Anderen eine Freude machen. Oder: wie schenke ich schöne Geschenke?

Hallo, ihr Lieben!

Schenken. Das ist etwas, von dem Viele behaupten, sie könnten es nicht gut. Dank Amazon-Wunschlisten oder Geschenkeboxen in Spielzeugläden oder anderswo, ist es mittlerweile sehr einfach, Anderen eine Freude zu machen. Auch ich freue mich, wenn ich Dinge, die ich mir explizit gewünscht habe, geschenkt bekomme. Noch mehr freue ich, wenn ich anhand des Geschenks merke, dass der Schenkende sich Gedanken gemacht hat und überlegt hat, womit er oder sie mir eine Freude machen kann.

Denn ich gebe zu:

Ich liebe es, Dinge zu schenken, die nicht auf Wunschlisten stehen. Ich liebe die überraschten Gesichter der Beschenkten beim Auspacken und finde es einfach toll, mir selbst Gedanken darum zu machen, was ich verschenken könnte.

Der Mann sagt immer, dass ich das besonders gut kann: anderen eine Freude machen. Sie mit Dingen überraschen, mit denen sie nicht gerechnet haben. Er selbst behauptet von sich, dies ganz und gar nicht zu können. Im Grunde genommen verzweifelt er jährlich daran, mir etwas zu schenken.

Wie schenkt man also Dinge, die Andere erfreuen, auch abseits von Wunschlisten und Co.?

1. Es muss nicht teuer sein. Ein Plädoyer für Handgemachtes.

An Weihnachten haben wir mit Freunden eine DIY – Wichtelei veranstaltet. Es durfte nur Selbstgemachtes verschenkt werden und es war sehr, sehr schön, zu sehen, was Jede(r) so zustande gebracht hat. Vom „Bacon Salz“ bis zur selbstgebauten Schneekugel waren tolle Kreationen dabei und ich hatte das Gefühl, dass die Wertschätzung bei Selbstgemachtem einfach ein bisschen höher ist, als bei Gekauftem. Soll heißen: habt Mut zum Selbstgemachten! Das muss weder spektakulär sein, noch aussehen, als wäre es von Profis hergestellt. Das schönste Geschenk ever, das ich bekommen habe? Ein Brief meiner Tochter, den natürlich nicht sie, sondern ihr Vater an mich geschrieben hat. Ganz, ganz toll!

2. Zuhören. Und zwischen den Zeilen lesen.

Weihnachten oder Geburtstage kommen ja in der Regel nicht spontan auf einen zugerollt. Sprich: man hat viel Zeit, sich mit möglichen Geschenken zu beschäftigen. Ich finde, am meisten kann man im Gespräch erfahren, was sich Jemand wünscht bzw. worüber er oder sie sich freuen würde. Hat die zu beschenkende Person vielleicht einmal erwähnt, wie schön er/sie skandinavisches Design findet?! Das wäre doch ein erster Anhaltspunkt. Vielleicht findet sich eine schöne Vase oder ein anderes nettes Accessoire im Kaufhaus eures Vertrauens.

3. Für den besseren Überblick: die Liste.

Es gibt Menschen in meinem Leben, die werden regelmäßig beschenkt. Manchmal zu den üblichen Anlässen wie Geburtstagen und Co., manchmal aber auch einfach so. „Außer der Reihe Geschenke“ sind ohnehin die tollsten Geschenke! Um einen besseren Überblick zu haben, welche Ideen mir so in den Kopf gekommen sind, führe ich eine Liste mit Geschenkideen. Das ist wirklich hilfreich, wenn der Geburtstag oder Weihnachten dann doch wieder plötzlich kommen.

4. Nützliches schenken.

Das sind die schönsten Geschenke: diejenigen, die wirklich nützlich sind. Vielleicht braucht der/die Beschenkte unbedingt einen neuen Kugelschreiber? Warum denn nicht einen hochwertigen Stift verschenken? Oder er/sie möchte sich künstlerisch betätigen, weiß aber nicht, wie? Ein Kurs an der VHS kann vielleicht den kreativen Knoten zum Platzen bringen.

