Projekt Heimat: Norddeich mit Baby.

IMG_4692Hallo, ihr Lieben!

Das Projekt Heimat ist immer noch eine meiner liebsten Blogkategorien hier. Und ich weiß, viele von euch empfinden ebenso. Mit Baby ändert sich daran nicht vieles, wir sind immer noch gern in Ostfriesland unterwegs und lernen unsere Heimat richtig kennen. Was sich aber sehr wohl ändert, ist der Blickwinkel, denn mit einem kleinen Menschen an Bord geht nicht alles so einfach, wie zuvor. Das beginnt beim Einpacken. Was nehmen wir mit, was brauchen wir, was kann Zuhause bleiben? Und endet bei der Suche nach geeigneten Wickelräumen.

Also wird das Projekt Heimat zwar weiterhin von wundervollen Nordsee-Eindrücken leben, aber auch von Fragen, wie: Sind die Wege Kinderwagengeeignet? Wo kann man am besten mit Baby essen gehen? Was sind die wichtigsten Daten für Mama und Papa und Kind?

IMG_4715In den 8 Wochen, die die Zuckerschnute nun bei uns ist, haben wir uns schon zweimal an die Küste gewagt. Beides Mal sind wir in Norddeich gelandet, hauptsächlich, weil der Weg dorthin für uns nicht so weit ist, knappe 25 Minuten brauchen wir von Zuhause ans Meer und auch wenn ich andere Orte durchaus reizvoller finde, war Norddeich doch jedes Mal einen Ausflug wert!

Das erste Mal haben wir uns Anfang April ans Meer getraut, da war die Zuckerschnute gerade einmal 3 Wochen alt. Kalt war’s noch, die Sonne lugte zwar ein wenig hervor, aber wir waren fernab von den sommerlichen Temperaturen, die uns in den letzten Tagen begleitet haben. Also musste die Lütte gut eingepackt werden, im Kinderwagen hatten wir außerdem eine kuschelige Decke, die in den ersten Wochen nicht fehlen durfte.
Die Wickeltasche musste auch mit, gut verstaut im Korb des Kinderwagens. Schon praktisch, so ein fahrbarer Untersatz für’s Baby! Wir haben übrigens den Mutsy iGo, denn das war der einzige Wagen, der in meinen Kofferraum (ich besitze einen Mini One und bin so verliebt in mein Auto, dass ich es auf keinen Fall hergeben wollte) passt. Wenn ihr mögt, schreibe ich demnächst gern ein paar Zeilen zu dem kleinen Flitzer (zum Kinderwagen, nicht zum Mini!).

IMG_4686Zurück nach Norddeich. Nachdem wir also alles ein – und vor Ort wieder ausgepackt hatten, was Frau Baby so braucht, haben wir auf dem großen Parkplatz vor dem Ocean Wave Erlebnisbad geparkt. Dort parken wir immer, der Parkplatz ist gebührenpflichtig und wir haben für 2 Stunden 2 € bezahlt. Die genauen Preise könnt ihr hier noch einmal nachlesen.

Was also gibt es über Norddeich zu berichten? Nun, da ist also dieser Ort Norddeich, ein kleines Fleckchen Nordseeerde, direkt hinter Norden (es heißt ja auch Norden-Norddeich) und dort gibt es einen Strand. Einen breiten Sandstrand. Mit Pflastersteinen am Wasser. Wundert euch nicht, das ist hier so üblich, es dient dem Deichschutz.

IMG_4732IMG_6497Ihr könnt euch ja sicher vorstellen, dass hier im Sommer entsprechend viel los ist, denn Norddeich ist bei den Touristen sehr beliebt. Von hier starten übrigens auch die Fähren nach Norderney und Juist.

Ich war schon sooooo oft in Norddeich, da fällt es manchmal schwer, für Außenstehende wichtige Eckpunkte auszumachen. Aber wenn der Blickwinkel sich ändert, dann wird es interessant! Was also sind die Fragen, die uns vorher beschäftigt haben und welche sind uns währenddessen eingefallen?

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Der Weg an den Strand: Kann man dort mit einem Kinderwagen gut fahren?

Tja, das ist so eine Geschichte für sich. Das Meer liegt ja bekanntlich hinter dem Deich. Auf den Deich muss man erst einmal hoch rollern. Zu Fuß kann man einfach die Treppen hinauf kraxeln. Mit dem Kinderwagen wird’s da schon schwieriger. Wenn man vom Parkplatz kommend, vorbei an Restaurants und Souvenirshops, auf den Deich zusteuert, muss man nach rechts abbiegen, um einen abgeflachten Weg den Deich hinauf rollen zu können. Da wir schon so oft dort waren, wissen wir das. Wer neu ist, muss erst einmal suchen. Eine Art Schild mit einem Fahrrad oder Kinderwagen drauf wäre eine nette Idee. Jedenfalls rollt man den Deich hinauf und wieder herunter, manchmal ist es etwas steil, aber dann muss man den Kinderwagen einfach gut festhalten. Der Weg hinauf und hinunter ist geteert, also bestens für den Kinderwagen geeignet.

