Mittwochsrezept: es gibt Franzbrötchen!

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Hallo, ihr Lieben!

Neulich bin ich aufgewacht und hatte nur einen Gedanken: „Ich will Franzbrötchen!“
Nun ist es nicht so, dass mir das ständig passiert, denn ich bin bisher vielleicht drei oder viermal in den Genuss von Franzbrötchen gekommen. Und es war zwar natürlich Liebe auf den ersten Blick, schließlich enthalten Franzbrötchen eine ganze Menge Zimt, bisher kam ich aber auch ohne Franzbrötchen durch den Tag und habe nichts vermisst.

Und dann sowas.

Jedenfalls lautet meine Devise ja grundsätzlich: „Wenn du etwas nicht haben kannst, mach’s selbst!“, was wiederum dazu führte, dass ich das Internet nach guten Rezepten für selbstgemachte Franzbrötchen durchstöberte. Wie ich es immer so tue, habe ich auch diesmal aus vielen unterschiedlichen Rezeptvorschlägen mein eigenes Franzbrötchenrezept kreiert und bin hin und weg! (Heute habe ich das letzte Franzbrötchen verspeist und könnte schon wieder loslegen…)

Die Zutaten hatte ich übrigens alle im Haus, – solche Kreationen liebe ich ja ohnehin am meisten!

Für etwa 12 Franzbrötchen benötigt ihr:

500 g Mehl (ich habe 250 g Weizen- und 250 g Dinkelmehl verwendet, schmeckt etwas „herzhafter“)
1 Würfel Hefe
60 g Zucker
250 ml lauwarme Milch
1 Prise Salz
70 g weiche Butter oder Margarine
1 Msp. gemahlene Vanille

100 g gekühlte Butter oder Margarine und
100 g Zucker, vermischt mit 2 TL Zimt
für die Füllung

Die Zubereitung ist etwas zeitaufwendig, aber nicht extrem:

Zunächst einmal müsst ihr das Mehl in eine Schüssel sieben. In die Mitte drückt ihr eine Mulde und bröckelt die Hefe hinein. Dann streut ihr ein bisschen Zucker darüber, damit die Hefe gleich besser arbeiten kann. Die lauwarme Milch schüttet ihr zur der Hefe in die Mulde. Nun rührt ihr mit einem Löffel Hefe und Milch zusammen, bis sich die Hefe aufgelöst hat. Butter oder Margarine, restlichen Zucker, Salz und Vanille auf dem Mehlrand verteilen und alles nach innen hin mit einander verkneten, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Zugedeckt an einem warmen Ort ungefähr 45 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat.

Dann müsst ihr den Teig noch einmal kräftig durchkneten, um ihn im Anschluss auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von etwa 30 x 25 cm Größe auszurollen. Die gekühlte Butter oder Margarine wird in dünnen Scheiben auf der Hälfte des Teiges verteilt, die andere Hälfte wird darüber geschlagen. Wieder zu einem Rechteck, dieses Mal 30 x 50 cm ausrollen.

1/3 der Teigplatte zur Mitte hin einschlagen und das letzte Drittel darüber klappen, sodass die drei Teigschichten übereinander liegen. Für 15 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Nun den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche etwa 80 x 40 cm groß ausrollen. Mit etwas Wasser bepinseln und das Zucker und Zimt Gemisch darüber streuen. Den Teig von der langen Seite her gleichmäßig aufrollen.

Ca. 4 cm breite Stücke abschneiden, daraus sollen die hübschen Brötchen entstehen. Und jetzt kommt der Schritt, den ich ganz lange nicht verstanden habe – erst der Freund hat mir begreiflich gemacht, wie das mit der Franzbrötchentypischen Form funktioniert:

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Ihr müsst also mit dem Stiel eines Kochlöffels parallel zu den Schnittflächen der einzelnen Röllchen in die Mitte hinein drücken. Dann klappen sich quasi automatisch die einzelnen Schichten nach oben und ein Franzbrötchenmuster entsteht.

