Bloggen mit Herz: Blog-Detox – eine Zwischenbilanz.

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Hallo, ihr Lieben!

Eigentlich bin ich mir sicher: die meisten von euch haben es gar nicht gemerkt. Für mich selbst ist es jedoch immer noch eine große Herausforderung, eine kleine große Erkenntnis und irgendwie ein neues Lebensgefühl:

Seit einigen Monaten mache ich ein kleines Blog/Internet/Social Media-Detox.

Im Dezember des vergangenen Jahres habe ich nämlich festgestellt: ich komme gar nicht mehr hinterher. Neben dem Bloggen muss ich ja auch noch arbeiten und ein Privatleben hat man ja irgendwie auch. Ich will gar nicht sagen, dass ein „Blogger-Burnout“ drohte, aber mit einem Jobwechsel im Herbst 2014 kamen neue Aufgaben auf mich zu, und ich musste erst wieder von vorn lernen, mich in einem neuen Bereich zurecht zu finden. Ich bereue diese Entscheidung nicht, die Arbeit macht mir Spaß, fordert mich aber auch heraus. Ich musste viel Zeit investieren, die mir in anderen Bereichen dann fehlte.

Freunde kamen zu kurz und ich ertappte mich doch oft bis spät am Abend vor dem Laptop.

Die Entscheidung, mich ein wenig zurück zu nehmen und meinen eigenen (oft) hohen Ansprüchen nicht mehr gerecht zu werden, fiel mir überhaupt nicht leicht. Wie oft habe ich in den ersten Tagen gedacht „Oh Mist, was sollen deine Leser denn bloß denken?!“ – heute habe ich diese Sorgen nicht mehr. Ich schreibe meine Blogposts so, wie sie passen – vorallem, wie sie in mein Leben passen. Einen Ratschlag, den ich hier schon das ein oder andere Mal kundgetan, an den ich mich am Ende aber selbst nicht mehr gehalten habe. Ich schaffe es immer noch, mehrmals pro Woche einen Artikel zu veröffentlichen und habe eigentlich auch meine Kategorien weiterhin im Blick. Und wenn einmal eine Woche nichts zu einer bestimmten Kategorie kommt, – na, dann halt in der nächsten!

Und was soll ich sagen?

Das tut mir gut. Durchatmen, abends den Laptop auslassen, einfach mit dem Freund und unseren liebsten Freunden Zeit verbringen. Kein schlechtes Gewissen haben.

Zurück zu mir, sozusagen.

Ich habe nicht nur im Bereich „Bloggen“ etwas verändert, – ich habe die Twitter App von meinem iPhone gelöscht, weil ich feststellen musste, dass Twitter mir unwahrscheinlich viel Zeit raubt. Ich habe alle Benachrichtigungen ausgeschaltet. Ich nutze weiterhin regelmäßig Instagram, aber ich versuche, meine eigene „ich schau mir die Fotos von anderen an“-Zeit auf ein paar Minuten am Tag zu begrenzen. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.

Mein Feedreader ist neulich  mal total ausgefallen und danach waren alle meine abonnierten Blogs weg. Das war erzwungenermaßen allerdings die beste Detox-Grundlage! Jetzt habe ich eine überschaubare Zahl an wirklich lesenswerten Blogs abonniert und lese ca. einmal pro Woche alle tollen Artikel durch.

Insgesamt kann man sich in dem Wust aus tollen Blogs, anspruchsvollen Blogs, liebevollen und strebsamen Blogs wirklich selbst verlieren und ich hatte vor 3 Monaten das Gefühl, auf dem Weg dort hin zu sein. Mittlerweile finde ich mehr zu mir selbst zurück und entdecke im Privatleben tolle neue Zeitfenster, die dafür sorgen, dass ich mehr lache, mehr großartige Gespräche fühle, mehr unternehmen kann und einfach… lebe.

Schön, so ein Blog-Detox!

