit denen die Blogger ihren Blog gestartet haben. Manchmal mag ich genau dann nicht mehr dort mitlesen.

    Du schreibst so tolle Berichte mit so viel Liebe und Herz – bleib dabei und lass dir das nicht durch den Druck, unbedingt was veröffentlichen zu müssen, kaputt machen. Versuche zu reduzieren, vllt. auf 2 oder 3 mal die Woche. Das ist vollkommen ok. Und vergiss nicht, dass jede Idee schon einmal irgendwann irgendwo da gewesen ist. Keiner erfindet das Rad neu. Ich ertappe mich auch immer wieder dabei, dass ich mich frage, warum ich nicht auf so kreative Ideen wie manch andere DIY-Blogger komme, oder warum meine Fotos nicht auch so toll sind oder oder oder. Es ist einfach so, das bin eben ich. Und jeder Blog lebt von der Leidenschaft des jeweiligen Bloggers.

    Sei du selbst und lass dich nicht verunsichern. Denk an unsere Hüpffotos in Neuharlingersiel und an die Fotosession mit Rauschebart und Tannenbaum. Das ist wichtig. 🙂

    Fühl dich gedrückt!
    Bine

  18. machenstattreden schreibt:

    Ich glaube dieses Problem hat jeder mal in in seinem Leben als Blogger. Und ich finde es auch gar nicht mal so schlimm. Druck (in Maßen) und eigene Ansprüche bringen mich z.B. auch immer ein Stückchen weiter nach vorn. Wichtig ist nur, dass man erkennt wenn es zuviel wird und wenn das Leben mit Familie und Freunden anfängt darunter zu leiden. Wenn der Feierabend nicht zum Abschalten, ausruhen und Kraft tanken da ist, sondern man dann weiterarbeitet, an seinem Blog, weil der Druck einem im Nacken sitzt. Dann sollte man die Notbremse ziehen. Und du hast es doch ganz gut erkannt. 😉
    Ich blogge gerade mal seit 1 1/2 Jahren. Aber am Anfang habe ich mich schon sehr gestresst. Regelmäßig einen Post raushauen, so wie es andere doch auch tun, das war mein Anspruch. Da liest man Blogs und sieht ein Hochglanzlayout und perfekte Texte und Fotos. Das Leben zwischendrin wird dann auf Instagram geteilt und man sieht berufstätige Mütter, die neben ihrem Familienleben, das sie ganz wunderbar meistern, im Job erfolgreich sind und in den freien Minuten zwischen Job und Familie regelmäßig Blogposts abliefern. Keine Ahnung wie sie es schaffen. Ich tu es jedenfalls nicht. Und das ist auch gut so. Ich will nicht „abliefern müssen“. Das Bloggen ist mal aus einer Leidenschaft heraus entstanden. Und diese geht verloren wenn ich mich an anderen versuche zu messen. Die Regelmäßigkeit ging bei mir verloren. Die Zeit fehlte einfach. Am Anfang hatte ich damit echt zu kämpfen. Wenn die Regelmäßigkeit unterbrochen wurde, weil mir im Leben 1.0 etwas dazwischen gekommen ist, habe ich mich immer gefragt was wohl meine Leser von mir denken. Irgendwie hat sich dann aber mehr Ruhe und Gelassenheit bei mir eingeschlichen. Wenn ich positive Erlebnisse mit lieben Menschen im Leben 1.0 habe, fällt es mir auch leichter einen Post zu schreiben.

    Die Qualität der Posts sollte es sein, auf das man sein Augenmerk legt, nicht die Anzahl der Beiträge.

    Komm gut ins Wochenende.
    Juliane

  19. kindderachtziger schreibt:

    Hallo liebe Katja,

    erstmal möchte ich dir sagen, dass dein Blog der liebste in meiner Liste ist und den ich immer lese, selbst wenn ich zu den anderen aus Zeitgründen nicht komme. Ich mag deine offene, herzliche und liebevolle Art zu schreiben und deinen Blog zu gestalten. Daher hoffe ich sehr, dass du einen Weg findest dir selbst den Druck zu nehmen und den Spaß am Bloggen wiederzufinden. Ehrlich gesagt verfolge ich Blogs, die so super perfekt sind, die tollsten Fotos haben usw. gar nicht so gerne, weil mir da oft die Menschlichkeit fehlt, ich habe oft nicht das Gefühl etwas über den Autor zu erfahren bzw. ihn in den Zeilen zu erkennen.

    Ich blogge zwar erst seit dem letzten Wochenende, aber ich kann deine Gedanken sehr gut verstehen. Ich habe mir vor meinem ersten Post auch super viel durch den Kopf gehen lassen, was schreibe ich und wie kommt es wohl an. Dabei war das meiste völlig überflüssig, wie mir im Nachhinein bewusst geworden ist. Da treibt mich der Perfektionismus an, der aber auch gerne eine Blockade in diesen Dingen ist. Versuche jetzt einfach gelassen an die Sache heranzugehen, da ich mir gerade dich zum Vorbild genommen habe.