Die Teigstücke mit etwa 5 cm Abstand zueinander auf ein gefettetes Backblech legen und für 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Der Teig reicht, um zwei Backbleche mit Franzbrötchen zu beladen – die Teigstücke, die an zweiter Stelle gebacken werden, stellt ihr bitte nicht warm, sondern lagert sie kühl. Ich habe mein zweites Backblech einfach nicht auf die Heizung gestellt, sondern ganz normal in der Küche stehen lassen, das hat gut geklappt. Es soll einfach verhindert werden, dass die Brötchen zu riesig werden.

Den Backofen auf 180°C (Umluft) vorheizen und die Brötchen auf der mittleren Einschubleiste 20 – 25 Minuten lang fertig backen. Am besten lauwarm genießen, dann schmecken sie am allerallerallerbesten!

Ich habe die restlichen Franzbrötchen im Kühlschrank aufbewahrt und vor dem Verzehr kurz in der Mikrowelle erwärmt. LeckerLeckerLecker!

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Alles Liebe und viel Spaß beim Nachbacken,

Katja

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27 Gedanken zu “Mittwochsrezept: es gibt Franzbrötchen!

  1. schnipseltippse schreibt:

    Ich kenne diese Brötchen gar nicht. Aber es klingt extrem LECKER!
    Könnte man die vlt auch mit Fertig-Blätterteug machen? Davon habe ich noch 2 Rollen im Kühlschrank 🙂

  2. Katja schreibt:

    waaaaaaaas?! DU KENNST KEINE FRANZBRÖTCHEN????? Uiuiuiui, das solltest du dringend ändern. Vorausgesetzt, du magst Zimt. So lecker, die Dinger! Ich denke, mit Blätterteig kannst du das ausprobieren, aber mit leckerem Hefeteig schmeckt es sicher etwas besser 🙂

    Liebe Grüße!
    Katja

  3. Lisa schreibt:

    Ich liebe Franzbrötchen! Als ich noch in Hamburg gewohnt habe gab`s die fast täglich. Hier im Süden gibt`s die leider nirgends zu kaufen und die Rezepte die ich bisher ausprobiert habe haben mich noch nicht überzeugt. Dein Rezept werde ich auf jeden Fall ausprobieren.
    Viele Grüße Lisa

  4. schnipseltippse schreibt:

    Ich LIEBE Zimt. Deswegen machen die mich mich gerade voll an 😀
    Ich komme doch eher aus dem Süden, die habe ich nie gesehen. Und die Stückchen in der Schweiz sind mmmjooooooaaaa…. Man kann darauf verzichten, wenn man an die deutschen gewöhnt ist.

  5. arisintobooks schreibt:

    Liebe Katja,
    dich und dieses Rezept schickt der Himmel! Ich hatte – genau wie du – vor einigen Tagen dieses Mega-Franzbrötchen-Craving und was soll ich sagen ich kenne im Umkreis von 60 (!) Kilometern nur eine einzige Bäckerei, die diese himmlischen Verführungen anbietet – neben der habe ich früher mal gewohnt, aber nun eben nicht mehr und nur für ein Leckerchen – wenn auch für ein Gutes – eine Stunde Fahrt (pro Weg!) auf mich zu nehmen war mir dann doch ein wenig zu verrückt. Aber jetzt hast du mich inspiriert – Vielleicht schaffe ich es ja an einem der kommenden Wochenenden auch mal!

    Sei ❤ lich gegrüßt,
    Ari

  6. Miss Polkadot schreibt:

    Franzbrötchen – und dann noch ohne Ei! Du bist eine wahre Bäckermeisterin. Meine Mutter ist ein riesengroßer Franzbrötchen-Fan, also sollte ich ihr entweder das Rezept schicken oder sie bei einem meiner nächsten Besuche damit beglücken. Das wäre dann auch endlich die Chance, meine „Angst“ vor Hefeteig zu verlieren.

  7. Die Poe schreibt:

    ❤ Franzbrötchen!!! Da läuft mir ja gerade das Wasser im Mund zusammen, vorallem weil Deine auch so lecker aussehen! Hier im Hessenlande hat sich letztens eine Bäckerei an Franzbrötchen versucht, aber es war einfach nicht das selbe!