Wie ist das bei euch? Ist euch aufgefallen, dass hier weniger los ist?! Seid ihr selbst vielleicht gerade dabei, einen Gang herunter zu schalten und einfach nur das Leben 1.0 zu genießen? Habt ihr vielleicht einen Tipp, wie das Bloggen und das Privatleben im Einklang nebeneinander funktionieren?!

Ich bin gespannt und sende euch

Alles Liebe,

Katja


17 Gedanken zu “Bloggen mit Herz: Blog-Detox – eine Zwischenbilanz.

  1. Also ich lese schon lange kräftig bei dir mit, liebe Katja, und bin jetzt genauso wie am Anfang überrascht, wie du es uberhaupt schaffst merhmals in der Woche zu bloggen. Trotz Zeitplan und einer Masse von Ideen ist es für mich nicht machbar. Also Hut ab! Ich habe letztes Jahr auch versucht öfters zu bloggen, feste Tage eingerichtet als ET. Das hat mir soviel Druck und Stress gemacht, dass ich zum Jahreswechsel beschlossen habe ebenfalls tief durch zu atmen und mir nur noch eins vorzunehmen. Einmal die Woche ein liebevoller und guter Post muss sein. Alles andere ist Bonus. Damit fahre ich bisher sehr gut. Zumal ich demnächst mit meinem Blog auf meine eigene Domain/den eignen Server umziehen will und entso´prechend viel gleichzeitig noch gewerkelt und geschraubt wird.
    Alles Liebe dir auf jeden Fall dem Detoxen und einen schönen Frühlingsanfang

  2. Ich unterstütze den Blog-Detox voll und ganz! Es gibt ein Leben auch ohne Blog…bzw. weniger ist oft mehr! 😉
    Liebe Grüße, Emmi! 😉

  3. Ja, ist mir aufgefallen. Aber positiv! Manchmal habe ich zwar schon ein „Lebenszeichen“ bei Instagram vermisst, aber zum Glück erreiche ich Dich ja auf anderen Wegen um zu hören, ob alles okay ist bei Dir.

    Die Benachrichtigungen von Facebook, Instagram und Twitter hatte ich noch nie an – und fahre gut damit. Das würde ich wirklich jedem raten, der sich dabei ertappt, dass er die Hände ständig am Handy hat.

    In Sachen Blog sieht es bei mir gerade ähnlich aus wie bei Dir. Und siehe da: Die Welt dreht sich weiter. 😉

    Bis morgen, ich freu mich sehr auf Dich!

  4. Hey! Ist mir tatsächlich aufgefallen. Ich freu mich immer, einen neuen Post von Dir zu lesen, weil es mich fast immer total anspricht. Das verschönt mir manchmal richtig den Tag. 🙂 Aber ich kann Deine Entscheidung völlig nachvollziehen und freue mich, dass Du Dich damit so wohl fühlst. Ich selbst „faste“ z.Zt. Facebook und kenne daher glaube ich dieses befreiende Gefühl, wenn man sich nicht von social media abhängig macht.

  5. Ich bin aktuell gerade wieder intensiver am Bloggen als die letzten paar Monate. Das heißt bei mir aber ein Post – oder maximal 2 – pro Woche. Zwischen Ende letzten Jahres und Februar hatte ich einen ziemlichen Durchhänger. In der Zeit habe ich noch seltener gepostet.
    Dann habe ich mein Layout überarbeitet, was mir zum Glück einen großen Motivationsschub gab, die Sache wieder ein bisschen ernsthafter anzugehen. Aber sobald man sich etwas Mühe gibt, investiert man schon sehr viel Zeit. Einerseits fürs Schreiben und Fotografieren und andererseits fürs Bewerben des Blogs.