Auf den Sand haben wir uns leider mit dem Wagen nicht getraut, vielleicht hat einer von euch Erfahrungen gemacht, ob das gut geht oder ob man sich damit das ganze Ding ruiniert?!

Eine Möglichkeit wäre, das Baby in der Babytrage mitzunehmen und ich denke, das werden wir beim nächsten Mal ausprobieren.

IMG_4745Kann man mit dem Kinderwagen bis ans Wasser fahren? 

Man kann. Da rund um den Strand ein gepflasteter Weg führt, ist es möglich, mit dem flotten Flitzer fast bis ans Wasser zu fahren. Vorausgesetzt, es ist Wasser da. Ihr wisst schon, diese Sache mit Ebbe und Flut. Wer schlau ist, guckt vorher hier, wer abenteuerlustig ist oder wem es egal ist, ob Watt oder Wasser, der fährt einfach so hin.

Mit den Rädern ins Wasser kann man übrigens nicht. Ich weiß aber auch nicht, ob man das so möchte. Wir wollten es jedenfalls nicht.

IMG_6500Und wie sieht es aus mit Wickelmöglichkeiten? 

Vom Parkplatz kommend rechts befindet sich das Haus des Gastes, direkt am Strand. Dort hat man nicht nur einen schönen Ausblick und kann im Selbstbedienungsrestaurant essen, was man in solchen Restaurants eben isst, oder am Kiosk einen Lolli kaufen – man kann dort auch die öffentlichen Toiletten benutzen, und zwar ganz umsonst. Und in der Damentoilette befindet sich auch eine Wickelmöglichkeit. Schöner geht immer, aber für den Fall der Fälle ist es ausreichend.

IMG_4689(hier seht ihr im Hintergrund einen kleinen Zipfel des Haus des Gastes)

Sind Hunde erlaubt?

Ich mag Norddeich vorallem so gern, weil man dort immer viele Hunde, die vergnügt im Wasser planschen, zu sehen sind. Der Hundestrand ist ein eingezäunter Strandabschnitt, wie es oft üblich ist. Ich glaube aber, dass sich Hunde und Hundehalter sehr freuen, dort so frei toben zu können! Ich finde diese Information wichtig, denn zum Einen sind wir mit dem Kinderwagen über einen Abschnitt des Hundestrandes gerollert (und wer z.B. Angst vor Hunden hat, sollte also darauf eingestellt sein, einen anderen Weg einzuschlagen) und zum Anderen gibt es viele Familien mit Hunden. Eure Lieblinge sind hier also erwünscht!

Und wie sieht es aus mit Verpflegung und Co.?

Wie in Strandnähe üblich, findet ihr nicht nur im Haus des Gastes, sondern auch entlang der kleinen Straße, die zum Deich führt, diverse Restaurants und Imbissbuden. Wir haben uns nur ein Eis gegönnt, aber fast jedes Restaurant hat eine Terrasse bzw. Tische vor dem Restaurant und dort kann man prima mit Kind sitzen, finde ich. Den Kleinen wird nicht langweilig und wenn es doch einmal etwas quengeliger zugeht, stört es Niemanden.

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Aber ganz ehrlich: Wer denkt schon ans Essen, wenn er DAS hier direkt am Meer sehen kann?

IMG_4704IMG_4720IMG_6504IMG_6512IMG_6513Und wenn das Wetter mal schlecht ist?

Dann gibt es immer noch das Ocean Wave und auch die Seehundstation ist mit Sicherheit auch für die Kleinen einen Besuch wert!

Wart ihr schonmal in Norddeich? Habt ihr noch Geheimtipps für Mamas und Papas mit Baby?

Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Alles Liebe und AHOI!

Katja

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8 Gedanken zu “Projekt Heimat: Norddeich mit Baby.

  1. Ulli schreibt:

    Interessant diese ganz neue Perspektive. 🙂
    Achtet man gar nicht so drauf, wenn man kinderlos unterwegs ist.
    Strand ist immer super. Und schön, dass man in Norddeich auch gut mit Kinderwagen unterwegs sein kann. 🙂

    Schade, dass die Bilder durchs hochskalieren teils recht unscharf sind. Warum speicherst du sie eigtl. in 600px Breite ab, obwohl der Blog 742px Breite verwendet? Wenn du die auch in der Breite anlegst, sind die Bilder sicher etwas deutlicher. 🙂

    Liebe Grüße
    Ulrike

  2. Maureen Faulstich schreibt:

    Ich liebe Norddeich! Wir waren dort zur Kur und danach einige Jahre zum Urlaub in Norden.
    Zwar habe ich keine Erfahrung mit Babys dort, jedoch für Kinder. Der Spielplatz gegenüber vom Haus Nazareth ist (oder war zumindest) sehr toll und auch die Drachenwiese direkt am Strand (waren da nicht auch offene Trampoline?) war richtig cool – hat auch Papa genossen 😉 Ansonsten hast du ja schon die Seehundstation erwähnt und Sandburgen kann man immer bauen – auch mit kleinen Kindern.