    Schicke dir eine virtuelle Umarmung und drücke dir die Daumen, dass du bald wieder zu deinen Gewohnheiten zurückkehren kannst. Mach auf jeden Fall weiter, deine Leser werden es dir danken.

    Ganz liebe Grüße, Silke

  20. Bina schreibt:

    liebe katja,
    ich glaube, solche tage oder phasen kennt jeder blogger und ich stecke auch gerade mittendrin. vielleicht ist es die weihnachtsszeit, die einen ein bisschen sentimental macht oder einen sehen lässt, was wirklich wichtig ist? der blog ist (zumindest für mich) eigentlich mehr ein hobby, etwas das spass machen sollte. natürlich habe ich durch meinen dawanda-shop ein bisschen mehr „druck“ in sachen „memory book“ und manchmal habe ich das gefühl ich „muss“ jetzt neue ideen haben, für meine kundinnen. aber der rest: rezepte, kooperationen, reiseberichte, das ist ja kein „muss“.
    ich habe meine kooperationen schon sehr stark eingegrenzt, merke aber, dass ich das noch weiter tun muss und wirklich nur noch die kooperationen eingehe, die mich interessieren und spass machen. ich habe einfach
    keine zeit, mich für einen artikel der vll 20 euro kostet einen halben nachmittag hinzusetzen und zu fotografieren, bilder zu bearbeiten und den artikel zu schreiben. und am ende kann ich den artikel noch nicht einmal wirklich gebrauchen. ich muss lernen öfter „nein“ zu sagen. ist ein bisschen schwer als „ja-sagerin“ 😉
    was mich zur zeit unter druck setzt, sind all die tollen rezepte, die es auch jedem blog momentan zu sehen gibt. jeder macht es noch hübscher, noch perfekter, noch origineller. und ich habe mich letztens selbst ertappt, dass ich etwas backen wollte und dann hab ich plötzlich gedacht „ach nee, das wird eh nicht so toll, wie bei all den anderen tollen foodbloggern“ und dann habe ich mich über mich selbst geärgert, dass ich so denke 😦
    ich finde deinen 5 punkte plan super und das ist ein guter weg! ich werde ihn mir zu herzen nehmen und auch ein bisschen versuchen zu entschleunigen.
    ich wünsche dir ganz viel gelassenheit, entspannung und eine stressfreie vorweihnachtsszeit.
    du machst alles richtig!
    lg
    bina
    ps. danke, dass ich hier mal meinen dampf ablassen konnte 😉
    pps. übrigens finde ich deinen herzensblog kalender der wahnsinn! was das für eine zeit gekostet haben muss!!!!! du bist verrückt!!!!!

  21. Lisa schreibt:

    Hallo Katja,
    ich frage mich ja oft, wie ihr berufstätigen Blog-Menschen das so macht. Ich komme schon oft mit Bloglesen nicht mehr hinterher.
    Deswegen wollte ich dir nur kurz hier liebe Grüße da lassen und dir sagen, dass ich deinen Blog sehr gerne lese und das auch weiterhin tun werde, auch wenn du nicht täglich postest!
    Hoffentlich eine entschleunigtere Vorweihnachtszeit wünsche ich dir!
    LG Lisa

    PS: Ich liebe deinen Herzensblog-Adventskalender, danke dafür.

  22. Ariane Kovac schreibt:

    Uff. Damit sprichst du ein Thema an, was wahrscheinlich die meisten kennen, die regelmäßig und mit Herzblut bloggen. Ein Blog ist schon ein sehr zeitaufwändiges Hobby, das neben dem Fotografieren, Schreiben etc. auch noch extrem viel Planung und Organisation nötig hat. Mir geht es selbst ganz genauso, ich studiere, habe zwei Nebenjobs, bin momentan in jeder freien Minute fleißig dabei, Portugiesisch für ein anstehendes Auslandssemester zu lernen. Und dann noch den Blog, auf dem ich am liebsten jeden Tag etwas Tolles veröffentlichen würde. Die Ideen dazu hätte ich – aber dann hätte ich wohl keine Zeit mehr für etwas anderes. (Nicht zu reden davon, dass ich ja auch noch Freunde habe, die ich gerne sehen möchte, einen Freund, mit dem ich möglichst viel Zeit verbringen möchte, und Familie, die auch ab und an mal was von mir hören will…)