  8. Lisa schreibt:

    Oh, Franzbrötchen, ich bin verliebt.

    Das erste Mal habe ich diese tollen Köstlichkeiten vor knapp 2 Jahren in Hamburg gegessen, seit dem Sommer bietet auch ein Bäcker in meiner Stadt Franzbrötchen an, die ganz lecker sind.

    Sie selbst zu backen, klingt aber toll. Vor allem da der Herzmann auch so auf Franzbrötchen steht. Dein Rezept wird direkt abgespeichert. An Hefeteig habe ich mich zwar noch nie versucht, aber vielleicht ist das das perfekte Rezept um auch mal einen Hefeteig zu backen.

    viele liebe Grüße an dich,
    Lisa

  9. Sonnendeckpiratin schreibt:

    Hallo Katja,

    ich folge Dir schon ein Weilchen und muss sagen… ich mag Dich einfach. Du bist echt süß und machst süße Dinge! (: aber das Du jetzt auch noch ein Franzbrötchenrezept hervorzauberst, lässt mich noch mehr strahlen als sonst schon bei Deinem Blog. Ich liiiiebe Hamburg (obwohl ich im Süden lebe) und somit auch diese hübschen, süßen ZimtundZuckerDinger!! ((: Bei meinen bisherigen Selbstversuchen (da es hier ja leider keine Franzbrötchen gibt) bin ich kläglich gescheitert und freue mich schon, Dein Rezept auszuprobieren. Vielen Dank!

    Und bitte immer weiter so!

    Dein Fan
    Claudia

  10. Hanna schreibt:

    Lecker, selbst hab ich es noch nie versucht … aber beim Bäcker fällt die Wahl oft darauf 😀

  11. Jo Nordlicht schreibt:

    Ich werde in Rostock zugegebenermaßen mit Franzbrötchen verwöhnt, da ich mir aber für das Jahr 2015 vorgenommen habe mehr selbst zu backen, freue ich mich über dein Rezept ganz besonders! Zumal die Fotos mehr als vielversprechend sind. 🙂 Ein Hoch auf Zimt und Zauber! Dir noch eine schöne Woche, alles Liebe!

  12. Lolle Pampolle schreibt:

    Durch die Verarbeitung mit der Butter und dem mehrmals Übereinanderklappen wird aus dem Hefeteig ein Blätterteig. Du hast also bereits Blätterteig hergestellt ohne es zu wissen. 😉 Aber Franzbrötchen mit selbstgemachtem Blätterteig schmecken bestimmt viel besser als die mit dem Fertigteig!
    Ich hab mal Croissants selbstgemacht, die waren auch der Hammer!
    Liebste Grüße!
    Anni

  13. wolkenschmiede schreibt:

    Nachdem ich nun keine Zimtsterne mehr backen kann, freue ich mich, dass du mir eine geeignete Alternative für die nicht-weihnachtszeit geliefert hast! 😉 Sieht lecker aus!

  14. Anita schreibt:

    Ich liebe Franzbrötchen so, so, so sehr! Einfach lecker und Deine sehen köstlich aus. 🙂

    Viele Grüße
    Anita

  15. Niccy schreibt:

    Ich glaube die kennt man gar nicht überall. Ich mag Zimt nicht sooooo gerne, aber ab und zu mal ein Franzbrötchen zum Kaffee ist wirklich was leckeres. Ich werde mal nachbacken und berichten 🙂

  16. Frommi schreibt:

    Du backst auch gern mit Zimt wie ich sehe. Das trifft voll meinen Geschmack. Danke für die vielen tollen Rezepte!! 😉

  17. Daniel schreibt:

    Ich muss gestehen, dass ich bis vor ein paar Tagen auch die Franzbrötchen noch nicht kannte. Dabei bin ich mehrmals im Jahr in Hamburg auf Besuch und frage mich, warum ich nie etwas von den Brötchen mitbekommen habe. Das Rezept ist schön ausführlich erklärt und ich hoffe, ich kann die Brötchen sobald wie möglich backen und dass alles klappt. Bin sonst nämlich gerade bei ersten Backversuchen oft nicht so geschickt bei Füllungen etc.

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