5. Augen offen halten.

Die Geschenke-Muse küsst einen ja manchmal ganz unervhofft. Beim Flohmarktbummel zum Beispiel. Oder beim Wühlen in der Buchgrabbelkiste. Wenn mir bei solchen Gelegenheiten etwas Schönes in die Finger fällt, von dem ich weiß, dass es Jemandem, den ich mag, gefallen wird, nehme ich es mit. Und das hat sich noch nie als falsch erwiesen.

6. Bücher verschenken: Ähnliches ist toll, etwas Anderes manchmal noch toller.

Bücher sind ja großartige Geschenke, auch wenn sie auf den ersten Blick einfallslos wirken. Ich weiß aber, dass, wenn ich ein Buch geschenkt bekomme, der Schenker sich wirklich Gedanken darüber gemacht hat, was mir gefallen könnte. Das macht mich sehr glücklich. Umgekehrt mache ich mir auch immer viel Gedanken, bevor ich ein Buch verschenke. Was hat der/die zu Beschenkende sonst so im Bücherregal stehen? Wofür interessiert sie/er sich? Das alles sind immer gute Hinweise darauf, was sonst gut ankommen könnte. Manchmal macht es aber auch Freude, einfach ein Buch auszusuchen, das der/dem Beschenkten wohl gefallen könnte!

7. Schenken, was man selbst gern hätte.

Es gibt ja Menschen, die sind einem selbst so ähnlich, dass man ganz genau weiß, worüber sie sich freuen würden. Im besten Fall nämlich genau über das, worüber man sich selbst auch freut. Aber Vorsicht: das KANN eine prima Idee sein, man kann aber auch total daneben liegen…

 

Im Prinzip finde ich, jedes Geschenk ist ein wertvolles Geschenk. Denn letztendlich hat sich der Schenkende ja Gedanken darüber gemacht, was mir als zu Beschenkendem gefallen könnte. Das ist schon ganz viel wert, oder? Trotzdem helfen euch meine kleinen Tipps vielleicht dabei, euer Gegenüber beim nächsten Mal noch mehr zu überraschen!

Zu den DIY Geschenken fällt mir übrigens noch ein, dass ein Glas voller Zeit vielleicht eine tolle Idee wäre für Menschen, die gefühlt schon alles haben. Wie das geht? Einfach ein Weckglas mit Zetteln füllen, auf die ihr gemeinsame Unternehmungen notiert. „Einen Kaffee trinken gehen“ oder „Gemeinsam einen Film schauen“, „Einen Schlunztag einlegen“,… was auch immer euch in den Sinn kommt. Die beschenkte Person kann dann zwischendurch immer mal wieder einen Zettel heraus nehmen und ihr verbringt eine tolle Zeit miteinander!

Viel Freude beim Schenken und

alles Liebe,

Katja


3 Gedanken zu “Anderen eine Freude machen. Oder: wie schenke ich schöne Geschenke?

  1. Ich stimme dir voll und ganz zu: durch Wunschlisten ist es heute relativ einfach jemandem eine Freude zu machen (ich bekomme auch lieber etwas von der Wunschliste, als irgendeinen Schnickschnack!), ABER es ist auch toll, wenn man etwas geschenkt bekommt, wo der andere sich Gedanken gemacht hat… und du hast hier ein paar tolle Tipps zusammengestellt. Am Wichtigsten finde ich: Zuhören! Denn oft bekommt man dadurch genug Inspiration und Tips zu (unausgesprochenen) Wünschen.

  2. FInde ich schön, die ganzen Ideen zum Selbermachen. Ich hab früher auch Dinge selber gemacht und verschenkt, aber die sahen eigentlich nie so wirklich toll aus, wie so manche DIY-Sachen im Internet.

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