    Ich glaube, dieser Gegensatz lässt sich nicht so leicht auflösen. Ich liebe es zu bloggen, aber noch mehr liebe ich das, wenn mein Blog auch ein bisschen „läuft“, und dafür brauche ich eben regelmäßige Artikel, die auch noch so gut wie möglich sein sollen. Dass das Zeit braucht und ich da in Konflikte mit anderen Dingen komme, das wird wahrscheinlich immer so bleiben. Andere Leute, die nicht bloggen, haben die selben Probleme mit anderen Hobbys oder mit dem Konflikt zwischen Arbeit, Familie, Freunden und Zeit für sich selbst. Ändern kann man nur seine Einstellung, wie du das ja auch schon schön beschrieben hast mit den fünf Punkten 🙂 Die find ich richtig gut. Und würde noch hinzufügen: Sch… drauf, was die anderen machen. Alle nutzen Instagram, aber du hast keinen Bock drauf? Lass es. Alle machen weihnachtliche Bilder, präsentieren weihnachtliche Rezepte, veranstalten im Dezember hundertundein Gewinnspiel, aber du hast dafür keine Zeit oder bist noch gar nicht in Weihnachtsstimmung? Na dann lass es einfach. Du hast kein gutes Licht für Essensfotos? Schreib vielleicht als Alternative irgendeinen tollen Text (wie diesen hier). Ich persönlich finds sehr erfrischend, auch mal etwas anderes auf einem Blog zu sehen als den Mainstream, den es überall zu sehen gibt. Mach das, worauf du gerade Lust hast, und denk dir nicht, du musst jetzt dieses oder jenes backen oder präsentieren. Das, was alle machen, ist gerade deshalb nur noch halb so interessant. Das, was du möchtest, was dir Spaß macht und wo du Herzblut reinsteckst, ist tausendmal interessanter.

    Viel Erfolg beim Entschleunigen und eine tolle Adventszeit, in der gebacken und dekoriert wird, ohne darauf zu achten, was jetzt wie gut für den Blog aussieht 😉

  23. h* schreibt:

    nach jahren als stille ab-und-zu-vorbeileserin kommentiere ich mal wieder (d)einen blog: ich frage mich ja sowieso schon ewig, wie man so etwas zeitintensives neben einem normalen arbeits- und privat leben gewuppt kriegt! ich habe es nach der studiumsbedingten prokrastinationsphase relativ schnell wieder aufgegeben zu bloggen… 🙂
    also: respekt an dich, und: es muss spaß machen, dem leser und dem schreiber. man ist ja beiderseits schnell gelangweilt, wenn artikel nur des publikationsrhytmus wegen erstell werden.
    also hab spaß – daran habe ich spaß! :*
    lieben gruß aus m-v,
    h.

  24. Lisa ~ schatzfinden schreibt:

    Hui, mit dem Thema rennst du bei mir gerade offenen Türen ein. Mein Blog besteht schon mehrere Jahre, „läuft“ aber immer noch nicht so richtig, und ich denke, das liegt hauptsächlich daran, dass ich zuwenig poste. Mehr posten würde aber bedeuten, viel mehr Zeit zum „Machen“, fotografieren, schreiben freizuschaufeln. Und die hab ich in dem Maße einfach nicht, bzw. dann manchmal auch einfach nicht die Kraft dafür (wegen Arbeit und anderer Verpflichtungen). Ideen habe ich zahlreiche und auch einiges gemacht, was ich nicht gepostet habe. Denn DANN kommt immer der Gedanke „Wofür mache ich mir die Mühe, wenn es am Ende eh niemand liest, weil es ja noch nicht läuft…?“ Ein Teufelskreis, über den Dein Blog mit Sicherheit schon lange hinaus ist (wie schafft man das?).

    Trotzdem verstehe ich Deinen Druck und finde es toll, dass Du Deine Gedanken mit uns teilst. Ich bewundere Dich seeehr dafür, dass Du es schaffst so regelmäßig und frequent zu bloggen, aber dafür reichen doch auch deutlich weniger Posts. Wenn alle Blogger, denen ich folge, jeden Tag posten würden, käme ich mit lesen niemals hinterher, und würde selber noch weniger zu irgendwas kommen…

    Damit Du also Dein Blog und Deine Posts wieder mehr wertschätzen kannst und Deine Leser Deine Posts in Ruhe lesen und wertschätzen können, wäre ein bißchen weniger doch gar nicht verkehrt?!

    Ich wünsche Dir, dass Du zu einer Entscheidung kommst, mit der Du zufrieden sein und Dich danach immer noch neu orientieren kannst.

    Ganz liebe Grüße
    Lisa

  25. wildfrechwunderbar schreibt:

    Ich kann absolut nachvollziehen, was du da schreibst. Ich selbst bin mit meinem Blog in der Anfangsphase, habe aber für zwei Monate schon relativ viele Leser. Das setzt mich manchmal stark unter Druck, weil ich immer denke: „Was finden die nur an mir, ich bin doch eigentlich noh blutige Anfängerin?“ Ich habe dann immer das Gefühl von Tag zu Tag besser werden zu müssen.