    Liebe Grüße aus dem Süden
    Maureen von You Can Girl

  3. Wolke schreibt:

    Guten Morgen!

    Da hat Euer Baby ja unserem Kleinkind etwas voraus. Obwohl sie mit ca. 9 Wochen bei Oma und Opa in Friesland zu Besuch war, haben wir es in 19 Monaten nicht einmal an die Küste geschafft (Schäm). Das nächste Mal geht es definitiv nach Schillig, wobei wir das Kinderwagenproblem mit dem Sand dann nicht haben, denn mittlerweile läuft unser Kleinkind sehr zuverlässig.
    In Norddeich war ich bisher nur ohne Kind. Was mir aber noch eingefallen ist, dass der gepflasterte Weg am Wasser bis nach Bensersiel geht. Also kann man wirklich einen tollen langen Spaziergang direkt am Wasser lang machen. Wir sind häufiger von Bensersiel mit dem Fahrrad Richtung Emden gefahren und da war das Stück von Bensersiel nach Norddeich immer besonders schön.

  4. Wurscht schreibt:

    Huch! Jetzt habe ich die Kommentarfunktion ja doch gefunden. Wunderbar!!!! 🙂

    Ich war auch schon mal in Norddeich, ist nur schon bald 20 Jahre her, denke ich (Wie die Zeit vergeht….). Ich erinnere mich noch daran, dass es mir zu wenig natürlicher Sand war und zuviel gepflastert. Ich habe später gehört, dass das daran liegt, weil ja die Insel vorgelagert sind und der natürliche Sandstrand eher dort anzutreffen ist. Ob das für die ganze Küstenregion stimmt, wo Inseln vorgelagert sind, weiß ich nicht.
    Wie gesagt, war es mir zuviel Pflaster, aber vielleicht ist grade das ja für den Kinderwagen ganz gut, denn ich glaube nicht, dass das Fahren im Sand so gut geht. Außerdem muss man ja den Wagen dann samt nasser und sandiger Räder wieder ins Auto packen. Wohl auch nicht so angenehm.
    Ansonsten: Die Kleinen wachsen schnell und im nächsten Sommer braucht ihr auch den großen Kinderwagen nicht mehr. …und wickeln: Die meisten Toilettenräume haben doch eh Wickelbereiche, ansonsten geht halt Auto, Kinderwagen oder Bank.

    Warst Du denn schon auf vielen Inseln und kannst mir ein paar Tipps geben, wo es besonders schön ist? Ich mag gerne Natur und kleine, nette Orte. Eine gute Verkehrsanbindung brauche ich auch.

    Viele Grüße!

    🙂

  5. Katja Williams schreibt:

    Liebe Katja,
    seit wohl 2 Jahren, oder auch mehr, lese ich immer deine Blog-Artikel. ich lebe in Neuseeland und mein Sohn(17) und ich kommen nun nach Deutschland. In Hamburg werden wir meinen Bruder besuchen, aber die grosse Stadt liegt mir nicht so. Da plane ich einen Abstecher…vielleicht Norddeich, nach deinen tollen Fotos.
    Melde dich falls du Zeit fuer einen Tee hast falls wir kommen.
    Liebe Gruesse, Katja. (Ja, ich heisse auch so)

  6. Katja schreibt:

    Huhu!
    Mein Laptop musste komplett platt gemacht werden und dann wieder neu installiert. Es fehlen die wichtigsten Programme, bspw. Photoshop, noch. Deswegen kann ich meine Bilder nicht mehr bearbeiten, wie ich es gern mag. Außerdem sind dies Handyfotos, die ich mir per Mail zugeschickt habe, weil mein Fotoprogramm bei der Fotoflut, die ich auf dem Handy habe, immer abstürzt. Momentan komme ich einfach zu nichts so richtig, was das angeht… 🙂 Aber das ändert sich hoffentlich bald wieder.
    Liebste Grüße!
    Katja

  7. Katja schreibt:

    Nicht ganz 🙂 Aufgrund meiner neuen Rolle als Mutter bin ich zzt. einfach nicht in der Lage, regelmäßig zu bloggen. Finde ich aber nicht schlimm 😉 Erst kommt die Familie, dann das Digitale, so sehe ich es. Aber keine Angst, ich bin durchaus gewillt, weiter hier zu schreiben. Nur komme ich eben meistens nicht dazu. Ich bitte an dieser Stelle um Verständnis, es wird auch wieder anders werden.

    Liebe Grüße,
    Katja

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