  6. Hallo Katja,
    Schön von dir zu lesen! Mir ist durchaus aufgefallen, dass es etwas ruhiger geworden ist auf deiner Seite, aber ich finde das gar nicht schlimm. Umso mehr freue ich mich nämlich, wenn es dann etwas Neues von dir zu lesen gibt. Deine Gedanken heute kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich blogge zwar erst seit Kurzem, aber auch ich merke bereits, dass mir manchmal einfach die Zeit fehlt, um regelmäßig zu bloggen und andere Blogs zu lesen. Ich glaube, oftmals wird unterschätzt wie viel Zeit ein einzelner Blogpost doch in Anspruch nimmt. Da ist es gar nicht so leicht, „mal eben“ und regelmäßig neue Sachen online zu stellen. Ich bewundere Leute, die es schaffen, 3-4 oder sogar 5-6x die Woche etwas zu bloggen. Mir fehlt dafür die Zeit bzw. ich möchte meine Freizeit nicht nur mit dem Kochen, Fotografieren und Schreiben am PC verbringen.
    Ich habe daher sehr oft genickt bei deinem Post. Auch habe ich z.B. die Facebook App von meinem Handy gelöscht (auch aus dem Grund, dass man unterwegs oder auch zu Hause halt mal reinschaut, obwohl man die Zeit auch anders nutzen könnte). Twitter und Instagram habe ich zwar noch auf dem Handy und nutze sie auch, aber eher seltener bzw. so, dass es für mich passt.

    Danke, für deine Zeilen! Sie waren nicht nur interessant, sondern auch sehr hilfreich für mich.

    Alles Liebe
    Nika

  7. Statt täglich meine Lieblingsblogs zu lesen mache ich schon seit einiger Zeit eher so, dass ich 2wöchentlich einen Abend fürs Bloglesen reserviere. Dann lese ich alles auf einmal, so fällt es jetzt nicht so auf, wenn ein Blog nicht jeden Tag neuen Inhalt hat. Auf diese Abende freue ich mich immer sehr, ich verpasse nichts – ausser vielleicht Giveaways – lese nachträglich alle Posts. Und es spart trotzdem viel Internetzeit. Die Entscheidung fiel mir auch nicht leicht damals, aber aus dem selben Grund, wie Du es beschrieben hast, war dringend nötig.
    Was meine Blogs betrifft, habe ich in der letzten Zeit meinen deutschsprachigen Blog auch etwas vernachlässigt, dafür läuft der ungarischsprachige jetzt besser. Es geht einfach nicht alles gleichzeitig.

  8. Glückwunsch! Es ist immer super, wenn man es schafft, sein Leben zu vereinfachen. Mir ist nicht aufgefallen, dass du weniger gemacht hast. Ich habe so viele Blogs in meinem Feed, da merke ich höchstens, wenn einer, den ich gerne mag, plötzlich ganz weg ist. Das heißt aus meiner Sicht: Du hast jetzt ein gutes Pensum, das ich gerne lese, ohne mich überfordert zu fühlen. 😉

  9. juhuu…die zeitfrage kenne ich! Aber es macht ja auch mir als Leser viel mehr Freude wenn ich weiss dass Du den neuen Post mit Liebe und Mühe geschrieben hast als mit dem Gedanken oh ich muss jetzt meine Leser ‚befriedigen‘ und schnell noch eine Beitrag leisten. Schliesslich ist das ganze ja FREIWILLIG! Das finde ich, muss man immer beibehalten, wenn irgendwie möglich! Also einfach weiter so;-)

  10. Mir ist es nicht aufgefallen (was nicht heißen soll, dass ich mich nicht auf deine Posts freue… aber ich „erwarte“ eben nicht, dass jeder jeden Tag bloggt. So lange eine gewisse Regelmäßigkeit da ist, halte ich überhaupt nicht nach ob jemand nun 2x oder 5x die Woche gebloggt hat, sondern freue mich einfach, wenn es etwas Neues gibt. Ich habe selbst Phasen wo ich oft und dann wieder weniger oft blogge…. mein Ziel ist es einfach regelmäßig zu bloggen, ohne nur irgendwelche „filler-posts“ zu fabrizieren. Die finde ich nämlich auf Dauer eher langweilig… daher ist es mir lieber, meine Lieblingsblogger bloggen regelmäßig, aber eben nicht täglich, als täglich mit irgendeinem Quark den niemand lesen will (überspitzt gesagt ;)).