    Hast du dir mal überlegt, ob es vielleicht Sinn machen würde, bewusst eine Woche Urlaub vom bloggen zu nehmen? Dann kannst du 7 Tage lang die stressigen Gedanken abschalten und dann kommt die Lust aufs Bloggen bestimmt wieder ganz von selbst 😉

  26. lilanda schreibt:

    An den vielen Kommentaren seh‘ ich schon, dass dieses Thema wohl an keinem Blogger einfach so vorbei geht.
    An mir auch nicht. – leider- Ich habe meinen Blog über ein Jahr und dafür sind meine Followerzahlen noch zeimlich niedrig. Die Frage ist: Wofür hab ich das Bloggen angefangen? Es ging mir nicht darum 1000 Follower und mehr zu bekommen, aber ohne lohnt es sich ja irgendwie auch nicht – wenn’s so gar keiner liest kann ich meine Ideen auch für mich behalten.
    Trotdem gibt meine Zeit das einfach nicht her – ich hatte vor einiger Zeit mal eine ewige Pause danach hab ich mit neuem Design quasi einmal neu gestartet. Wöchentlich einen Artikel geschrieben und schon kamen mehr Interessierte hinzu. Natürlich bringt regelmäßiges Schreiben etwas, aber sehen wir das mal so: wenn ich meine Reader Liste aufmache, scroll ich die Liste runter und gucke, was mich interessiert: Das schau ich mir dann an. Wenn da ein interessanter Artikel von z.B. dir ist, dann freu ich mich natürlich, aber wenn jetzt mal ein paar Tage oder ein paar Wochen nichts kommt, dann ärger ich mich nicht, allein , weil ich selbst ja schon weiß wie das manchmal sein kann. Mit der Zeit.

    Also ich kann dich und die anderen Kommentatoren super verstehen. Ja klar da ist der Wunsch nach einem schöneren Blogauftreten, nach größerem Fototalent, nach mehr Zeit und aus allem folgend Blogprojekte mit anderen Bloggern, die erste Kooperationsanfrage, eine andere Frage, ob man sie dann auch annimmt, und ein kleines bisschen mehr „sichtbare“ Leser und fleißige Kommentatoren. Da es aber allen ähnlich geht, versteht man sich ja automatisch untereinander – kein Problem, wenn dann mal kein Artikel online geht

    liebe Grüße lilanda

  27. Julia schreibt:

    Liebe Katja,

    bisher war ich eher eine stille Lesering, aber nun muss ich auch mal ein dickes, fettes Megalob an dich Loswerden. Ich liebe deinen Blog, unter anderem, weil du immer so direkt aus dem Herzen schreibst. Vieles was ich hier lese, berührt mich sehr. Vor euch Bloggern habe ich wahnsinnig großen Respekt, ich frage mich oft, wie ihr das alles schafft. Mach bitte unbedingt weiter so, bleibe so authentisch wie du es bist und lass dir die Freiräume, die du brauchst.

    Liebe Grüße
    Julia

  28. tessaswelt schreibt:

    Liebe Katja, zu erst einmal, falls du es bemerkt haben solltest, war ich kurz nicht mehr unter deinen Followern. Ich wusste zuerst nicht, wieso ich keine Beitrage mehr von dir zu sehen bekam, gerade eben habe ich bemerkt, dass ich dir gar nicht mehr folge. Ich kann es mir nur so erklären: Meine Katze läuft öfter mal über mein MacBook und muss dabei wohl auf „nicht mehr folgen“ geklickt haben (so wie sie manchmal auf „Gefällt mir“ klickt :D) Ich lese deine Beiträge wirklich gerne! Dein Blog ist toll!
    Aber ich kenne dein Problem. Sehr wahrscheinlich nicht in diesem Ausmaß, denn mein Blog steht noch am Anfang und ist sehr klein, aber ich bekomme oft ein schlechtes Gewissen, wenn der letzte Beitrag ein paar Tage her ist. Dann denke ich mir aber, da wird mir schon keiner böse sein. Und so ist es auch! Ich finde, dein Blog sollte vorallem dir selbst Spaß machen! Und wenn wir dann mal ein paar Tage oder auch Wochen nichts von dir lesen, ist es auch nicht schlimm! Wir alle wissen, wie stressig das richtige Leben manchmal sein kann!
    Einen Adventskalender für meinen Blog wollte ich zuerst auch vorbereiten, aber dafür hatte ich einfach zu wenig Zeit. Das kann ich also gut verstehen! Auch kurze Beiträge brauchen doch immer mehr Zeit, als man anfangs denkt.
    Vielleicht hilft es dir, ein oder zwei Beiträge dann vorzubereiten, wenn du mal etwas mehr Zeit hast und dafür dann an anderen Tagen weniger oder eben auch gar nichts zu schreiben. Und rede dir kein schlechtes Gewissen ein, wenn du es einmal nicht schaffst! Es soll dir schließlich noch Freude bereiten! Ich weiß nicht, ob dir das jetzt weitergeholfen hat, aber ich wollte dich nur wissen lassen, dass ich dich gut verstehen kann!
    Liebe Grüße, Tessa

