Gedankenkarussell: Wie es gelingt, kreativ zu sein.

kreativität erlernen
Hallo meine Lieben,

immer wieder höre ich „Wow, du bist so kreativ! Wie machst du das?“ und stehe mit einem großen Fragezeichen vor meinem Gegenüber und denke

„Keine Ahnung, das kommt einfach so!“

Nun habe ich mich aber eine Weile damit beschäftigt, mich selbst hinterfragt und versucht, mich selbst zu beobachten. Das ist manchmal etwas schwierig, ihr kennt das sicher. Jedenfalls habe ich dabei einige Dinge festgestellt, die ich eventuell anders mache, als Andere. Und weil das Teilen an sich doch so toll ist, möchte ich meine Beobachtungen und Ideen zur Kreativität mit euch teilen und habe eine kleine Kreativität-anschubsen-Liste zusammengeschrieben:

1. Umgebt euch mit schönen Dingen.

Ich habe ein ganzes Bastelzimmer voll mit hübschem Papier, bunter Wolle, Stoffen und anderem Krimskrams, den man eigentlich nicht braucht, der das Leben aber lebenswerter macht. Ich setze mich, wenn mir nach etwas Kreativem ist, meist einfach mitten hinein (bildlich gesprochen, also auf den Boden!) und lasse mich vom Material inspirieren.

2. Startet ein Projekt!

Der pure Kreativitäts-Boost ist es für mich, ein festes Projekt zu starten. So nehme ich mir bspw. vor, ein Jahr lang einmal pro Woche mein Memorybook zu befüllen. Das hat super geklappt und ich bin mit den Ergebnissen total zufrieden! Und natürlich sind dabei immer wieder neue Ideen entstanden. Vielleicht nehmt ihr euch aber auch einfach vor, einen Monat lang jeden Tag etwas zu kritzeln, das an eben diesem Tag passiert ist oder ihr fotografiert jeden Tag etwas Schönes! Wie auch immer: Ein Projekt zu starten, ist großartig! Wichtig finde ich dabei nur, eure eigenen Ansprüche nicht zu hoch zu schrauben, damit ihr auch die Chance habt, sie zu erfüllen. Wenn ihr nur einmal im Monat schafft, kreativ zu werden, dann nehmt euch nicht vor, täglich zu basteln/malen/nähen – das frustriert nur!

3. Genießt die Stille.

Stille ist etwas, das wir uns in der heutigen Zeit kaum noch gönnen. Alles ist so hektisch, so schnelllebig und so aufregend. Dank der ganzen sozialen Medien sind wir jederzeit mit allen vernetzt und dabei vor allem eines: abgelenkt. Und das Gehirn braucht, um auf gute Ideen zu kommen, auch einfach mal Ruhe. Schwingt euch auf’s Rad und düst ne Runde um den Block! Setzt euch in den Garten und starrt Löcher in die Luft! Genießt einfach mal die Stille und das Alleinsein. Das füllt nicht nur den Akku wieder auf, es ist eine tolle Übung zum Kreativsein.

4. „Kann ich nicht!“ gibt’s nicht.

Oft liegt der gefühlte Kreativitätsmangel gar nicht daran, dass wir keine Ideen haben, sondern daran, dass das kleine Männchen in unserem Kopf uns sagt, dass wir etwas Bestimmtes ohnehin nicht können. Und so lassen wir es bleiben, bevor eine tolle Idee in unserem Kopf entstehen kann. Scheitern gehört zum kreativen Prozess dazu, das ist völlig normal und mitunter sogar erwünscht. Verzeiht euch also die kleinen Patzer und fangt wieder von vorn an, wenn etwas nicht geklappt hat.

5. Von DIY Ideen Anderer lernen, nicht frustrieren lassen.

Wie oft sitze ich vor Pinterest oder anderen Blogs und denke: „WOW! Da wäre ich ja nie im Leben drauf gekommen!“ und bin auch ein bisschen neidisch darauf, dass es Anderen so leicht fällt, kreative Ideen zu entwickeln. Dabei steigere ich mich manchmal derart in diese Gedanken hinein, dass ich am Ende glaube, selbst gar nichts zu können. Dass das der falsche Ansatz ist, steht außer Frage. Vielmehr sollten wir die Kreativität Anderer nutzen, um eigene Ideen entstehen lassen. Für mich selbst bedeutet das: gezielt und zeitlich begrenzt im WWW herumdaddeln. Ansonsten verliere ich mich in meinem DIY-„Neid“ oder lieber DIY-„Frust“ und traue mir selbst nichts mehr zu.