    Ich finde es richtig, sich Zeit für das reale Leben zu nehmen… sonst hat man nachher doch eh nichts mehr, worüber man bloggen kann 🙂 In diesem Sinne…

  11. Ich bin gerade auch ein wenig auf Fasten-Kur. Statt 5 mal pro Woche blogge ich nur noch dreimal, ich lese gerade kaum noch andere Blogs, mein Instagram-Account ruht sich ein bisschen aus und es geht mir super damit. Mein Leben 1.0 ist gerade auch eine kleine zicke, mein Job, mein Hobby und mein privatleben haben sich gerade gegn mich verschworen;-)
    Aber so ist das reale Leben. anders als beim Blog kann man eben im real life nicht immer alles timen und planen 🙂
    liebste Grüße

  12. Hallo Katja,

    als doch recht regelmäßige Leserin deines Blogs ist mir kaum aufgefallen, dass du weniger veröffentlichst. Da ich meist nicht sofort meinen Feed nach Neuigkeiten durchgehen kann, sondern erst einige Tage später hat sich doch einiges angesammelt, sodass für mich weiterhin alles so ist wie immer. Genau das ist mein Weg mit Social Media und auch meinem eigenen Blog umzugehen: es dann tun, wenn es mir passt. Das Leben 1.0 hat für mich immer Vorrang, auch wenn ich sicher nicht abstreiten kann mich schon auf Facebook und Co. verloren zu haben. Im Grunde bin ganz froh, mich nie bei Twitter, Instagram oder Pinterest angemeldet zu haben, wobei gerade letzteres auch meiner Blogreichweite helfen könnte. Das wäre natürlich schön, hat aber für mich nicht oberste Priorität, wenn ich bedenke, dass es mich in seinen Bann ziehen könnte.

    Es freut mich, dass du positive Erfahrungen mit dem Detox machst und wünsche dir, dass du den „Mittelweg“ für dich findest, deine Gelassenheit beibehältst und so bleibst wie du bist.

    Viele liebe Grüße, Silke

  13. Hallo liebe Katja,
    ich finde deinen Blog toll. Deine DIY insperrirt mich für meinen Instergram Account : DIY_elli_belli . Schau doch mal bei mir vorbei ! Außerdem wollte ich dich fragen ob ich deine Ideen benutzen darf ( natürlich würde ich dich unter den Bildern erwähnen, sind ja deine Bilder).

    Liebe Grüße
    Ellen ❤

  14. Pingback: Krank im Frühjahr
  15. Hallo Katja,
    toller und inspirierender Blogpost und ich versuche, aus meiner eigenen Bloggerei immer das Beste zu machen. Hier bei dir war ich schon seit einem kurzen Weilchen nicht mehr und habe auch nicht mitbekommen, dass es bei dir zur Veränderungen gekommen war. Deine Artikel-Frequenz ist mir auch unbekannt, aber ich freue mich, wenn du die Kategorie „Bloggen mit Herz“ weiterhin befüllst, denn das gehört auch zu meinen Interessengebieten hier auf deinem Blog 🙂

    Es ist nicht ganz so einfach, auf allen Hochzeiten zu tanzen und das Privatleben und Blogging unter einen Hut zu bekommen. Da kann nur eine strenge Selbstorganisation helfen und dass man sich von den Sachen, die einen dabei stören, befreit. Ich nutze zum Beispiel in letzter SocialMedia etwas weniger, weil ich noch mehr bloggen und mich mit euch BloggerInnen vernetzen möchte. Es ist leider so, dass ich auch nicht alles schaffen kann und der Tag ist nun mal endlich oder…

    Wünsche dir in jedem Falle, dass du hier weiter machst!!

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