  29. Die Rabenfrau schreibt:

    Es stimmt, man tappt ganz leicht in diese Falle hinein! Natürlich ist es schön, wenn es auf einem Blog jeden Tag etwas zu lesen gibt, und es macht ja auch Spaß, zu Posten. Aber es kostet halt auch eine Menge Zeit, die einem an anderer Stelle fehlt. Aber als Leser finde ich es auch schön, wenn es nur ab und zu etwas Neues gibt. Wozu gibt es denn inzwischen Blogreader, da muss niemand mehr umsonst in einen Blog gucken. Also schreib einfach, wenn du Zeit dafür hast! Wir freuen uns!
    Grüßle
    Ursel

  30. San schreibt:

    Ich denke, das Beste was du machen kannst, ist einfach deinen Blog-Schedule ein wenig runterfahren…. nur 1-2x die Woche bloggen, wenn man halt nicht viel Zeit hat und vielleicht auch ein paar Blogeinträge verschieben. Ich muss auch ehrlich sagen: ich komme auch nicht jeden Tag zum Bloglesen und dann bin ich manchmal froh, wenn meine Lieblingsblogs nicht jeden Tag neue Beiträge einstellen ,weil ich dann gar nicht mehr hinterherkomme.
    Gerade jetzt in der Weihnachtszeit ist das mit den Adventskalendern und DIYs zwar toll, aber genauso verstehe ich, wenn es auf manchen Blogs mal eine Weile weniger zu lesen gibt, weil man sich die Weihnachtszeit einfach mal schön macht… ohne Blog-Druck 🙂

  31. Anna schreibt:

    Liebe Katja,

    du sprichst mir aus der Seele. Ich habe gestern Vormittag im Bett gelegen und mich über den Sonnenschein und blauen Himmel gefreut. 30 Sekunden lang. Denn dann kam mir in den Kopf: Perfektes Licht für Fotos! Raus aus den Federn! Zackzack! Aber ich hatte keine Lust. Einfach mal faul sein. Nichts tun. Dann bin ich wieder eingeschlafen und dann das böse Erwachen: Grauer Himmel und Regen. Habe mich schwarz geärgert und völlig vermuffelt rauschige Fotos gemacht, damit ich wenigstens die Fotos für einen der geplanten Beiträge für diese Woche noch in den Kasten bekomme. Denn diese beiden Artikel sind diese Woche Pflicht. Ja Pflicht. Das böse Wort, dass ich niemals in Zusammenhang mit meinem Herzensprojekt in den die Tastatur tippen wollte. Aber, ja, du sagst es, es ist das „Mitalten wollen“. Ich habe keinen Adventskalender auf die Reihe bekommen und werde jeden Tag von den fleißigen Kolleginnen daran erinnert, dass ich es nicht geschafft habe. Mädels wie schafft ihr das alles? Ich habe den größten Respekt. Meine Lösung für das Problem ist keine besonders gute: Ich schaue mir keine anderen Blogs mehr an. Dann gerate ich auch nicht in Zugzwang. Ne, das geht gar nicht. Ich schaue mir doch viel zu gerne an, was ihr kreativen Ladies so macht und lasse mich inspirieren. Ein Teufelskreis, den ich aber wohl weißlich nicht durchbrechen werde. Dafür liebe ich das Bloggen zu sehr. Ich versuche einfach so gut es geht zu schaffen, was ich mir vornehme und mir keinen Kopf zu machen, wenn es nicht klappt. Ich mache das ja immerhin freiwillig. Und nur, weil wir mal zwei Wochen nichts gebacken bekommen ist uns ja keiner böse. Ich glaube das Gegenteil ist der Fall. Allen andere geht es genauso und jeder freut sich über ein Lebenszeichen des anderen. Verknappung der Ressourcen als Marketingstrategie für Blogger. Das wäre doch was. 😉 Lass dich nicht verrückt machen! Das nimmt deinen Beiträgen die Liebe! :* Das ist das schlimmste was passieren kann.
    Liebste Grüße
    Anna

  32. Fee ist mein Name schreibt:

    Huhu, etwas spät, aber ich wollte auch noch was dazu sagen. Ich habe nun mal keinen Vollzeitjob (auch ich wenn ich wünschte, es wäre anders) und deswegen mehr Zeit. Trotzdem habe ich meinen Output dieses Jahr im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich zurückgefahren und es geht mir viel besser damit. Kooperationen habe ich fast völlig genullt und auch keine Verlosungen oder Adventskalender geplant. Und das hilft mir echt so sehr (eventuellen) Druck rauszunehmen… Mir hat das Bloggen immer Spaß gemacht, aber jetzt hat es wieder mehr Leichtigkeit… und ich glaube, du brauchst du keine Sorgen um deine Leser machen ❤

  33. Nele schreibt:

    Liebe Katja,
    mir fallen bei solchen Gedanken (die ich natürlich auch habe) immer zwei Sätze aus dem Bloggen mit Herz-Workshop ein:
    – Der Blog muss sich deinem Leben anpassen, nicht das Leben dem Blog.
    – Fertig ist besser als perfekt.