Außerdem hilft es auch, die DIY Ideen Anderer nachzubasteln, um selbst neue kreative Techniken zu erlernen und daraus dann wieder eigene Ideen zu entwickeln. Probiert es doch mal aus!

6. Einfach machen!

Das könnte auch mein Lebensmotto sein, ich sage diese zwei Worte doch ziemlich oft. Und so ist es auch: Ich finde, am Besten ist es, wenn man einfach anfängt. Zeichnet ein paar Linien auf ein Blatt Papier und seht, was daraus entsteht. Klebt Fotos zu einer Collage zusammen, holt die Häkelnadeln mal wieder raus – ihr werdet sehen, das ist alles einfacher, als ihr glaubt!

7. Umgib dich mit kreativen Menschen!

Das Zusammensein mit anderen Kreativen hat bei mir bisher immer im Nachgang bewirkt, dass ich mich selbst so inspiriert gefühlt habe, dass immer etwas Gutes dabei entstanden ist. Es ist irgendwie ein bisschen so, als würde die Kreativität abfärben, und das ist einfach toll!

8. Ein Notizheft macht zwar noch keine Ideen, nützlich ist es trotzdem!

Notizhefte und -bücher sind ohnehin meine ständigen Begleiter und alle Ideen, die ich so habe, werden darin gesammelt. Ob in Worten oder als Skizzen, meine Notizhefte dienen als mein externes Gehirn und tragen dazu bei, dass ich das, was mir einfällt, nicht vergessen kann und manchmal wird aus einer anfänglichen Schnapsidee eine tolle DIY Anleitung…

Das allerobersuperduper Wichtigste am Kreativsein ist Folgendes: Scheitern ist erlaubt, grundsätzlich ist sowieso alles erlaubt! Seid wild und mutig und lasst euch nicht demotivieren, wenn es mal nicht klappt.

Ich glaube, dass Jeder kreativ sein kann ist und es manchmal nur ein bisschen dauert, bis sie/er das perfekte Ventil für die eigene Kreativität, das eigene Talent, gefunden hat. Und vielleicht ist meine kleine Liste ein winziger Anstoß dazu?

Alles Liebe und einen tollen Samstag!

Katja

PS: Appropos kreativ – mein Buch ist jetzt im Handel erhältlich. JUHU!

9 thoughts on “Gedankenkarussell: Wie es gelingt, kreativ zu sein.

  1. „Kreativität kann man nicht aufbrauchen. Je mehr man sich ihrer bedient, desto mehr hat man.“ (Maya Angelou)

    Schöner Beitrag! Liebe Grüße, Gabi

  2. Eine tolle Liste. Seiner eigene Kreativität Raum zu geben ist eine der schönsten Arten, Glücksmomente zu erlangen und den Speicher mit positiver Energie aufzuladen. Für mich ist der beste Weg um die Kreativität wieder in Schwung zu bringen mich mit Menschen zu umgeben, die mir gut tun und mich inspirieren. Mit Freunden bei einem Kaffee plaudern, auf Tour gehen – oder auch sich virtuell von der Lebensfreude und dem Ideenreichtum anderer Personen inspirieren zu lassen.
    Hab noch einen schönen Sonntag.
    Viele Grüße
    Janine

  3. Pingback: Glücksmomente und Lieblingslinks einer Woche – #2 | NeNiJa

  4. „Einfach machen“ ist für mich der wichtigste Tipp in dieser Liste, denn damit steht und fällt es. Man kann sooo viel planen, überlegen und grübeln, aber letzten Endes doch nur auf dem Sofa sitzen und von Kreativität träumen. Wenn man einfach anfängt, ergibt sich der Rest meistens von allein.🙂

    Liebe Grüße
    Nele

  5. Pingback: Link Love: Lieblinks der letzten Woche (#1) | klitze-kleine Dinge

  6. Liebe Katja, was für ein schöner Beitrag… Genau deshalb liebe ich Blogs und habe mich selbst getraut, mit dem Bloggen anzufangen – weil man so viel Inspiration bekommt, die die eigenen Kreativität anregt. Und ich finde es einfach toll, wenn man dann sogar selbst inspiriert. Als eine Leserin nach meinem Muster ein kleines Täschchen genäht hat und mir sogar ein Muster als Dankeschön geschickt hat, war ich so glücklich. Zusätzlich zu Deinem Punkt „Notizheft“ kommt bei mir noch mein Fotoalbum dazu – ich fotografiere mit dem Handy alles, was mich anspricht und packe es in ein „Inspirationsalbum“. Alles Liebe von fee

  7. Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Viele Leute trauen sich nicht kreativ zu sein, weil sie Angst haben zu scheitern. Einfach machen und weitermachen, dann wird was draus. Danke für den tollen Beitrag. LG Undine

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