    Zum einen glaube ich nicht an die Maxime „je öfter, desto besser“. Ich bleibe bei „je besser, desto besser“ und setze Qualität über Quantität. Ich selbst als Leser komme auch nicht jeden Tag zum Lesen. Da ich einer ganzen Menge Blogs folge, sammelt sich da ganz schön was an. Wenn ich 3 Tage nichts gelesen habe und dann habe ich 5 Artikel von einem Blog im Reader, überlege ich mir 2x, ob ich die alle lese. Bei so Aktionen wie Adventskalendern kann ich das ja völlig nachvollziehen, aber wenn ein Blog jeden Tag 3 Sätze raushaut, weil „muss halt jeden Tag ein Beitrag erscheinen“, dann bin ich vielleicht auch schnell wieder weg (es sei denn, es sind drei SEHR GUTE Sätze)! Und dank Feedreadern ist es ja auch kein Problem mehr, man schaut nicht jeden Tag auf die Seite, ob es etwas Neues gibt, sondern wird informiert und merkt manchmal nicht einmal, dass eine kürzere oder längere Pause war.

    Zum anderen bin ich ja keine Freundin von Perfektionismus. Ich habe es versucht! Ich wollte sooo tolle Fotos von der Auslosung der Gewinner meines Gewinnspiels neulich machen. Und dann wurde es immer später, ich stolperte ständig über die Pakete mit den Gewinnen, und ich hatte nie die Zeit, diese großartigen Fotos wirklich zu machen. Letzten Endes habe ich dann (wie so oft) ganz normaler Bilderchen gemacht. Fertig ist besser als perfekt. Und ich hab es erledigt und bin froh.

    Phasen, wo es mal etwas stiller ist, müssen sein. Und ich glaube, das tut dem Blogger genauso gut wie dem Blog. Hinterher geht’s mit frischer Energie weiter und man hat wieder richtig Spaß daran.

    Liebe Grüße und ein Drücker!
    Nele

  34. Cynthia von der Schmuckburg schreibt:

    Ich kann mich allen Anderen nur anschließen. Und ich wollte Etwas änliches schreiben, wie Nele.
    Nur ist es inzwischen mit mir als Blogleser noch weiter: Bevor ich einen Blog oder ähnliches aboniere, schaue ich mir an, wie oft und in welcher Qualität dort in letzter Zeit gepostet wurde. Zuviel nervt mich schnell.
    Andereseits möchte ich auch mehr Blogbeiträge schreiben.
    Schon komisch, oder? Es ist so schwer, zu erkennen, was gut für Einen ist.
    LG Cynthia

  35. Linda schreibt:

    Liebe Katja,
    lese zum ersten Mal auf deinem Blog und bin auch über diesen Post gestolpert.
    Ich selbst bin meist stille Leserin und besitze keinen Blog. Und kann immer wieder sagen, was ich auch anderen Bloggern schon gesagt habe:
    Als Leser wünsche ich mir authentische, liebevolle Post – wenn in zwei Wochen nur ein Post kommt, der aber zeigt, dass er dir Spaß gemacht hat zum schreiben, dann ist das für mich als Leserin völlig in Ordnung.
    Diese Adventskalendergewinnspiele gehen mir gelinde gesagt, auf den Zeiger, denn Hinz und Kunz macht einer und sicher sind schöne Dinge dabei, aber als Otto-Normal-Vebraucher gewinne ich eh nichts, meist gewinnen andere Blogger – warum soll ich mir also noch die Mühe machen, die Dinger überhaupt anzuschauen?
    Man übersieht bei solchen Sachen gern, wie viel Arbeit dahinter steckt – weil alle sowas machen. Hier steckt die Gefahr der Reizüberflutung drin, man ist als Leser schnell genervt.
    Ich höre gerne Geschichten aus dem Leben der Blogger, schaue mir gerne ihre Wohnungen an, lasse mir gerne neudekoriertes zeigen, schaue mir auch gerne mal den Glühwein vom Weihnachtsmarkt-Gang an. Sie müssen meinetwegen nicht jeden Trend mitmachen und auch nicht jede Woche zwei DIY vorstellen (weil, mal ehrlich, auch ich habe ein Leben 1.0 und nicht die Zeit für 2 DIY die Woche).

    Dein Entschleunigungs-Plan finde ich super. Damit bist du sicherlich auf einem richtigen Weg.
    Ich arbeite in der Altenpflege und viele Angehörige der Bewohner kommen zu mir mit einem schlechten Gewissen. Sie versuchen zu erklären, warum sie nicht so häufig zu Besuch kommen oder warum sie die Mutter/ den Vater in Pflege gegeben haben. Ich sage stets zu ihnen und nun sage ich das auch zu dir: ‚Es ist schön, wenn man etwas für andere tut, aber man darf sich selbst darüber nicht vergessen!

    Liebe Grüße und alles Gute!
    Linda

  36. vonKarin schreibt:

    Ohhh – ich stehe also doch nicht alleine da ….
    Hallo Katja, du sprichst mir aus der Seele. Auch ich hadere derzeit mit mir und mit dem Druck, dem ich mich beim Bloggen aussetze und daher hieß mein letzter Post „Perfektionismus schüchtert ein“. vonKarin.blog.de.
    Ich entschleunige derzeit ein bisschen (muss man sich doch immer an die eigene Nase fassen) und versuche, diesen inneren Druck aufzulösen. Ob’s klappt? Wir werden sehen. Doch „Einsicht ist der 1. Schritt …“
    Herzlichst vonKarin,
    die dir eine BESINNLICHE Adventszeit wünscht 🙂

  37. miss-red-fox schreibt:

    Liebe Katja,

    bin zwar ziemlich spät dran mit meinem Kommentar, möchte nun aber auch was dazu sagen.

    Ich bin erstaunt, wie vielen es genau so geht wie Dir – und mir auch. Vielleicht ist es sogar mehr oder weniger die Mehrheit, die so empfindet. Dass der Blog auch Streß und „mithalten wollen“ und Druck bedeutet.

    Persönlich habe ich angefangen zu bloggen, um mir selber zu beweisen, dass ich doch schreiben kann (war der Meinung, das konnte ich nie). Es hat mir schnell Spaß gemacht und ich habe mich natürlich auch immer gefreut, wenn mehr Leser dazu kamen – und je weiter deren Land entfernt, desto besser :-). Mittlerweile spüre ich auch diesen Druck, rechtzeitig drei Posts pro Woche fertig zu bekommen und Bilder bei einigermaßen gutem Licht zu machen. Vor allem muss qualitativ hochwertiger Inhalt her (das ist mein Anspruch an meinem Blog), aber man ist nicht jede Woche kreativ oder hat was besonderes gebacken – und im Schreiben bin ich doch nicht soo toll. Normalerweise fotografiere ich am Tag und bearbeite die Bilder und schreibe am Abend, wenn die Kinder schlafen. Heißt deutlich weniger Schlaf für mich, und den brauche ich dringend. Ich habe nicht den Anspruch, in das, was ich zeige perfekt zu sein (obwohl ich eigentlich eine Perfektionistin bin – und in was mir wirklich Spaß macht, stecke ich 100% Liebe und Zeit). Ich kann ein bisschen von allem – basteln, stempeln, fotografieren, kochen, nähen…, aber halt nichts perfekt. Das stört mich persönlich zwar, aber diese Vielfalt finden meine Leser offensichtlich interessant.

    Ich finden Deinen Plan sehr gut und werde auch versuchen, ihn nächstes Jahr umzusetzen (dieses „morgen“, „nächste Woche“, „nächstes Jahr“…). Meine Familie muss DEUTLICH mehr von mir haben, mein Haus auch. Mein Rücken braucht dringend Entspannung, dieses Sitzen am PC verspannt mich extrem. Ich werde versuchen, mit einem Wochenplan zu arbeiten (vielleicht auch im Voraus) und die Nachmittage und die Wochenenden so weit es geht blogfrei zu gestalten. Das Handy müsste auch zeitweise weg, Instagram kann schnell süchtig machen. Pinterest auch.

    Als Blogleserin habe ich allerdings schon jetzt eine Art Entschleunigung eingeführt: ich schaue mir die ersten Bilder in den Feeds an und lese dann meistens nur die Beiträge, von denen mich die Fotos sofort ansprechen (und da sind wir wieder schon beim Thema gute Bilder) – oder das Thema.

    Du kannst sicherlich ruhig mehrere Gänge herunterschalten, das wird Dir keiner übel nehmen. Deine Leser – auch ich – schätzen Deine ehrlichen und liebenswerten Worte und freuen sich bestimmt auch, wenn sie nur einmal in der Woche etwas von Dir lesen. Ist aber vielleicht für Dich leichter, Dir so etwas zu „leisten“, als jemand wie ich, die gerade mal seit drei Monaten bloggt.

    Liebe Katja, ich danke Dir für Deine Ehrlichkeit und Mut, so ein Thema zu eröffnen (und ich hatte vor, Dich zu fragen, ob Du irgendwann mal Lust und Zeit hättest, bei mir einen Gastbeitrag zu schreiben… aber ich denke, zuerst musst Du mit Deinem Blog glücklich sein) und wünsche Dir ganz herzlich, dass Du eine Lösung für Dich findest, mit der Du glücklich bist!

    Alles Liebe und eine schöne Weihnachtszeit,
    Ioana

  38. tina schreibt:

    Hallo, Du sprichst vielen aus dem Herzen 🙂 Ich habe auch schon wieder zuviel Chaos auf dem Blog, aber das will ich bald abschaffen. Was meine Grundstimmung angeht, so versuche ich bestimmte Facebook Gruppen zu meiden, die mehr über das Geld machen wenn alles andere. Das nervt mich und deshalb will ich mir das nicht mehr antun. Dein Blog ist ganz anders, so Leicht und positiv. Vielen Dank Kerstin

  39. Katha Strophe schreibt:

    Meine liebe Katja,

    es wurde schon so viel Gutes gesagt und ich glaube, du hast da vielen aus dem Herzen gesprochen. Mir auch – klar, man will es eigentlich nicht, aber man tappt doch so oft in eine Vergleichsfalle.
    Aber was mir beim Lesen meiner Lieblingsblogs auch auffällt: Ich finde es überhaupt nicht schlimm, wenn auch mal ein paar Wochen gar nichts kommt. Ich glaube, diesen ich-muss-dauernd-posten-Druck müssen wir uns echt mal alle nehmen! Weniger stressen, mehr genießen. Und ruhig auch mal eine (längere!) Pause machen! ❤

    Ich drück dich! :-*
    Katha

  40. Sanna schreibt:

    Liebe Katja,

    der Fakt, dass ich erst jetzt Deinen tollen ehrlichen Beitrag hier zu lesen bekomme, ist ein klares Zeichen dafür, dass ich entweder voll im Leben 1.0 feststecke und selber so viel um mich herum zu tun habe oder es ist ein Zeichen dafür, dass ich einfach zu vielen Blogs folgen möchte und alle tollen Artikel lesen möchte, es aber einfach zu viele sind und ich demnach einfach auch nicht mehr hinterher komme. Oder es ist eben beides.

    Trotzdem möchte ich jetzt noch etwas dazu schreiben, denn ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Dieses Gefühl sich von all dem Schönen und Perfekten um mich herum unter Druck gesetzt zu fühlen. Das Gefühl dem allen irgendwie nicht so gerecht zu werden, wie es gerne hätte und das obwohl ich ja nur im geringsten so lange dabei bin wie Du. Jeden Tag hänge ich am meinem Smartphone oder am Laptop, will immer auf dem Laufenden bleiben und frage mich so oft: Wie schaffen die anderen das bloß alles?

    Und dann versuche ich mich darauf zu besinnen, warum ich mit meinem Blog gestartet bin und was mir daran so viel Spaß macht. Und seit unserem tollen Workshop weiß ich es umso mehr. Es ist das Schreiben, das Kreativ-Sein, das Fotografieren … das Zusammensein und Austauschen mit Euch anderen … die gemeinsamen Projekte … die Kommentare meiner Leser … das Gefühl, jemanden mit irgendwas irgendwie inspiriert oder glücklich gemacht zu haben … und noch so viel mehr. Und das alles mit meinem Weg, mit meiner Art den Blog mit Leben zu füllen. Und nicht mit dem Weg der Anderen. Ich schaffe es in der Regel einfach nicht, mehr als einen Beitrag pro Woche zu schreiben. Ich habe eine Familie und einen Job und mein Blog ist mein Hobby. Und das soll auch so bleiben.

    Bitte bleibe Dir treu. Du hast einen so tollen Blog und bist einfach sympathisch, so wie Du bist. Eben mit Deinem Weg. Und niemand nimmt Dir übel, wenn Du einen Gang zurückschaltest. Wirklich nicht.

    Viele liebe Grüße,
    Sanna

  41. fraeuleingwendolyn schreibt:

    Liebe Katja,
    danke für Deine ehrlichen Worte. Ich kann die Gedanken wirklich nachvollziehen. Ich schreibe erst seit ein paar Monaten und habe mir vorgenommen, es ruhig angehen zu lassen und mich vor allem nicht stressen zu lassen. Aus diesem Grund verfolge ich auch nur selten andere Blogs. Ich habe einige Adressen im Kopf (auch deine!) und wenn mir danach ist, stöbere ich ein wenig im Netz (manchmal lese ich dan eben auch erst einen Monat später die Artikel). Das senkt bei mir erhblich den Druck, mit anderen mithalten zu wollen. Wenn ich etwas anfange, dann will ich es auch gut machen. Ich überlege mir gut worüber ich schreibe und brauch auch mal etwas länger um einen Artikel vorzubereiten. Es begann aus einer Urlaubslangeweile heraus, es ist nur ein Hobby, ich hab nicht viele Leser (für mich auch nicht das wichtigste Kriterium) aber das „Experiment Blog“ bringt mich gerade weiter. Solange das so ist werde ich weiter schreiben. Und wenn ich mal keine Zeit oder Lust habe, dann geht die Welt schon nicht unter.
    Zum Schluss noch ein altkluger Ratschlag: Folge deinem Herzen. 🙂
    Liebe Grüße
    Evelyn

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